Nvidia Pascal : Erste Grafiklösung ab Ende Mai mit GDDR5-Speicher

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Nvidia Pascal: Erste Grafiklösung ab Ende Mai mit GDDR5-Speicher
Bild: KFA²

Die in der Regel gut informierte Seite Benchlife bringt viele Informationen über den anstehenden Start der neuen Nvidia-Grafikkartengeneration auf Basis der Pascal-GPU. Demnach wird das erste Modell Ende Mai vorgestellt, soll allerdings nicht auf HBM sondern noch GDDR5-Speicher setzen.

Zum Einsatz kommt beim ersten Modell erwartungsgemäß nicht „Big Pascal“ alias GP100, sondern mit dem GP104 der Mainstream-Chip aus TSMCs 16-nm-Fertigung. Die laut Benchlife GeForce GTX 1080 benannte Grafikkarte soll auf 8 GByte GDDR5-Speicher vertrauen. Benchlife bringt auch GDDR5X ins Spiel, da dieser jedoch noch weit von der Serienreife entfernt ist, wurde vermutlich schneller GDDR5-Speicher schlichtweg mit GDDR5X gleichgesetzt. Samsung produziert seit über einem Jahr GDDR5-Speicherchips mit 8 Gbit/s für effektive 8.000 MHz, aktuelle Grafiklösungen bieten bisher beim Speichertakt maximal 7.000 MHz.

Nur ein 8-Pin-Stromstecker soll neben dem PCIe-Slot für die Energieversorgung nötig sein, womit 225 Watt als Maximalwert möglich wären. Die GTX 980 hatte seinerzeit zwei 6-Pin-Stecker, der maximale Wert der Leistungsaufnahme lag laut Nvidia bei 165 Watt. Die Anschlüsse sind mit einem DVI, HDMI sowie zwei DisplayPorts aktueller Standard. Wenige Tage vor der Computex 2016 soll die neue Karte vorgestellt werden, sodass Boardpartner zur wichtigsten PC-Komponenten-Messe des Jahres ihre Lösungen präsentieren können. Erstmals gezeigt werden soll die Karte aber bereits Anfang April auf Nvidias Hausmesse GTC 2016.

Auch AMDs Polaris zuerst in „klein“ und mit GDDR5

Der Juni ist auch bei AMD einer der anvisierten Termine für neue Grafiklösungen. Dort wird zu Beginn ebenfalls kein Flaggschiff-Modell präsentiert, stattdessen soll die Effizienz in der Mittelklasse in den Vordergrund gerückt werden. AMD hatte deshalb bereits erklärt, mit den ersten kleineren Polaris-Lösungen ebenfalls weiterhin auf GDDR5-Speicher setzen zu wollen, weil es deutlich günstiger ist. HBM bleibt den größeren Modellen beziehungsweise wahrscheinlich nur deren Umsetzung auf einem Flaggschiff vorbehalten.

Erst „Big Pascal“ mit HBM2 zum Ende des Jahres

Der neue schnelle Grafikspeicher vom Standard HBM wird demnach erst zum Ende des Jahres Einzug halten. Dies passt zu den letzten Meldungen, wonach die Serienfertigung von größeren Speicherchips erst im dritten Quartal anlaufen soll und so vor dem vierten Quartal kaum in einem Modell anzutreffen sein wird. Samsung hatte vor sechs Wochen vermeldet, die Produktion von 4-GByte-HBM2-Chips langsam hochzufahren, das 8-GByte-Design solle im zweiten Halbjahr folgen. Damit wären High-End-Lösungen mit bis zu 32 GByte Speicher möglich – Pascal für den HPC- und Server-Bereich ist laut früheren Nvidia-Roadmaps mit bis zu 32 GByte angesetzt.