News Zunehmende Lieferengpässe bei Produkten aus Japan

Geirrödr schrieb:
komisch, wieso importiert man nicht einfach strom von Nachbarländern?

japan schaffte es während des atom unglücks nicht mal den strom von dem laufenden netz im westen/süden in das andere netz einzuspeisen, da sie verschiedene standards haben... wie soll es dann von einem anderen land funktionieren :freak:
 
Richy1981 schrieb:
Ich sehe es bei den Kameras. Mein Vater hat fast 2 Monate auf seine Canon 7d gewartet und selbst die hat er wohl auch nur durch Glück noch bekommen. Jetzt sind bei sehr vielen Produkten rund um die Kamera die Lieferzeiten auf "Open End". Canon hats wohl in diesem Fall wohl auch hammermäßig getroffen (mal abgesehn von den ganzen Menschen da drüben, was natürlich wichtiger ist)

Soweit ich weiss, war in der gesperrten Umgebung um das Fukushima die Stätte, die zur Herstellung der Linsen für die Objektive war. Weiterhin waren wohl auch ein paar andere Werke beeinträchtigt, aber wohl nicht komplett zerstört. Da die unter staubfreien Bedingungen arbeiten müssen, ist ja jeder Riss in so nem Gebäude ne halbe (Produktions-)Katastrophe. Daher die Lieferengpässe bei Canon.

Ich denke auch, dass die Krise in jp den Koreanern und Chinesen in die Hände spielt. Wenn die Japaner aber wieder alles aufgebaut haben (dann ist ja alles neu, man könnte sagen: Komplettsanierung), wird der Markt wieder mit qualitativ hochwertiger ware beliefert werden können.
 
Ja, wenn... - bis dahin wird es aber noch sehr viele Monate dauern.

Das nächste Problem für die Japaner ist, dass sie die Verträge nicht erfüllen können und das führt bestenfalls zu leeren Kassen für den Wiederaufbau - davon abgesehen ist Japan pleite...
 
GabbaHansn schrieb:
da sie verschiedene standards haben
Achso? Kannste das mal genauer erklären? Hab ich noch nichts von gehört...

Robo32 schrieb:
davon abgesehen ist Japan pleite...
Wikipedia: "Die Staatsverschuldung betrug 2009 9,7 Bio. US-Dollar oder 192,1 % des BIP".

Da ist Deutschland mit seinen 2.676 Mrd. US$ ja noch gut dran... :freaky:

So jetzt zum Thema. Mein Gott, dann kostet die HDD nicht mehr 40 sondern 50€. Hier wird ja grade so getan, als ob ihr jeden Tag nen neuen PC zusammenbastelt. Solch eine Ausgabe tätigt man alle paar Jahre mal, also habt euch nicht so...
 
Richy1981 schrieb:
Ich sehe es bei den Kameras. Mein Vater hat fast 2 Monate auf seine Canon 7d gewartet und selbst die hat er wohl auch nur durch Glück noch bekommen. Jetzt sind bei sehr vielen Produkten rund um die Kamera die Lieferzeiten auf "Open End". Canon hats wohl in diesem Fall wohl auch hammermäßig getroffen (mal abgesehn von den ganzen Menschen da drüben, was natürlich wichtiger ist)

Also das ist mir jetzt tatsächlich neu.
Hab erst im letzten Wochende die Kamerabteilung durchgestreift und da war alles da, was da sein sollte.
Die 7D hab ich sogar extra ausprobiert, weil das Teil so übelst groß wirkt :D
Kameras werden hier außerdem recht häufig gekauft, von daher scheint es im Land selbst (Japan)
(noch?) keine Engpässe zu geben. Die Preise sind tatsächlich auch ganz ok.
 
GabbaHansn schrieb:
japan schaffte es während des atom unglücks nicht mal den strom von dem laufenden netz im westen/süden in das andere netz einzuspeisen, da sie verschiedene standards haben... wie soll es dann von einem anderen land funktionieren :freak:

Vollkommen egal was vorne reinkommt, man kann alles auf die gewünschte Spannung und Frequenz transformieren damit man es nutzen kann.
Das ist aber auch ein großer Aufwand und nicht einfach so mal zu machen.
 
Die japanische Staatsverschuldung ist in der Tat enorm hoch.

Da aber die Majorität der Staatsanleihen von Japanern in Japan selbst aufgekauft wurden, kommt diesem Schuldenberg eine ganz andere Bedeutung, nämlich die einer versteckten Inlandsubvention, zu.

