Markttag : Viele 3D-Fernseher, kaum 3D-Monitore

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Markttag: Viele 3D-Fernseher, kaum 3D-Monitore
Bild: LG (CC BY 2.0)

Samstag ist Markttag. ComputerBase wirft einen Blick auf wesentliche Entwicklungen auf dem Markt für IT und Consumer Electronics – kurz- wie auch langfristig. An diesem Markttag gibt die Redaktion einen Überblick über die verschiedenen 3D-fähigen Fernseher und Monitore am Markt.

Zu Beginn dieser Dekade ging eine Welle der Begeisterung durch die Technikmedienlandschaft, denn mit dem im Jahr 2009 veröffentlichten Film Avatar wurde die 3D-Technik weitläufig bekannt und von Hardwareherstellern beachtet. Seitdem sind einige Jahre ins Land gegangen, so dass sich eine Bestandsaufnahme an entsprechenden Angeboten anbietet.

Die größte Praxisrelevanz hat diese Technik bei Fernsehern, eingeschränkt findet sie auch im Bereich der PC-Monitore Verwendung. Beiden Gruppen ist gemeinsam, dass sie technisch in der Regel Stereodisplays sind. Es werden dabei 2D-Techniken eingesetzt, die durch das Senden unterschiedlicher Informationen an die menschlichen Augen einen räumlichen Eindruck erzeugen. Für echte 3D-Funktionalität bedürfte es hingegen eines holographischen, eines Volumen- oder Sphären-Displays.

Panasonics 3D-TVs und Shutterbrille
Panasonics 3D-TVs und Shutterbrille

Zurück zu dem zweidimensionalen Ansatz. Dieser ist nur mit 3D-Brillen möglich, wobei es zwei unterschiedliche Ansätze gibt – den „aktiven“ und den „passiven“. Beim aktiven wird der Bildschirm mit einer aktiven Shutterbrille – batteriebetrieben – betrachtet. Diese dunkelt mit hoher Frequenz abwechselnd das linke und das rechte Auge ab, wodurch ein räumlicher Eindruck entsteht und gleichzeitig 3D in Full-HD möglich ist. Als Nachteil zeigen sich jedoch das immer noch partiell vorhandene Flimmern bei hellen Hintergründen sowie der höhere Preis. Beim „passiven“ Ansatz werden Polfilterbrillen genutzt, bei denen die einzelnen Brillengläser nur entsprechend polarisierte Bilder durchlassen. Das ist einerseits kostengünstiger und sehr flimmerarm, andererseits leidet die wahrgenommene Auflösung des wiedergegebenen 3D-Materials in der Horizontalen. Das liegt daran, dass das Wiedergabegerät gleichzeitig Bilder für das linke und das rechte Auge erzeugen muss, wodurch die Auflösung horizontal halbiert wird und man Abstriche beim Detailreichtum machen muss. Mit steigenden Bildschirmauflösungen – Stichwort UHD-Displays mit 3.840 × 2.160 Pixeln – wird dieses Problem gelindert, besteht grundsätzlich aber weiterhin.

Im Handel liegt der Fokus der Hersteller auf Fernsehern. Von 1.878 angebotenen Produkten haben 791 Modelle passive oder aktive 3D-Fähigkeit aufzuweisen. Bei Computermonitoren hingegen sind derzeit nur zwölf verschiedene Modelle gelistet. Bei einem Gesamtangebot von 1.406 Displays spiegelt dies die geringe praktische Relevanz der Technik für den PC wider.

Preislich betrachtet bekommt man Fernseher namhafter Hersteller mit aktiver 3D-Technik ab 333 Euro. Wenn auch eine entsprechende Brille dabei sein soll, muss mindestens mit 360 Euro gerechnet werden. Nach oben hin steigt der Preis vor allem mit steigender Diagonale rapide, die teuersten Modelle mit 90 Zoll notieren bei knapp 8.900 Euro – im konkreten Fall sogar ohne Shutterbrille.

Bei passiven Modellen liegen die Einstiegspreise mit 348 Euro zuzüglich Extrakosten in einer mit den aktiven Modellen vergleichbaren Liga. Da die passiven Brillen deutlich preiswerter sind, liegen sie den Geräten häufig bereits bei. Auch hier steigen die Preise zügig in Regionen jenseits der 500 Euro, der Hauptteil der Modelle liegt zwischen 600 und 1.500 Euro. Sowohl vom Preis als auch von der Bildschirmgröße her sticht dabei der 98UB980V von LG monolithisch hervor. Er verfügt über ein 4K-IPS-Panel mit 98 Zoll Diagonale und kostet 17.800 Euro.

Weit entfernt von dieser Liga sind 3D-Monitore für PCs. Dort sind, wie eingangs erwähnt, nur zwölf Modelle verfügbar, die preislich zwischen 214 Euro und knapp 440 Euro notieren. Ihnen ist – bis auf eine Ausnahme – die Auflösung von 1.920 × 1.080 gemein, die Diagonalen liegen zwischen 23,6 und 27 Zoll. Knapp zwei Drittel setzen auf die aktive Shutter-Technologie, wobei nur einem einzigen Monitor eine entsprechende Brille beiliegt.

In der abschließenden Betrachtung der globalen Geizhals-Top-10 fallen zwei Neueinstiege auf. Eine AMD Radeon R9 290X OC von Sapphire konnte sich ebenso in die Liste hocharbeiten wie auch der Dell UltraSharp U2515H. Letzterer wurde am 22.12.2014 erstmals gelistet und ist in den vergangenen zehn Tagen merklich im Preis gesunken. Der Monitor ist einer von dreien, die in der „bis-zu-25-Zoll“-Klasse eine Auflösung von 2.560 × 1.440 anbieten. Bei den anderen beiden Modellen handelt es sich um den Asus VX24AH und den Acer G7 247HYU. Allen drei ist ein IPS-Panel gemeinsam.

Leserhinweise auf interessante Entwicklungen im Preisvergleich nimmt die Redaktion gerne unter markttag~~computerbase.de entgegen.