HDCP-Master-Key entschlüsselt

Patrick Bellmer
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Der für die Herstellung von HDCP-Entschlüsselungschips benötigte Master-Key ist geknackt. Dies bestätigte Intels Pressesprecher Tom Waldrop in einem Interview. Somit ließe sich die entsprechende Hardware ohne die normalerweise fälligen Lizenz-Gebühren bauen und verkaufen.

Der Key – eine aus 56-Bit-Zahlen bestehende 40×40-Matrix – entschlüsselt in sogenannten HDCP-Source-Geräten wie Blu-ray-Playern die Daten und sendet sie dann an Fernseher, Monitore oder andere HDCP-Sink-Geräte. Laut Intel kann die Entschlüsselung mittels des Keys aber nur per Hardware durchgeführt werden, eine reine Software-Lösung ist auf dieser Basis nicht möglich. Unternehmen, die auf diesem Wege versuchen würden Geräte herzustellen oder zu verkaufen, würden laut Waldrop rechtliche Schritte seitens Intel drohen.

HDCP – High-bandwidth Digital Content Protection – kommt überwiegend bei Blu-ray Discs und PayTV-Angeboten zum Einsatz. Die Inhalte werden nur dann angezeigt, wenn die Sicherheitskette bestehend aus HDCP-fähigen Abspiel- und Anzeigegeräten geschlossen ist. Ist zum Beispiel ein Fernseher oder Monitor nicht HDCP-kompatibel, erfolgt keine Anzeige der Inhalte.

Wir bedanken uns bei unserem Leser Thorsten K. für den Hinweis!

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