Zulage wurde seit Monaten nicht gezahlt, nachfordern?

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Ich bin immer noch der Meinung, dass das Thema eigentlich in die Rubrik "Beruf" gehört und nicht zu "Recht".

Natürlich kann man seinen Arbeitgeber (Vertragspartner, gegnerische Partei,...) Briefe schreiben, Fristen setzen und ihn verklagen. Unternehmen bezahlen ja auch ihre Mitarbeitern ein Gehalt damit diese ihnen Ärger und Probleme machen oder sie verklagen. Diese Mitarbeiter steigen dann auch schnell auf und bekommen ein höheres Gehalt um sich einen noch besseren Anwalt leisten zu könnne, der...

Ironie off.

Ein Arbeitgeber sieht die Dinge nun mal aus seiner Sicht und er wird diese allein nach seinen(!) kurz-, mittel- und langfristigen Plänen ausrichten. Ein Arbeitnehmer braucht nicht zu kuschen, dazu kann ihn niemand zwingen, genauso wenig kann jemand den Arbeitgeber dazu zwingen Querulanten zu mögen die gegen die ungeschriebenen Gesetze des Berufslebens verstoßen. Dies gilt insbesondere für Neulinge, die den Betrieb bisher nur Geld gekosten haben und noch nichts auf der Habenseite verzeichnen können.

Wie gesagt, jeder muss da seinen Weg finden, aber mit zunehmender Anzahl an "Auffälligkeiten" bzw. "Abweichungen von der Norm" wird es schwieriger. Ein erfahrener Abteilungsleiter wird einen betriebsbekannten Querulanten kaum zum Teamleiter machen, denn wenn sich die Besetzung als falsch erweisen würde, dann hat der Abteilungsleiter ein Gespräch beim Hauptabteilungsleiter, der ihn fragt "Wie konnten Sie diesen Mann befördern, es war doch bekannt dass der nur Ärger macht!"

Zur ersten "Auffälligkeit" würde ich im vorliegenden Fall schon das zweite Studium zählen. Wer hängt an ein abgeschlossenes Studium ein duales Zweitstudium dran? Aus meiner Sicht ist bereits damit das "Guthaben" schon ausgeschöpft, es sollte die nächsten 5 Jahre nichts Weiteres dazu kommen. Schon gar kein unnötiger Schriftverkehr mit Personalern, die in der schlimmsten Wirtschaftskrise seit bestehen dieses Landes mit der Umsetzung von Coronamaßnahmen (Home Office, Freistellungen,...) ohnehin Wichtigeres zu tun haben als sich mit völlig belanglosem Zeug rum zu ärgern.
 
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Es gibt aber auch keinen Grund zu kuschen, wenn man der tatsächlichen Überzeugung ist, dass man unfair behandelt wird.

Ob die Personalabteilung gerade anderweitig beschäftigt ist - und das sollte mittlerweile alles abgeschlossen sein - ist nicht das Problem des Mitarbeiters.

So wie der Arbeitnehmer seine Arbeitsleistung zur Verfügung stellt, so hat der Arbeitgeber das vereinbarte Gehalt zu leisten.
 
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Recht "erstreitet" man, Einsicht "gewinnt" man.

Wenn Du deinen Arbeitgeber ständig "ärgerst" und "nervst", dann wundere Dich nicht, denn "ans Bein pinkeln" verjährt in der Regel nicht.
 
Binalog schrieb:
Zur ersten "Auffälligkeit" würde ich im vorliegenden Fall schon das zweite Studium zählen. Wer hängt an ein abgeschlossenes Studium ein duales Zweitstudium dran? Aus meiner Sicht ist bereits damit das "Guthaben" schon ausgeschöpft, es sollte die nächsten 5 Jahre nichts Weiteres dazu kommen. Schon gar kein unnötiger Schriftverkehr mit Personalern, die in der schlimmsten Wirtschaftskrise seit bestehen dieses Landes mit der Umsetzung von Coronamaßnahmen (Home Office, Freistellungen,...) ohnehin Wichtigeres zu tun haben als sich mit völlig belanglosem Zeug rum zu ärgern.

