News : Gigabyte bringt „Solid State Storage“-Karte

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Bereits vor einer Woche stellte Samsung eine erste Festplatte auf Basis der „Solid State“-Technologie vor, die vollkommen auf mechanische Teile verzichten kann. Als Speicher dienen hier mehrere Flashspeicherchips. Mainboardhersteller Gigabyte bringt nun eine Addon-Karte auf den Markt, die ein ähnliches Konzept verfolgt.

Diese Zusatzkarte, die heute erstmals auf der Computex-Messe in Taipei zu sehen war, ist eigentlich nichts anderes als eine normale 32-Bit-PCI-Karte, auf der vier DDR-Speicher-Slots verlötet sind. Hat man in diese Steckplätze RAM-Module platziert, sorgt ein spezieller „Übersetzungs“-Chip dafür, dass diese Module als Festplatte erkannt werden. Dazu wird die Zusatzkarte an einen S-ATA-Controller des Mainboards angeschlossen. Die „Solid State Storage“-Karte meldet sich daraufhin unter Windows als ganz normale Festplatte.

„Solid State Storage“-Karte
„Solid State Storage“-Karte

Die Stromversorgung übernimmt während des Betriebs der PCI-Slot; Daten werden über diesen aber nicht transportiert. Da die Speichermodule ohne Stromzufuhr sofort die darauf gespeicherten Daten verlieren, dachte sich Gigabyte einen kleinen Trick aus. So verpasste man der Karte ein Batterie-Pack, das die bis zu vier RAM-Module mit Strom versorgt, wenn der PC nicht eingeschaltet ist. Die dort drin verbauten Akkumulatoren schaffen es bis zu 16 Stunden, die Daten auf den Modulen zu halten. Läuft der PC, wird der Akku automatisch aufgeladen.

Batterie-Pack
Batterie-Pack

Und was ist nun der Vorteil an einer solchen Speichermethode? Ganz einfach: Während normale Festplatten mehrere Millisekunden brauchen, um Daten zu finden, benötigt ein solches Speichermedium nur einige Nanosekunden. Nachteilig ist natürlich, dass die Daten nach 16 Stunden wieder vom Datenträger verschwinden. Wichtige Daten kann man darauf über kurz oder lang also nicht speichern, zu groß ist die Chance, dass sie verloren gehen. Kosten soll diese Zusatzkarte übrigens nur knapp 50 US-Dollar. Weitere Informationen gibt es direkt bei den Kollegen von Anandtech.