jafp23 sprach von den Billiglösungen. Übrigens hat er sehr exklusive Lautsprecher zu Hause, selbst gebaut.
PoMo schrieb:
warum subwoofer ?
- normalerweise ist der subwoofer nur für die frequenzen verantwortlich die nicht ortbar sind. folglich reicht eine quelle => der subwoofer.
Jau. Nur muss der eben so laut spielen, dass er im allgemeinen Getöse nicht untergeht. Bei 4 zusätzlichen Lautsprechern muss er 12dB lauter spielen als jeder einzelne von diesen, damit es passt. Das bedeutet das 4fache an Leistung. Ist aber nicht unbedingt ein Problem, man macht die Satelliten einfach sehr leise. Ach ne, den Kunden soll ja das Blech wegfliegen...
Also sind die Satelliten laut - was im Zusammenspiel mit dem kleinen Gehäuse zwnagsläufig zu einer hohen unteren Grenzfrequenz und/oder abartig hohem Klirrfaktor führt - und der Subwoofer muss auch gewaltig auslenken (das sieht man ja bei den Systemen sehr gut), damit hoher Klirrfaktor.
PoMo schrieb:
- subwoofer wie wir sie kennen sind prinzipiell aktive subwoofer, das hat den klaren vorteil dass 1. deren integrierter verstärker GENAU auf die membrane und das drumherum ausgerichtet sind => besserer klang, und 2. sie dem verstärker nicht zur last fallen da die tiefen frequenzen doch wohl am meisten leistung brauchen.
Auch hier hast Du Recht. Nur arbeitet der Verstärker in solchen Billigsets mit einem Netztrafo, einem Gleichrichter, einer Energiespeicherstufe. Er wird also genauso belastet wie auch bei einem passiven Subwoofer.
Die Folge ist ein hoher Klirrfaktor, da sind wir schonmal mit dem durch die Chassis erzeugten locker über den 1% >100Hz, die vom SSF (Surround Sound Forum) bei 96dB/1m empfohlen werden.
PoMo schrieb:
- die frequenzen der subwoofer sind so tief dass die wellenlänge recht gross ist und von bedeutung wird. wenn diese frequenzen von 2 verschiedenen quellen ausgehen werden sie sich immer irgendwo aufaddieren und irgendwo aufheben. (wie allgemein bei wellen, hat man ja in physik gelernt). alles was du dagegen tun kannst ist die lautsprecher so positionieren dass sich das signal an dem ort an dem du sitzt weder aufaddiert noch aufhebt. (bedenke dass unterschiedliche frequenzen unterschiedliche wellenlängen haben, da wo die einen sich ok verhalten fangen die anderen an sich aufzuaddieren).
Wenn Du Lust hast, lies Dir dazu mal das hier durch:
http://www.klein-hummel.de/produkte/download/studio/tmt2002.PDF
Wenn Du keine Lust hast, dann soviel: mit mehreren gleichen Bassquellen kann eine kohärente Wellenfront erzeugt werden, die sich gleichmäßig im Raum verteilt. Dann gibt es weit weniger Einbrüche oder Überhöhungen als mit nur einem Subwoofer.
PoMo schrieb:
sowiso, mein sub (der vom concept e mangum), falls ich mal nen 2. haben sollte kann die phase um 180 grad drehen, das gibt immerhin mehr freiraum beim optimalen positionieren. teurere subs können dies sogar stufenlos. ich wette deine super stereo-lautsprecher können das auch. nein ? schade. (hehe, bisschen fies darf man doch sein

)
Die Phasendrehung wird allgemein unterschätzt. Sinnvoll ist die Umschaltung zwischen 0° und 180°, wenn Satellit und Sub bei der Trennfrequenz durch die Filterung jeweils um 180° verdreht sind. Mit dem Positionieren hat das nichts zu tun, damit lässt sich zwar ein eventueller Frequenzgangeinbruch beheben, aber gegen die Laufzeitunterschiede ist die Phasenregelung machtlos.
PoMo schrieb:
ich wette deine super stereo-lautsprecher können das auch. nein ? schade. (hehe, bisschen fies darf man doch sein )
Die brauchen das ja auch nicht.
PoMo schrieb:
obs billiger wird weiss ich nicht, denke das kann man so nicht vergleichen. es muss aber einen grund geben warum auch hersteller wie B&W subwoofer herstellen, bestimmt nicht weil das die kundschaft billiger wird, also muss auch ein technischer vorteil vorhanden sein.
Die Industrie stellt das her, was der Markt verlangt. Und z. Z. verlangt er 5.1 Sets.
