News : Windows XP wird für Microsoft zum Problem

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Was uns aktuell Sorgen bereitet, sind neben den Privatanwendern die vielen Windows-XP-Rechner in Firmen mit 5 bis 250 Mitarbeitern“, fasst Oliver Gürtler, Leiter Geschäftsbereich Windows, den aktuellen Stand zum Umstieg von Windows XP zusammen. Es wird klar, die Sorgen sind groß. Windows XP wird für Microsoft zum Problem.

Weltweit werden noch immer knapp 30 Prozent aller Webseitenaufrufe von Rechnern mit Windows XP getätigt. Unter Berücksichtigung der Rechner, die zwar im Einsatz sind, aber nicht zum Surfen verwendet werden, dürfte der Anteil noch höher liegen. Und das nur einen Monat vor dem Ende der Laufbahn von Windows XP am 8. April 2014.

Mit der Weiternutzung von Windows XP nach dem 8. April 2014 riskieren Unternehmen nicht nur ihre eigenen, sondern auch die Daten ihrer Kunden und Geschäftspartner“, lässt Microsoft in einer eigens zu diesem Zweck einberufenen Presseveranstaltung zur CeBIT 2014 erneut verkünden. Und offen wie nie zuvor gibt der Konzern zu: damit hat auch Microsoft ein Problem.

Von Journalisten darauf angesprochen, dass die Ursache für zukünftige Sicherheitsprobleme schnell bei Microsoft gesucht werden wird, auch wenn das System nach dreizehn Jahren offiziell ausgelaufen ist, gibt Gürtler unverhohlen zu: „Da streuen sie Salz mit Tabasco in eine offene Wunde“. Und weiter: „Wir machen uns keine Illusionen: Wenn was schief geht, sind wir schuld.

Dass der Konzern es nach einer Verlängerung des Supports um drei Jahre, unzählige Erinnerungen an Partner, Hinweisen auf die Anfälligkeit im Vergleich zu Windows 8 und tatkräftiger Hilfestellung nicht geschafft hat, mehr Anwender und insbesondere Unternehmen rechtzeitig zum Wechsel auf ein neues Betriebssystem zu animieren, lässt Microsoft einen Monat vor dem Aus fast hilflos zurück.

Noch einen Aufschub wird es aber nicht geben. „Das ist das Ende – ohne Netz und doppelten Boden“, unterstreicht Gürtler. Der Countdown unter endofxpsupport.com zählt noch 28 Tage.

Noch 28 Tage bis zum Aus von Windows XP
Noch 28 Tage bis zum Aus von Windows XP

Eine abschließende Warnung richtet Microsoft an alle Nutzer, denen Drittanbieter versprechen, die Sicherheit des Systems auch über den 8. April 2014 hinaus zu gewähren: „Das ist ein Trugschluss!“ Das gilt auch in Bezug auf die Microsoft Security Essentials für Unternehmen, deren Support der Konzern noch einmal um ein Jahr verlängert hat. „Aber auch damit sind sie nicht absolut sicher“, mahnt Gürtler.

Aktuellen Planungen zufolge wird Microsoft Windows 7 bis zum 14. Januar 2020 und Windows 8 (inklusive Windows 8.1) bis zum 10. Januar 2023 unterstützen.