News : Software-Gurus entwickeln TV-Portal

, 21 Kommentare

Mit Niklas Zennström und Janus Friis widmen sich zwei der begabtesten Softwareentwickler neuerdings der Entwicklung einer Web-TV-Plattform. Dies will das US-Magazin Business Week aus eingeweihten Kreisen erfahren haben.

Unter dem geheimnisvollen internen Projektnamen „The Venice Project“ läuft demnach unter Hochdruck die Entwicklung einer neuartigen Online-Video-Plattform, mit Hilfe derer die Väter von Kazaa und Skype einen weiteren, bedeutenden Coup in der Welt der Applikationen landen wollen. Dazu haben die beiden Masterminds dem Bericht zufolge bereits ein solides Entwickler-Team, das neben New York und London auch in Venedig tätig ist, versammelt und könnten bereits im Herbst mit einer ersten Erklärung zum Venice Project herauskommen.

Bis dato ist dementsprechend herzlich wenig über den genauen Inhalt des Projektes bekannt. Fest steht, dass Zennström und Friis augenscheinlich einen kostenpflichtigen Videodienst anbieten wollen, der unter anderem auch US-TV-Serien im Angebot haben soll. Neben der eigentlichen Entwicklung dürfte die Beschaffung des Contents dabei eine weitere Haupttätigkeit darstellen, da man selbstredend die rechtlichen Scherereien, die Kazaa seiner Zeit mit dem innovativen, doch juristisch bedenklichen Filesharing-Service verursachte, beim Venice Project von vorneherein vermeiden möchte. Vor diesem Hintergrund erscheint es möglich, dass die Verhandlungsführer bei den TV-Sendern eher auf Gehör stoßen werden als bei der vom Filesharing und dem Medium Internet generell gebeutelten Filmindustrie.

Mit wem genau über was verhandelt wird und wie der Service letztlich zu welchen Konditionen starten wird, ist also unklar. Auch nach dem „wann“ kann derzeit wohl noch nicht gefragt werden, da die Entwicklung und die Lizenzverhandlungen offenbar noch in den Kinderschuhen stecken. Bei eBay, den Quasi-Vorgesetzten der Skype-Mogule, unterstützt man offiziell die Entwicklung von neuen Anwendungen durch die beiden Chefentwickler, da beide zudem weiterhin hauptberuflich für Skype arbeiten, was dem Bericht der Business Week Authentizität verschafft. eBay hat Skype im September vergangenen Jahres für drei Milliarden US-Dollar aufgekauft.