Vodafone : 47.000 Kunden von Abrechnungsfehler betroffen

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Vodafone: 47.000 Kunden von Abrechnungsfehler betroffen
Bild: Vodafone

Im Prepaid-Tarif CallYa Smartphone Special von Vodafone kann es zu einem Abrechnungsfehler kommen, der das Guthaben des Nutzers langsam aber sicher über kleine Centbeträge erschöpft. Das hat die Seite Areamobile herausgefunden und Vodafone mitgeteilt. Betroffene Kunden sollen jetzt Gutschriften erhalten.

Der Redaktion von Areamobile ist das Fehlverhalten anhand mehrerer Smartphones aufgefallen. Geräten, auf denen weniger Guthaben als die für die Verlängerung des Prepaid-Tarifs CallYa Smartphone Special benötigten 9,99 Euro hinterlegt war, wurde schrittweise 9 Cent vom Restguthaben abgebucht. Auf den Smartphones war der Vertrag zwar nicht mehr aktiv, sodass für eine Minute Internetverbindung außerhalb der Datenflatrate 9 Cent pro Minute anfallen. Die Redaktion war sich aber sicher, die Datenverbindung der Smartphones gekappt und einzig WLAN aktiviert zu haben.

Nach reproduzierbaren Versuchen mit mehreren Smartphones und Telefonaten mit dem Kundenservice, der der Redaktion nach Schilderung des Problems 5 Euro gutgeschrieben hat, sorgte schließlich ein Vodafone-Pressesprecher für Aufklärung.

Wie dieser erklärt, haben sogenannte Signalisierungspakete fälschlicherweise für die Reduzierung des Guthabens gesorgt. Über diese Pakete halten Netze Kontakt zu den eingewählten Smartphones. Eigentlich sollten die Signalisierungspakete aber keine Kosten verursachen. Im konkreten Fall wurden die Pakete aber fälschlicherweise berechnet, so der Pressesprecher. Nicht nur Prepaid-Kunden, sondern auch Postpaid-Kunden sollen davon betroffen sein. Die „Fehleinstellung im LTE-Netz“ ist laut Aussage von Vodafone mittlerweile behoben worden.

Rund 14.000 Prepaid-Kunden und 33.000 Postpaid-Kunden sollen mit der Problematik für die letzten drei Monate ermittelt worden sein, nachdem das Problem heute festgestellt wurde. Prepaid-Kunden werden für fälschlicherweise abgebuchte Beträge eine Gutschrift erhalten, bei Postpaid-Kunden soll die Summe von der nächsten Rechnung subtrahiert werden.