PoMo schrieb:
das er meist so hoch getrennt wird, dass er ortbar is is auch klar...
jeder sinnvoller sub (ja, auch meiner) bietet die möglichkeit die trennfrequenz einzustellen, meiner steht zum beispiel auf seinem minimum was 40 Hz wären. (das maximum von 240 Hz leuchtet aber selbst mir nicht ein)
Die Satelliten kommen dummerweise nicht so weit herunter, womit Du dann ein Loch zwischen 50 und 200Hz hast. Bei Film ist das noch akzeptabel, nicht aber bei Musik.
Hab keine Zeit mehr, schreibe gleich ne Klausur. Ich setz mich nachher nochmal dran.
Hmm, das war wohl nichts. Egal, same procedure next year.
Jetzt weiter.
PoMo schrieb:
also muss auch ein technischer vorteil vorhanden sein. ich denke unter anderem dass tiefere frequenzen mit subs ereichbar sind (generell).
Der technische Vorteil liegt ganz alleine darin, dass die Satelliten so von schwerer Tieftonarbeit entlastet werden.
Tiefe Töne erfordern große Membranhübe, das erhöht den Klirrfaktor. Weiter gibt es, gerade bei Breitbändern oder 2-Wege-Lautsprechern, hohe Intermodulations- (eine hohe Frequenz wird mit einer tiefen moduliert) und Dopplerverzerrungen (bewegt sich die Membran mit einer tiefen Frequenz nach vorne und soll gleichzeitig noch eine hohe abstrahlen, wird diese künstlich nach oben verschoben; bewegt sich die Membran zurück, verschiebt sie sich nach unten; auch bekannt als Dopplereffekt), die Hörschwelle für diese liegt sehr niedrig.
Oberhalb von 100Hz verringert sich der Membranhub sehr stark (es sei denn, man nutzt wieder unnötig kleine Membrane), der Bereich ist also nicht mehr kritisch.
Der schwierige untere Bereich wird durch ein größeres, darauf spezialisiertes Chassis abgedeckt. Man verringert also die Intermodulations- und Dopplerverzerrungen sehr stark.
Ob der Klirrfaktor verringert wird hängt von der Größe der verwendeten Subwoofermembran ab.
Durch einen großzügig bemessenen 3-Wege-Lautsprecher - der noch nicht mal besonders groß sein muss, wenn man sich mit Bassreflex zufrieden gibt - lässt sich das aber auch hinbekommen und hat gleichzeitig noch den Vorteil, dass man den Bass nicht an das System anpassen muss, weil der Entwickler das ja hoffentlich vorher gemacht hat.
Natürlich ist es an einem aktiven Subwoofer angenehm, die Lautstärke den Hörbedingungen anzupassen, das könnte man aber durch geeignete Equalizer-Schaltungen im Verstärker auch bewerkstelligen. Leider gibt es die viel zu selten.
das er meist so hoch getrennt wird, dass er ortbar is is auch klar...
jeder sinnvoller sub (ja, auch meiner) bietet die möglichkeit die trennfrequenz einzustellen, meiner steht zum beispiel auf seinem minimum was 40 Hz wären. (das maximum von 240 Hz leuchtet aber selbst mir nicht ein)
PoMo schrieb:
1. alle satelliten von 5.1 sets aus plastik bestehen
Hat er nicht, er sprach ausdrücklich von Billigsets.
PoMo schrieb:
2. es keine stereo-lautpsrecher aus plastik gibt.
Hat er ebenfalls nicht.
PoMo schrieb:
und warum lieblos ? ich finde da nichts liebloses an meinen satelliten.
Warum auch? Plastik ist wunderbar einfach zu verarbeiten, inzwischen gibt es auch sehr viele Materialien, die sich wunderbar für den Boxenbau eignen.
Hat auch Vorteile gegenüber Holz: man kann das Gehäuse so gestalten, wie man will, also komplett nach akustischen Gesichtpunkten, z. B. ne abgerundete Schallwand mit Waveguides, um die Richtwirkung im HT/MT-Bereich zu beeinflussen. Die Monitore O300 und O500 der Firma Klein-Hummel - das ist die mit dem Link weiter oben - haben eine Schallwand aus Kunststoff.
jafp23 schrieb:
----> fazit musik vernünftig nur mit stereoboxen oder Kopfhörern (preistip)
in moderat preislichem rahmen realisierbar
Korrigieren wir das etwas: Musik ist nur vernünftig über ausreichend groß bemessene Lautsprecher, die auf einen Subwoofer verzichten können. Das schließt Mehrkanal nicht aus.
So, das wars. Kann mans noch lesen?
Gruß
Morgoth