News : Microsoft plant eigenen Streaming-Dienst für Spiele

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Das Streamen von Spielen könnte sich mittelfristig als weiteres Feature der Next-Gen-Konsolen entpuppen. Während Sony schon länger mit dem Dienst Gaikai an entsprechenden Fähigkeiten arbeitet, scheint auch Microsoft nachgezogen zu haben.

Unter Berufung auf interne Quellen berichtet The Verge, dass Microsoft in geschlossener Runde eine Version von Halo 4 gezeigt habe, die sowohl auf einem „low-end hybrid PC“ als auch auf ein Smartphone mit Windows Phone 8, das Nokia Lumia 520 mit via Adapter angeschlossenem Xbox-Controller, Cloud-gestützt gestreamt wurde. Auf beiden Geräten soll eine flüssige Spielerfahrung bei einer konstanten Latenz von 45 Millisekunden möglich gewesen sein. Betont wurde dabei, dass es sich bei der Vorführung um einen Prototypen gehandelt habe, der noch über keine offizielle Bezeichnung verfügt. Ob manuell von einer Xbox One gestreamt werden muss oder tatsächlich nur Cloud-Server für die Berechnung des Spiels zuständig sind, ist noch unklar.

Mit einer derartigen Technologie reagiert der Konzern offenbar auf den Aufkauf von Gaikai durch Sony. Damit will das japanische Unternehmen ebenfalls Konsolen-Spiele streamen und auf diese Weise ältere, architekturbedingt nicht auf der PlayStation 4 spielbare Titel anbieten Gleichzeitig würde Microsoft mit einem derartigen Dienst weiter am eigenen Modern-UI-Ökosystem arbeiten, das dann auch hinsichtlich der nutzbaren Spieler (Hardware-)Barrieren abbauen könnte. Der Umbau zum Service allerdings ist auch bei Sony bereits eine Option – wenngleich mit potentiell weniger Einschränkungen bei den kompatiblen Endgeräten.

Anfang des Jahres ist mit Nvidia auch ein prominenter Hersteller von Hardware für Spieler auf den Zug Cloud-Gaming aufgesprungen. Unter der Bezeichnung „Grid“ bietet Nvidia auf die Berechnung von Spielen in der Cloud optimierte Server mit bis zu zwölf GPUs samt zugehöriger Software an. Ein Rack mit 20 Servern und 240 GPUs erreicht den Angaben von Nvidia zufolge eine Rechenleistung von rund 200 Teraflops, was ungefähr der Leistung von 700 Xbox 360 entspricht.