News 100 Milliarden US-Dollar: Noch mehr Geld für Fabriken für Halbleiter „Made in China“

Volker

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#1

flappes

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#2
Währenddessen, im verträumten Deutschland, hat die noch nicht offizielle Regierung ein Absichtsprogramm vorgelegt, damit wir irgendwann mal wirklich (vielleicht) "High-Speed-Internet" haben könnten.
 
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#4
Mal hoffen dass die Chinesen qualitativ gute Chips bauen, nicht dass wir am Ende vor jedem SSD/RAM Kauf suchen dürfen, wer die Chips hergestellt hat.

Soo schlecht kann es für uns Kunden doch nicht sein ... China verkauft Chips, Samsung stockt auch auf ... dürfte sich doch gut auf die Preise auswirken :)
 
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#5
In diesem Fall hoffe ich das die Wettbewerbsverzerrung Erfolg haben wird. Die derzeit aktiven Hersteller verdienen sich ja eine goldene Nase bei den derzeitigen Preisen.
 
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#6
mehr mehr mehr.... die ram preise im moment sind dermassen hoch dass jede neue fab ein segen ist.
 

Waelder

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#7
hoffentlich dauert es nicht ewig bis diese dann auch in Betrieb gehen bzw. produktiv arbeiten - für uns Konsumenten kann es nur von Vorteil sein...
 
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#9
Soo schlecht kann es für uns Kunden doch nicht sein ... China verkauft Chips, Samsung stockt auch auf ... dürfte sich doch gut auf die Preise auswirken :)
Genau lesen. Geplant für eine Dekade.
Schau mal wie der steigende Bedarf an Chips ist. Schon jetzt gibts jährlich neue Flagshipsmartphones usw.
Das muss ja irgendwo herkommen. Und in Afrika und Indien werden in 10Jahren+ wahnsinnig viele Leute erstmal in den Genuss einer Stromversorgung kommen.

Und diese bis dato teure Absichtserklärung muss erstmal etwas haben, was dann auch (in Serie) produziert werden kann.

Oops.

Aber: wenn es erstmal losgeht haben sie nen Vorteil. Und der ist bei Rohstoffen wie seltenen Erden usw
 
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#10
1. Bis die mal gebaut sind und dann produzieren, dauert das noch ne Weile
2. Wir machen uns inzwischen ganz schön abhängig von anderen Staaten. Den einem kann man sich grad auf dem Chinesischen Markt sicher sein, es wird ziemlich schnell abgekupfert und zweitens, die Produktion wird erst im eigenen Land behalten. Erst die Überschüsse der Produktion gehen ins Ausland. So ist das auch schon bei anderen Produkten.

So gesehn sehe ich das auch etwas zwiegespalten. Aber auf die Idee, in der EU sowas mal zu bauen, wird mal wohl nie kommen.
 
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#11
Mehr Wettbewerb auf dem Halbleiter-Markt ist wichtiger denn je.
Die Preise für viele Halbleiter-Produkte sind auf Rekordhoch (DRAM, GPUs) und mit höheren Kapazitäten kann dem hoffentlich ein Ende gesetzt werden.

Wobei hier auch die Kunden schuld sind, die solche horrenden Preise bereit sind zu bezahlen. Wenn plötzlich nichts mehr verkauft wird würden die Preise schnell purzeln, aber nein...

1. Bis die mal gebaut sind und dann produzieren, dauert das noch ne Weile
In Deutschland würde das mit Sicherheit Jahre dauern, aber die Chinesen sind nicht so lahm. Die schaffen es im Zweifel so eine Fabrik in wenigen Wochen bis Monaten hochzuziehen.
 

enissm

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#12

Lumin

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#13
Mal hoffen dass die Chinesen qualitativ gute Chips bauen, nicht dass wir am Ende vor jedem SSD/RAM Kauf suchen dürfen, wer die Chips hergestellt hat.
"Die Chinesen" bauen, wie alle anderen, nicht wirklich was selbst. Es wird nur ein Gebäude gekauft, die Anlagen die die Chips herstellen werden zugekauft. Die Qualität hängt grösstenteils von den Anlagen ab und diese Anlagen kommen wie bereits zuvor aus Europa und Japan, sogar die Halbleiterhersteller sind teilweise die selben (müssen aber eine Kooperation mit chinesischen Unternehmen eingehen).
An der Qualität ändert sich also wenig.

Der Grund für die Umzüge nach China bzw. Aufbau der Fabriken in China sind u.a. die geringeren Kosten (auch Personalkosten für gut ausgebildete) und staatliche Zuschüsse/Darlehen.
Ergänzung ()

Die sind jetzt schon mit ihren produkten qualitativ ganz vorne siehe Huawei, Xiaomi, dji... mit dem chips wird es wahrscheinlich nicht anders sein.
Huawei, Xiaomi, dji baut hardwareseitig doch fast nur fertige Teile (Bildschirm, Speicher, CPU, usw.) zusammen, bzw. lässt sie zusammenbauen (aber z.B. Xiaomi entwirft langsam eigene CPUs).
Hier wird die bereits vorhandene Fertigung dieser Teile nach China verlegt oder erweitert.