Also ich weiß nicht wo du arbeitest aber in Zweitstudium ist nichts schlimmes.
Und die "Personaler" sind keine Götter die man anbeten muss. Das sind auch nur Menschen und mit denen kann man Reden und die meisten werden mit Sicherheit nicht nachtragend sein. Erst recht nicht wenn man respektvoll miteinander redet.

Und wenn es solche Zulagen gibt, dann möchte ich die auch bekommen, solange ich berechtigt bin ist das auch legitim und das wird der AG auch nichts sagen.

Der Ton mach die Musik und nicht der Text.
 
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chris12 schrieb:
ich denke, man muss sich über seine rechte selbst informieren.
die pflichten bekommt man sofort unter die nase gerieben. :D
So ist es, aber ich sags dir viele meiner ehemaligen Arbeitskollegen sinn zu dumm dafuer,
die wissen ihre Rechte nicht weil es ihnen schlicht egal ist :cheerlead:
 
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@PCGamer007

PCGamer007 schrieb:
(...)Das sind auch nur Menschen und mit denen kann man Reden und die meisten werden mit Sicherheit nicht nachtragend sein. Erst recht nicht wenn man respektvoll miteinander redet. (...)
Ganz genau! Weshalb dann die doppelte "Schriftkeule"?

Ein(!) Anruf hätte offensichtlich genügt um die Angelegenheit zu klären, die "Geschäftsstelle" hat sich nämlich telefonisch gemeldet, nicht schriftlich. Liest man sich die Beiträge des TE und den #2 durch, dann kann ich persönlich nur mit dem Kopf schütteln.

Wie gesagt, es muss jeder für sich selber entscheiden ob er sein Angestelltenverhältnis bei "Recht" oder "Beruf" verortet. Der Arbeitgeber/Vorgesetzte wird entsprechend reagieren.
 
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@Binalog

Ich erledige sowas auch lieber in Text. Einerseits der Nachweis, andererseits tippt sich für mich eine Email schneller. Telefonate nur dann, wenn es um heikle Themen wie ernste Fehler etc geht, aber hier? Ist doch nichts dabei.

Du scheinst aber in einem recht toxischen Umfeld zu arbeiten. Habe ich auch mal. Das schadet einem auf Dauer aber selbst. :/
 
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@Binalog auch, wenn das jetzt wieder vom Thema abschweift: Du bist wirklich das Paradebeispiel für den typischen Arbeitnehmer, der sich alles gefallen lässt und es niemals wagen würde, seine Interessen durchzusetzen. Ich weiß ja nicht, in welchem Ausbeuterbetrieb du gefangen bist, aber wir haben Personalräte und Gewerkschaften, die noch wesentlich härter mit meinem Arbeitgeber ins Gericht gehen, als ich das jemals könnte - und zwar regelmäßig. Ich kann dir nur raten, den AG zu wechseln, du scheinst nämlich, wie @Idon schon angedeutet hat, extremst verbittert zu sein. Ich würde an deiner Stelle ohnehin kündigen, wenn deine Arbeit fachlich so irrelevant ist, dass ein falsches Wort reicht, um dich zur persona non grata zu machen. Es soll übrigens sogar möglich sein, anderer Meinung zu sein und sich trotzdem gegenseitig wertzuschätzen...hab ich mal gehört ;)

Neuigkeiten von der Geschäftsstelle gibt es übrigens immer noch nicht, aber zumindest ist mir die Zulage ab 1.1.20 schon mal gewiss.
 
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Es freut mich für Dich, dass Du Deine Zulage ab 01.01.2020 erhältst, aber darum ging es anderen Foristen und mir mit unseren Kommentaren zu Deiner Einstellung, Ansichts- und Verfahrensweise überhaupt nicht(!).

