Markttag : Kopfhörer gibt es wie Sand am Meer

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Markttag: Kopfhörer gibt es wie Sand am Meer
Bild: Steve Best (CC0 1.0)

Samstag ist Markttag. ComputerBase wirft einen Blick auf wesentliche Entwicklungen auf dem Markt für IT und Consumer Electronics – kurz- wie auch langfristig. An diesem Markttag gibt die Redaktion einen Überblick über das breit gefächerte Angebot an Kopfhörern.

Kopfhörer sind Teil des allgemeinen Straßenbildes. Manch einer verwendet geschlossene, oder halb offene In-Ear-Versionen, der andere solche mit großen Ohrmuscheln. Das Angebotsspektrum ist mit insgesamt über 4.000 Modellen kaum mehr überschaubar, selbst einzelne Hersteller bieten schnell an die 100 verschiedene Modelle an.

Die fünf Hersteller mit den meisten Angeboten
In-Ear Bügelkopfhörer
Hama (130) Philips (93)
JVC (129) Audio-Technica (77)
Panasonic (97) Sony (75)
Philips (86) Panasonic (74)
Vivanco (73) WESC (70)

Die große Menge an angebotenen Kopfhörern aller Art entstammt dem Billigsegment unterhalb von zehn Euro, das von Firmen wie Hama, Vivanco oder JVC beherrscht wird. Dem Kunden bietet sich eine große Auswahl, die aber technisch nicht immer viel zu bieten hat. Auch große Namen wie Philips oder Beyerdynamic bieten sehr günstige Modelle an, legen den Fokus jedoch auf das Segment jenseits der zehn Euro. Wer gewillt ist, deutlich mehr auszugeben, findet bei diesen Herstellern auch Qualität. Stellvertretend sei die DT-Reihe (DT660, DT770 Pro, etc.) von Beyerdynamic oder die Fidelio- (Fidelio L1, Fidelio X2) beziehungsweise die A-Reihe (A3PRO, A5PRO) von Philips zu erwähnen. Manche Unternehmen konzentrieren sich hingegen ganz auf teurere Modelle – Yamaha ist so ein Kandidat.

Was will ich mit meinen Kopfhörern machen und was dürfen sie kosten? Wer sich diese Fragen vor einem Kauf stellt, grenzt damit – in der Regel – bereits das Feld der in Frage kommenden Modelle ein. Sowohl die Bauform wie auch die technischen Fähigkeiten sind schnell eingeschränkt. Grob gesprochen gibt es zwei Varianten: kleine, platzsparende In-Ear-Kopfhörer und raumgreifende Bügelkopfhörer. Letztere können über eine kabel- oder funkgestützte Anbindung – zumeist Bluetooth – verfügen.

Features und Preise

Ob man die Kopfhörer für das Hören von Musik am Computer, zum Spielen mit oder ohne Kommunikation über Teamspeak oder doch lieber zur Motivation beim Laufen nutzen will, setzt weitere Landmarken zur Orientierung. Audiophile Feinspitze achten auf Finessen wie Impedanz, den Frequenzbereich und die Empfindlichkeit.

Bei all diesen Dingen sollten sich Kunden allerdings nicht nur auf die Datenblätter verlassen. Insbesondere wer mehr Geld in die Hand nehmen möchte, sollte den Tragekomfort und das Klangbild vor Ort in einem Ladengeschäft ausprobieren. Im HiFi-Segment bieten unzählige Händler Termine zum Probehören an.

Feature In-Ear Bügelkopfhörer
Lautstärkeregler ab 4 Euro ab 3 Euro
Geräuschunterdrückung
(passiv)
ab 4 Euro ab 12 Euro
Kabel austauschbar ab 69 Euro ab 25 Euro
Spiralkabel ab 12 Euro
Funk ab 21 Euro
Headset ab 2 Euro

Die Tabelle weist die absoluten Einstiegspreise aus, Modelle mit wertiger Verarbeitung oder herausstechendem Design schlagen schnell mit spürbar mehr Geld zu Buche. Ersichtlich ist, dass es Versionen mit wechselbaren Kabeln im absoluten Billigsegment gar nicht gibt – dabei ist der Kabelbruch in der Regel der Grund für einen Defekt.

Was die Geräuschunterdrückung angeht, so ist zu dem genannten Mindestpreis nur die passive Version erwerbbar. Aktiv geräuschunterdrückende Kopfhörer kosten wesentlich mehr. Der Preisvergleich macht in dieser Eigenschaft allerdings keinen Unterschied.

Wer nicht nur hören sondern auch sprechen will, für den ist ein Mikrophon essentiell. „Gaming-Headset“ bieten sich an, alternativ lässt sich ein eigenes Mikrophon zukaufen und auf dem Tisch platzieren – ab knapp 2 Euro erhält man bereits erste Modelle.

Kopfhörerverstärker

Wer mit der Lautstärke oder der Tonqualität seines MP3-Players nicht zufrieden ist, sollte einen Blick auf portable Kopfhörerverstärker werfen. Diese kleinen, zumeist über USB aufzuladenden Boxen verstärken des Signal des Ausgabegerätes und können die Tonqualität positiv beeinflussen. Interessierte müssen hier mit Kosten ab 25 Euro rechnen. Auch hier empfiehlt es sich, die Geräte miteinander zu vergleichen.

In der globalen Top-10 des Preisvergleichs muss der neue Raspberry Pi langsam aber sicher Abschied von der Spitzengruppe nehmen. Leichte Zugewinne konnten hingegen CPUs von Intel für sich verbuchen. Intels Prozessoren beherrschen im Übrigen weiterhin die Top-10 der Prozessoren-Unterkategorie, allerdings halten sich dort noch immer zwei AMD-Prozessoren, wenn auch auf unteren Platzierungen. Der schwache Euro hat die Preise von Prozessoren zuletzt deutlich ansteigen lassen.

Leserhinweise auf interessante Entwicklungen im Preisvergleich nimmt die Redaktion gerne unter markttag~~computerbase.de entgegen.