Ich finde, wir tun Microsoft hier unrecht. Man muss das mal aus Konzernsicht sehen. Da hat man 190 Milliarden Dollar für KI-Rechenzentren verplant, die Aktie ist seit Jahresanfang über 20 % eingebrochen, und die Investoren fragen unverschämterweise, wann die KI eigentlich mal Geld einbringt, statt nur welches zu verbrennen. Was macht man da? Richtig! Man schaut, wo im Konzern noch Menschen sitzen, die etwas so Unrentables tun wie Videospiele entwickeln. Bei einem
Gaming-Konzern.... Skandalös eigentlich, dass das so lange geduldet wurde....
Und id Software ist das perfekte Bauernopfer. Die haben mit Doom Eternal eines der bestoptimierten Spiele der Dekade abgeliefert. Wer so effizient arbeitet, braucht offensichtlich nur die Hälfte der Leute. Selbst schuld...
Besonders "schön": Microsofts Personalchefin Amy Coleman beteuert im offiziellen Memo vom 6. Juli, die gestrichenen Stellen würden „nicht durch KI ersetzt" (
Quelle). Stimmt vermutlich sogar. Die Leute werden nicht ersetzt, aber ihre Gehälter werden verheizt, um eine KI zu finanzieren, die sich selbst nicht trägt. Die halbe id-Belegschaft lebt jetzt als Grafikkarten-Cluster weiter. Passenderweise baut Microsoft sein viertes deutsches KI-Rechenzentrum ausgerechnet in Grevenbroich, mitten im Braunkohle-Revier. Wo früher Kohle verfeuert wurde, sind es jetzt Gehälter. Strukturwandel, wie er im Buche steht....
Aber hey! Frau Sharma will täglich eine Milliarde Spieler erreichen. Mit halbierten Studios, verkauften Teams und einem Game Pass, der seine Ziele laut Wall Street Journal „um Welten" verfehlt hat (
Quelle). Und der nächste Doom-Teil? Wird von Copilot übernommen.... Ist ja auch konsequent. id Software hat der Welt beigebracht, Dämonen aus der Hölle zu ballern und Microsoft zeigt jetzt, wie man das Studio gleich mit hinterherschickt....
Verrückte Welt.