Hier eine kleine Essenz Deiner ersten Beiträge (fett Markierung stammt von mir)...

Durch Zufall habe ich mitbekommen, dass meine Stelle eine Erschwerniszulage von knapp 80€/Monat beinhaltet. Diese wurde mir jedoch nie gezahlt. Den Anspruch hätte ich aber mindestens vom 1.9.19-31.12.19 gehabt, da die Zulage zum 31.12.19 ausgelaufen ist und im Juli eine neue kommt, die dann rückwirkend ab Januar 2020 gezahlt wird. Es geht also insbesondere um die Monate September-Dezember 2019.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Zulage gezahlt werden müsste, da meine Kollegin die auch bekommt und sie die gleiche Tätigkeit wie ich hat. Rechtsschutzversicherung habe ich leider nicht, werde das Ganze dann einfach innerhalb der Verwaltung eskalieren lassen, wenn die tatsächlich blockieren sollten.

Die Zulage bezieht sich meines Wissens auch nur auf die Stadtverwaltung, in der ich arbeite, weswegen ich ziemlich sicher bin, dass ich anspruchsberechtigt bin.

Wenn andere in der exakt selben Tätigkeit die Zulage bekommen, muss ich sie auch bekommen.

Wahrscheinlich überlegen die noch, wie sie jetzt vorgehen sollen. Ich werde denen spätestens Montag nochmal schreiben. Habe von ehemaligen Kommilitonen erfahren, dass die auch nix erhalten haben. Die Stadt ist prinzipiell ein guter Arbeitgeber, aber derartige Schlampereien würden mich erfahrungsgemäß nicht wundern.

Dass die Zulage mir zusteht, ist so gut wie sicher. Ich glaube nicht, dass ich irgendwas übersehen habe.

(…)

Es gibt einen Spruch "Sie tun es immer wieder!"

Voreilige Schlüsse und haltlose Angriffe ("Schlampereien") sind eines Mannes mit zwei Studienabschlüssen unwürdig, jedenfalls dann, wenn er aus dem richtigen Holz geschnitzt ist und etwas auf sich hält.

Über die Bemerkung in Deinem letzten Beitrag...

" Du bist wirklich das Paradebeispiel für den typischen Arbeitnehmer, der sich alles gefallen lässt und es niemals wagen würde, seine Interessen durchzusetzen. "

kann ich nur schmunzeln. Du weißt nichts(!) über mich, weder ob Führungskraft oder Sachbearbeiter im Angestelltenverhältnis, ob Geschäftsführung oder Selbstständigkeit noch kennst Du meine Interessen, rätst mir aber den "Ausbeuterbetrieb" zu wechseln?

Bei einigen der Foristen ist beim Lesen Deiner Beiträge eine Warnlampe angegangen, m. E. zu Recht. Du kannst daraus den Schluss ziehen, dass es oberhalb Deiner bisherigen Berufserfahrung noch einige Dinge zu beachten gibt oder auch nicht. Aber wundere Dich nicht, Du wurdest gewarnt.
 
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Naja aber wieso liest der TE nicht seinen Arbeitsvertrag mit der Gehaltsabrechnung gegen?,
einfach zu faul gewesen das ist meine Meinung dazu. :p

Da kannst sogar vor das Gericht gehen und wenn fuer den Richter schluessig ist das du dir selbst 0 Gedanken dazu gemacht hast, der AG nur mir einer Strafzahlung ans Gericht ausgeht da der AN selbst schuld ist:smokin:
 
Och, der hat seinen Vertrag schon gelesen, nur eben mit der Arroganzbrille auf den Augen. Es geht ja um seine Rechte, nicht um seine Pflichten oder die Rechte des verkalkten ÖD-AGs. Schließlich hat er als einziger den Durchblick und muss den „Schlampern“ erstmal zeigen, was er alles im Studium gelernt hat.