Die beiden Dinge sind nicht vergleichbar.
Ergänzung ()

30-Millionen-Einwohner-Metropole Chongqing im Westen Chinas
Solche Infos sind wenn man über China spricht immer sehr irreführend.
Chongqing hat eine Fläche die der doppelten Fläche der Niederlande enspricht. Die Bevölkerungsdichte der Niederlande ist höher.
Außerdem ist zumindest der Kern Chongqings (angebliche 8-9 Mio. Einwohner) aktuell eine Geisterstadt, viele sind anscheinend dort nur gemeldet (wegen Vorteilen bei medizinischer Versorgung, Bildung, usw.), leben aber wo anders.
Die Investitionen sind für Chinas Regierung also auch ein Mittel um die Menschen in die wesentlich leichter zu kontrollierenden Städte zuziehen.
 
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#14
Wo haben die die ganze Knete her? Staatliche Subventionen die ok sind oder wie? Tsinghua Unigroup ist auch bei Dialog rein wenn ich mich nicht irre.
 

calluna

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#15
Zitat von marcel55:
In Deutschland würde das mit Sicherheit Jahre dauern, aber die Chinesen sind nicht so lahm. Die schaffen es im Zweifel so eine Fabrik in wenigen Wochen bis Monaten hochzuziehen.
Nein, das schaffen die Chinesen nicht - allein die Herstellung der Maschinen (die auch aus Deutschland kommen) dauert viel länger. Danach beginnt noch der eigentliche Ramp-UP. Ich ziehe Fabriken in China mit hoch.

Und dann muss man da auch zwei Dinge grundsätzlich trennen:

a) Fabriken, die den Chinesen gehören und durch Chinesen betrieben werden
b) Fabriken, die ausländischen Unternehmen gehören zusammen mit einem Joint-Venture mit einem chinesischen Unternehmen und die, zumindest was das Management / die Arbeitsorganisation etc. betrifft, durch das ausländische Unternehmen bestimmt sind.

Davon abgesehen sind derartige Fabriken meist vollautomatisiert, d.h. man benötigt überwiegend hochqualifiziertes Personal.
 
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#17
Investition in die Zukunft und dann auch noch in Wertschöpfende Unternehmen! Da kann man in Deutschland wohl nur noch von Träumen. Durch die zunehmende Digitalisierung, IOT und der Aufschwung in China, Indien und co. steigt der Bedarf an Halbleiterprodukten enorm an. Ob die Chinesen unbedingt für super günstige Preise sorgen... mal sehen. Alleine China hat extremen bedarf in den nächsten Jahren. Zudem hat man eine extreme Marktmacht dann. Ob die extrem abhängigen Europäer davon in gleichen Maßen profitieren..?

Da Deutschland ja nicht gewillt ist in die Zukunft zu investieren wird die Abhängigkeit (nicht nur von Halbleiterprodukten) und der Rückstand immer extremer. Na ja, irgendwann wird Europa die Billiglohn-Region für die Asiatischen Märkte sein. Mit Europa geht es immer weiter Bergab und man sieht es doch besonders gut an der Mentalität und dem Verhalten der Deutschen.
 
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#18
Naja, solange die Steuereinnahmen weiter sprudeln und die Arbeitskräfte weiter gut verdienen, brauch man doch nix groß ändern.
Das selbst eine 700€ EU Rente zum versteuernden Einkommen zählt, will dann keiner wahr haben.
 

Lumin

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#19
...Ob die extrem abhängigen Europäer davon in gleichen Maßen profitieren..?

Da Deutschland ja nicht gewillt ist in die Zukunft zu investieren wird die Abhängigkeit (nicht nur von Halbleiterprodukten) und der Rückstand immer extremer. Na ja, irgendwann wird Europa die Billiglohn-Region für die Asiatischen Märkte sein. Mit Europa geht es immer weiter Bergab und man sieht es doch besonders gut an der Mentalität und dem Verhalten der Deutschen.
Woher kommen denn die gesamten Anlagen in denen China Halbleiter, usw. hergestellt werden?
Die Antwort ist: vorrangig aus Europa und Japan.

"Die Chinesen" bauen im Grunde nur das Gebäude und stellen die Arbeitskräfte (wenn die Fabriken angelaufen sind), die diese Anlagen betreuen (alles ist automatisiert, bzw. halbautomasisiert).


Auf diesem Gebiet würde ich mich erstmal keine Sorgen um Europa machen.
 
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#20
Aktuell werden wie schon erwähnt viele Fabriken in Asien mit Europäischen Maschinen (Deutschen) ausgestattet und meistens werden sogar die Leute von Europäern und co. geschult.

Es bringt Deutschland nichts einfach Milliarden zu investieren um irgendwo Konkurrenz zu bieten. Das muss man auch nicht überall, sondern nur da wo man seine stärken hervorbringen kann.

Das unser Breitbandausbau unseren Standard Wirtschaftlich blockiert ist ein anderes Thema.
 
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