Ganz im Ggs. z.B. zu den USamerikanischen Schuldenberg den, seit China sich 2010 aus naheliegenden Gründen sich von einem Großteil seiner usamerikanischer Staatsanleihen getrennt hat nun mehrheitlich Japan finanziert.

Es ist anzunehmen, daß Japan ob der Krise die finanzielle Unterstützung der USA zurückführen wird, ob China dann in die Bresche springt, bleibt abzuwarten.

Die Krise wird, leider, die Billiglohnproduktion in Japan ausweiten, eine weitere Auslagerung einzelner Produktionsfelder Richtung Thailand, Vietnam oder China könnten schlimmstenfalls die Folgen sein.

Die Problematik der Stromversorgung liegt u.a. in der starren Haltung der verschiedenen Stromkonzerne, die auch in Krisenzeiten an keinen runden Tisch zur Lösung der Probleme zu kriegen sind.

Hier wäre m.E., wie bei der Krisenbewältigung in Fukushima, ein Eingreifen der japanische Regierung wünschenswert.
 
Zuletzt bearbeitet:
maksim schrieb:
Hier wäre m.E., wie bei der Krisenbewältigung in Fukushima, ein Eingreifen der japanische Regierung wünschenswert.

Schon, aber das wird nie passieren, denn die sitzt mit im Boot ;)
 
Leider ja, von der Korruption mal ganz zu schweigen.

Ich meinte im Sinne eines idealen Japans, in dem die Volksintressen in Krisenzeiten über matrielle kapitalistische Befindlichkeiten gestellt werden.

Man wird ja noch träumen dürfen. ;)
 
Die Japan Krise halte ich für eine große chance für China mal schauen ob sie diese chance nutzten oder nicht.
Oh, bestimmt gut wenn jetzt wirklich alles aus China kommt. Wer glaubt das es mit China nicht bald zu ernsthaften Problemen kommt liest ausser CB wohl nicht viel.

Aber wir sind ja selbst schuld ....immerschön bei Praktiker, OBI und Co. schön das billigste aus den Regalen zerren.

Ich warte endlich auf den großen Knall damit man mal wieder Planungssicherheit hat.
Japan ist technologisch fortgeschritten die schaffen das schon.
 
swm-kullerkeks schrieb:
Wikipedia: "Die Staatsverschuldung betrug 2009 9,7 Bio. US-Dollar oder 192,1 % des BIP".

Da ist Deutschland mit seinen 2.676 Mrd. US$ ja noch gut dran... :freaky:


Bio. $ = Mrd. $

Das eine is Englisch das andere Deutsch nur so am rande.
 
Ja aber mit diesen Billionen sind 1 Billion=1000 Mrd $ /€ gemeint.Niemand würde sich über 9,7 Mrd Schulden aufregen.Die Bundesrepublik hat ca 2500 Mrd Staatsschulden.Also 2,5 Billionen Das heißt das gesamte Bruttojahresprodukt ca 500 Mrd €, für fünf Jahre wären nur für den Schuldenabbau nötig.Da das aber nicht machbar ist, kann man sagen bei jährlich 100 Mrd € Schuldentilgung,wie es z.Zt. passiert, ist der Staat 25 Jahre verschuldet.Deshalb versucht man krampfhaft auch keine neuen Schulden zu machen.Nutznießer dieser hohen durch Wucherzins verursachten Miesere sind nur die Großbanken.Eigentlich gehört denen der Staat.Das beste Beispiel ist Griechenland.Die Deutsche Bank holt sich das Geld bei der EZB für 1% Zinsen und verleiht es für 12% an Griechenland -Folge: das Land kommt aus Zins und Tilgung nie wieder raus.
Ich hoffe für Japan,das sie sich wieder erholen und nicht an Ihrer Kriese und den Erdbeben- Folgen ersticken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Fabian228 schrieb:
Vollkommen egal was vorne reinkommt, man kann alles auf die gewünschte Spannung und Frequenz transformieren damit man es nutzen kann.
Das ist aber auch ein großer Aufwand und nicht einfach so mal zu machen.

wenn es so ist dann flieg doch rüber und erklär ihnen was sie machen müssen, anscheinend sind sie ja dazu zu blöd! ne also, vielleicht haben sie es derzeit ja eh schon hinbekommen...

genauere infos habe ich auch nicht, da ich erstens nicht vom fach bin, zweitens das im fernsehen war:
Östliches Japan 50 Hz (Tokio, Kawasaki, Sapporo, Yokohama, und Sendai); Westliches Japan 60 Hz (Osaka, Kyoto, Nagoya, Hiroshima). B-Steckdosen mit Schutzkontakt sind unüblich, A-Steckdosen sind deutlich weiter verbreitet.
 
Zurück
Oben