Eizo Gaming-Monitor mit geringem Input Lag und IPS

Michael Günsch
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Entgegen dem Trend hoher Bildwiederholraten, G-Sync und TN-Panel bei Gaming-Monitoren setzt Eizo mit dem Foris FS2434 auf ein IPS-Panel mit 60 Hertz und eine besonders kurze Latenzzeit: Laut Hersteller beträgt der sogenannte Input Lag lediglich 0,05 Frames und sei somit nicht wahrnehmbar.

Hierfür setzt Eizo nach eigenen Angaben eine schnelle Elektronik ein, damit die Aktionen des Spielers ohne merklichen Zeitversatz auf dem Bildschirm dargestellt werden. Dank Overdrive liegt die Reaktionszeit des entspiegelten IPS-Panels bei 4,9 Millisekunden; TN-Panels erreichen deutlich geringere Werte. Im Gegenzug bietet IPS größere Blickwinkel ohne hohe Einbrüche bei Farben und Kontrast.

Eizo Foris FS2434

Neben zwei HDMI-Eingängen, DVI und VGA besitzt der Monitor integrierte Lautsprecher, zwei Audio-Ausgänge sowie ein USB-Hub. Per Sensor wird die Helligkeit automatisch an das Umgebungslicht angepasst; eine manuelle Einstellung ist ebenfalls möglich. Darüber hinaus werden spezielle Modi für Spieler geboten, mit denen beispielsweise dunkle Szenen aufgehellt oder Farbtöne für bessere Sichtbarkeit angepasst werden. Mittels der mitgelieferten Software „G-Ignition“ lässt sich für jede Anwendung ein passendes Profil erstellen.

Anfang August soll der Eizo Foris FS2434 zum empfohlenen Verkaufspreis von 299 Euro erhältlich sein. Wie für den Hersteller typisch beträgt der Garantiezeitraum inklusive Vor-Ort-Austauschservice überdurchschnittliche fünf Jahre. Die Garantie ist dabei zwar auf eine Nutzungszeit von 30.000 Stunden ab Kaufdatum beschränkt, allerdings entspricht dies selbst bei Dauerbetrieb fast 3,5 Jahren.

Eizo Foris FS2434
LCD-Panel IPS (matt)
Backlight LED
Diagonale 23,8 Zoll (60 cm)
Auflösung 1.920 × 1.080 (60 Hz)
Seitenverhältnis 16:9
Kontrast (statisch) 1.000:1
Helligkeit 250 cd/m²
Farbtiefe 16,7 Mio. Farben (8 Bit pro Kanal)
Blickwinkel (horizontal/vertikal) 178°/178°
Reaktionszeit 4,9 ms (Grau-zu-Grau)
Videoeingänge DVI, 2 × HDMI, VGA
Audio Lautsprecher (2 × 0,5 W), Line out, Kopfhörerausgang
Ergonomie Display neigbar (25°), drehbar (344°), höhenverstellbar (60 mm)
Leistungsaufnahme Betrieb: 15 W (typ.) / 46 W (max.), Standby: k. A.
Sonstiges Fernbedienung, USB-3.0-Hub (2 Ports), Helligkeitssensor, VESA-Halterung (100 mm), 5 Jahre Vor-Ort-Austauschservice
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Themen:
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    … schreibt seit 2009 über PC-Hardware wie Grafikkarten, Monitore und SSDs sowie über Forschung, Spiele und Wirtschaft.

Ergänzungen aus der Community

  • MountWalker 12.06.2014 13:56
    Vergleiche das mal mit einem TV Bild aund +-50ms versetzte Sprache, ... "Tronx, post: 15833797
    Tut mir leid, dir das jetzt so sagen zu müssen, aber imho hast du dich da um eine Nullstelle vertan. +-500 ms würde jeder bemerken - aber 50 ms Input-Lag ist gar nichts. Was nur bei dieser ganzen Inputlag-Diskussion immer wieder vergessen wird, ist, dass es um die gesamte Zeit geht, die zwischen "Tastaturtaste löst Signal aus" und "Pixel verfärbt sich" verstreicht - was eben sehr viel mehr ist, als das Monitorlag. Ich hab vor Jahren mal einen Ars Technica Artikel gelesen, in dem gesagt wurde, 100 ms Input-Lag seien das, was niemand bemerkt. Mehr als 120 ms merken die meisten - so und nun steht da ein Monitorverzögerungswert, der viel niedriger ist und völlig unterschlägt, dass schon allein durchs Rechnen, aber auch durch die Signalwege Verzögerungen auftreten. Anfang der 2000er hatten Gamer USB-Mäuse verweigert, weil manche USB-Treiber zu viel "gelaggt" haben, nur mal so als Beispiel. Die Spielengine kann auch unterschiedlich lange brauchen. Idtech und Unreal haben kaum Verzögerung - die werden halt auch für Spiele gemacht, die man schnell spielt. The Elder Scrolls Einzelspielerserie hat schon deutlich mehr Verzögerung und wenn man in Oblivion in die 3. Person Ansicht wechselt wird die Verzögerung durch die Spielengine so groß, dass das in Kombination mit einem deutlich langsameren als dem in der News beschriebenen Monitor* fast jeder merkt - komischerweise nicht in der Ego-Perspektive, da ist die Engine flotter.

    Input-Lag ist also ein thema, das von der Gesamtkonstellation und beiw eitem nicht nur vom Monitor abhängt.

    @ in der News vorgesteller Monitor

    Wenn 0,05 Frames Verzögerung mit Override schaffen, ist das absolut beachtlich und imho wäre damit "Input-Lag" kein Thema mehr.
  • Infi 12.06.2014 14:13
    Designmäßig sind die aber irgendwie in den 90ern hängen geblieben. "FuXxMiTdOpPeLX, post: 15833980
    und das ist gut so, ein monitor braucht keine kurven, und schon gar keinen klavierlack.