News : Opera Unite integriert Webserver in Browser

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Die heute veröffentlichte Vorabversion des Browsers Opera 10 kommt mit einem neuen Feature daher: Opera Unite. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um einen in den Browser integrierten Webserver, auf dem sich per Mausklick verschiedene Services – zum Beispiel zum File-Sharing oder Musikhören – installieren lassen.

Der Service File-Sharing erlaubt das Freigeben einzelner Verzeichnisse im Internet. Wahlweise können die Allgemeinheit oder Freunde darauf zugreifen. Auf dem Fridge können Besucher analog zu einem physischen Kühlschrank Notizen hinterlassen. Der Media Player ermöglicht das Abspielen von Musik direkt im Browser. Photo-Sharing erlaubt das Einrichten einer Bildergalerie. Bei The Lounge handelt es sich um eine Chatanwendung. Der Web Server dient im Gegensatz zu der File-Sharing-Anwendung zum Ausliefern von Websites anstatt einzelner Dateien. Die Community soll zukünftig weitere Services beisteuern, die aus klassischen Web-Technologien wie HTML, CSS und JavaScript bestehen – letzteres kommt jedoch sowohl client- als auch server-seitig zum Einsatz.

Besucher können auf die Opera-Unite-Services eines Benutzers unter der Adresse http://DEVICE.USERNAME.operaunite.com/ zugreifen. Damit der Benutzer in seinem Router keine Port-Forwarding-Regeln zum Umgehen von NAT-Problemen einrichten muss, versucht Opera mittels Universal Plug and Play einen Port zu öffnen. Alternativ wird der Datenverkehr durch Proxyserver von Opera geleitet. Gespeichert werden die angebotenen Daten lediglich auf dem lokalen Computer des Benutzers, so dass Besucher darauf nur dann zugreifen können, wenn jener seinen Computer angeschaltet und Opera gestartet hat.

YouTube-Video: Opera Unite

Opera Unite verfolgt also im Vergleich zu Portalen wie Flickr, YouTube oder Blogger einen dezentralen Ansatz zum Bereitstellen von Inhalten. Benutzer müssen Dateien nicht auf den Server des Anbieters hochladen, sondern können die Dateien auf ihrem lokalen Computer belassen. Bei den üblichen Internetanschlüssen für Endanwender könnte die Upload-Übertragungsrate dabei zum Flaschenhals werden. Ob sich Opera Unite durchsetzt, werden letztendlich die von Dritten beigesteuerten Services entscheiden. Den Grundstein hat Opera gelegt – die Betaversion funktionierte in unserem kurzen Test zuverlässig.

Downloads

  • Opera

    4,5 Sterne

    Alternativer Browser, nutzt ab Version 15 die von Chrome bekannte Rendering-Engine Blink.

    • Version 41.0.2353.69 Deutsch
    • Version 12.18 Deutsch
    • Version 12.16, Linux, macOS