PowerVR Series7 : Bessere und effizientere Grafik für Smartphones

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PowerVR Series7: Bessere und effizientere Grafik für Smartphones
Bild: Imagination Tech

Imagination Technologies stellt eine neue Generation der vor allem für Smartphones und Tablets entwickelten PowerVR-GPUs vor. An der Spitze erreicht die Serie 7XT mit bis zu 1,5 Teraflops neue Höhen. Die 7XE-Reihe ist für günstigere oder besonders kompakte Geräte bestimmt.

Gegenüber der Series6XT soll die neue Series7XT bei gleichem Takt um bis zu 60 Prozent schneller arbeiten. Die Modellpalette reicht von der GT7200 mit zwei Unified Shading Cluster (USC) bis hin zum Flaggschiff GT7900 mit 16 USC. Die Rechenleistung soll von 100 Gigaflops bis hin zu 1,5 Teraflops skalieren – die Werte gelten allerdings nur bei Gleitkommaberechnungen mit halber Genauigkeit (FP16).

Die architektonische Basis ist bei allen Modellen gleich: Pro Cluster kommen 16 Pipelines mit je zwei FP32-ALUs und vier FP16-ALUs zum Einsatz. Letztere benötigen weniger Strom und bieten für niedrigere Aufgaben eine ausreichende Genauigkeit. Eine FP64-ALU für besonders anspruchsvolle Anwendungen im „supercomputing-style“ soll sich optional in das Design einbinden lassen.

PowerVR Series7XT Unified Shading Cluster
PowerVR Series7XT Unified Shading Cluster (Bild: Imagination Tech)
Architektur der PowerVR Series7XT
Architektur der PowerVR Series7XT (Bild: Imagination Tech)
GPU USC ALU (FP32) ALU (FP16)
GT7900 16 512 1.024
GT7800 8 256 512
GT7600 6 192 384
GT7400 4 128 256
GT7200 2 64 128

Bei der für die Einstiegsklasse bestimmten Series7XE gibt es die FP64-Option nicht. Der Aufbau des USC-Arrays ist ansonsten identisch. Allerdings ist im Falle des kleinsten Modells GE7400 der Cluster auf acht Pipelines und 16 FP32-ALUs halbiert.

PowerVR Series7XE Unified Shading Cluster
PowerVR Series7XE Unified Shading Cluster (Bild: Imagination Tech)
Architektur der PowerVR Series7XE
Architektur der PowerVR Series7XE (Bild: Imagination Tech)
GPU USC ALU (FP32) ALU (FP16)
GE7800 1 32 64
GE7400 1/2 16 32

Gegenüber den Vorgängern der Series6 verspricht Imagination nicht nur Verbesserungen bei Leistung und Effizienz sondern auch neue Funktionen. Die Series7XT bringt unter anderem native Unterstützung für Tessellation und 10-Bit-YUV mit sich, bei der Series7XE sind diese Funktionen optional möglich. Außerdem wird von der XT-Serie optional das Feature-Pack von DirectX 11 sowie OpenCL FP64 geboten. Die XE-Serie wird als kleinste GPU der Welt mit Unterstützung des Android Extension Pack (AEP) beworben. AEP hat Google mit Android 5.0 Lollipop eingeführt. Ferner sollen Energieverwaltung und Kompressionsverfahren verbessert worden sein.

PowerVR Series7 unterstützt Tessellation
PowerVR Series7 unterstützt Tessellation (Bild: Imagination Tech)

Als Einsatzgebiete sieht der Hersteller für die leistungsstarke Series7XT neben Smartphones und Tablets auch Smart-TVs und Set-Top-Boxen, Spielekonsolen, Laptops und Navigationssysteme. Die sparsame Series7XE soll unter anderem in Smartphones und Tablets der Einstiegsklasse, Fernsehern und IoT-Geräten Verwendung finden.

Die neuen GPUs stehen zur Integration in SoCs von Partnerunternehmen zur Verfügung. Im Laufe des kommenden Jahres ist mit ersten Endprodukten auf deren Basis zu rechnen. Es ist zu erwarten, dass unter anderem Apple die neuen GPUs bei kommenden iPads einsetzen wird. Im A8X-SoC des iPad Air 2 kommt noch die PowerVR-GPU GX6650 zum Einsatz.