News : Umsatz mit Musik-Downloads legt deutlich zu

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2008 laden sich die Deutschen mehr Musik aus dem Internet herunter als jemals zuvor. Der Umsatz mit Downloads auf den Computer klettert laut einer im Auftrag des Branchenverbandes BITKOM durchgeführten Erhebung voraussichtlich auf 78 Millionen Euro.

Im Vergleich zu 2007 wächst der Markt damit um rund 30 Prozent. Damals wurden 60 Millionen Euro umgesetzt. Bereits im ersten Halbjahr 2008 haben sich die Deutschen Musik für 39 Millionen Euro auf ihre PCs heruntergeladen. Im Vorjahreszeitraum waren es erst 27 Millionen Euro. Auch bei den Stückzahlen rechnet man beim Bitkom mit einem Plus. Die Anzahl der Downloads steigt 2008 auf etwa 38 Millionen Einzelsongs und Alben. Das sind zehn Prozent mehr als im Vorjahr (34,4 Millionen Stück). Basis der Prognose ist ebenfalls der Geschäftsverlauf in der ersten Jahreshälfte. Zwischen Januar und Juni dieses Jahres wurden bereits 19 Millionen Songs und Alben heruntergeladen. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum 2007 lag der Wert bei 15,7 Millionen.

Umsatz Musik-Downloads 2008
Umsatz Musik-Downloads 2008

Längst begeistern sich nicht nur junge PC-Nutzer für Songs aus dem Internet. Mehr als jeder zweite Kunde (55 Prozent) war im ersten Halbjahr 2008 älter als 29 Jahre. Männer nutzen den digitalen Musikmarkt nach wie vor stärker als Frauen – sie laden sechs von zehn Dateien herunter. Einzelsongs kosten im Download derzeit laut Bitkom im Durchschnitt 1,84 Euro.

Grundlage der Angaben ist eine Erhebung des Marktforschungsinstituts GfK – berücksichtigt wurden sowohl Einzelsongs als auch komplette Alben.

28 Kommentare
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Ergänzungen aus der Community

  • greevez 06.10.2008 13:07
    Leider gewinnt man trotz steigendem Ab- und Umsatz immer wieder den Eindruck, dass nicht nur die Musikverlage dauerhaft unzufrieden sind, sondern inzwischen auch die Vereinigung der Musikkünstler. Jüngste Forderungen nach höheren Abgaben (von 9.1 US Cent auf 15 US Cent) wurden vor dem Wochenende jedoch jäh abgeschmettert. Marktführer Apple hatte damit gedroht seinen eigenen Downloaddienst iTunes Store abzuschalten, sollten höhere Abgaben auf sie umgelegt werden.

    Ich empfinde es als durchaus akzeptabel hierzulande 99 Euro Cent für einen Einzeltitel im iTunes Store zu entrichten, wovon ein nicht unmerklicher Teil mittlerweile DRM-frei und mit 256kBit/s codiert ist. Für die Vielzahl der Benutzer ist diese Qualität auch absolut ausreichend. Die wenigsten Menschen verfügen über entsprechende Wiedergabegeräte, die eine qualitativ bessere Wiedergabe überhaupt zulassen. Insbesondere die Bequemlichkeit und die Tatsache, dass sie im Vergleich zur herkömmlichen Maxi-Single mehr Musik für das gleiche Geld bekommen, werden die entscheidenden Faktoren für den Wachstum dieses Marktes, speziell im Falle des iTS, sein. Begünstigt wird das durch wenig verbraucherfreundliche Aufgaben anderer Musikdienste wie SONYs CONNECT bzw. zuletzt YAHOOs Music Store, sowie entsprechender Vermarktung. Ich bin sehr gespannt, wie NOKIA sich mit dem eigenen Music Store entwickeln wird. Allerdings denke ich, dass deren Schicksal längst besiegelt ist...
  • greevez 06.10.2008 18:06
    Seitdem ich weiss das Apple für einen Song für unter 10c kauft und für 1€ weitergibt kann ich auf Downloads verzichten. Bullet Tooth
    Tatsächlich? Dann kannst Du dies sicher auch mit einer Quelle belegen. Offiziell sieht das nämlich ganz anders aus: Apple muss von den 99 US Cent für einen Einzelsong 70 Cent an das Label abführen, die wiederum 9,1 US Cent an die Produzenten/Künstler weiterreichen müssen.