In der freien Wirtschaft landet so jemand meist schnell wieder auf der Straße. Im ÖD schleppt man leider alles mit durch und der TE nutzt das gnadenlos aus. Muss er wissen. Ich persönlich halte von dieser Art „Mensch“ sehr viel Abstand. Ist das beste was man machen kann 🤷🏼‍♂️
 
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Oder in seinem Arbeitsvertrag wird pauschal auf Tarifverträge verwiesen, die wiederum auf andere Tarifvertragsbedingungen verweisen, die dann wiederum an Betriebsvereinbarungen und Optionen gekoppelt sind.


Aus den Beiträgen des TE ziehe ich nicht dieselben Schlüsse wie @Binalog . Vielleicht sind hier aber auch einfach unterschiedliche Stile am Werk. Der TE fällt manchmal in eine eher juristische Wortwahl ("Eskalation"), ohne, dass damit zwingend eine Hooligan-Schlägerei gemeint sein muss. Womöglich kommen jetzt andere Diskussionsteilnehmer aus einem anderen Umfeld, wo wiederum andere Worte andere Bedeutungen haben.
 
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Mal wieder ein Update: Nachdem sich unsere Geschäftsstelle ewig nicht gemeldet hat, habe ich dort angerufen. Es sieht jetzt folgendermaßen aus: Meine Teamleitung hat wohl versäumt, zu melden, dass ich schon im ab September anspruchsberechtigt war. Eine Kollegin erkundigt sich gerade nach Ansprechpartnern, da die Zuständigkeit in dem Fall nicht ganz klar ist, und meldet sich dann bei mir. Mir wurde schon gesagt, dass es evtl. an der Ausschlussfrist scheitern könnte. Mein nächster Schritt wäre dann Personalrat. Der darf dann prüfen, ob die Ausschlussfrist hier überhaupt zumutbar für mich war bzw. ob ich damals schon von der Zulage hätte wissen müssen. Dass ich die neue Zulage ab 1.1.20 rückwirkend bekomme, wurde mir jedoch erneut zugesichert. Jetzt ist also scheinbar meine Teamleitung "schuld" - wirklich einen Vorwurf machen kann ich hier aber nicht, ich hätte es als Teamleitung vermutlich selbst verpennt.
 
Alphadude schrieb:
Mein nächster Schritt wäre dann Personalrat

Bin mir nachwievor nicht sicher ob es die beste Idee ist als "der neue" direkt den Chef mit dem Personalrat zu ärgern.
 
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Natürlich ist das ne superidee. Immerhin hat er verbaselt das ganze fristgemäß zu monieren. Da müssen die ganz schweren Geschütze gezogen werden wenn sich jemand quer stellt.

Er kennt doch seine rechte, er hat schließlich studiert nur selber sich mal informieren über Ansprüche, das muss er nicht, das ist aber für einen Arbeitnehmer natürlich auch nicht zumutbar.
 
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Das ist ÖD. Nicht grundlos sind viele krasse Urteile aus dem ÖD, da es quasi keine Konsequenzen gibt, selbst wenn man seinen AG wild (zu Recht!) verklagt. Und das ist auch okay.

Man muss sich ja nicht grundlos und ständig vom AG über den Tisch ziehen lassen und dann duckmäuserisch sein, weil man Angst hat.
 
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Jemand unterschreibt einen Arbeitsvertrag den dieser jemand nicht (vollständig) gelesen hat und in der PA geschieht ein Fehler und das bedeutet für dich der AG zieht ihn übern Tisch?

Und dann befürwortest du auch noch hier zu klagen?
 
Der Arbeitsvertrag verweist auf ein kompliziertes Tarifgeflecht, welches nicht einmal mehr der Arbeitgeber versteht. Offensichtlich.
 
Ja.

Es gibt bekanntlich nichts kompliziertes auf der Welt als Tarifverträge.
 
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