World of Warcraft : Letztes Add-On „Warlords of Draenor“ wird kostenlos

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World of Warcraft: Letztes Add-On „Warlords of Draenor“ wird kostenlos
Bild: Blizzard

Ohne großes Brimborium ist die fünfte Erweiterung für World of Warcraft aus dem Handel verschwunden. Der Grund ist einfach: Warlords of Draenor ist, wie Blizzard bestätigt hat, wie alle vorherigen Add-Ons ab sofort als Teil des nur noch rund 15 Euro teuren Hauptspiels kostenfrei verfügbar.

Im Zuge der Umstellung entfällt lediglich die Möglichkeit, einen Charakter sofort auf Level 90, das Startniveau für die Erweiterung, befördern zu lassen. Bereits vorhandene Boosts können aber auch künftig noch eingelöst werden. Die Aktivierungscodes für Warlords of Dreanor können hingegen im Battle.net nicht länger eingelöst werden. Anwender, die eine Kopie des Spiels erworben, aber noch nicht aktiviert haben, verweist Blizzard an den eigenen Kundendienst.

An der Boost-Mechanik selbst hält Blizzard fest: Käufer der sechsten Erweiterung „Legion“, die am 30. August erscheinen wird, erhalten ebenfalls einen Charakterbooster, der auf Level 100 befördert. Dort muss der Code allerdings erst nach dem Tutorialsegment eingelöst werden, was es erlaubt, neue Charakterklassen zunächst auszuprobieren.

Blizzard reagiert auf zwei Entwicklungen

Völlig selbstlos verschenkt Blizzard das Add-On nicht. Die Entscheidung ist vielmehr als Reaktion auf die langsam sinkenden Abonnentenzahlen zu sehen: Das MMORPG ist mit zuletzt rund 5,5 Millionen monatlich zahlender Kunden noch immer der Platzhirsch und eines der wenigen Spiele seines Genres, bei dem das Abomodell nach wie vor funktioniert, sieht sich aber seit Jahren mit sinkenden Anwenderzahlen konfrontiert. Mit kostenlosen neuen Inhalten verknüpft sich offenkundig die Hoffnung, Spieler (erneut) auf die Server zu locken. Passend dazu verschenkt das Unternehmen eine Kopie von World of Warcraft an Besucher des Kinofilms.

Auch hier ist der Sinn der Aktion klar zu erkennen: Blizzard weckt mit Film und Freebie erneut Interesse für World of Warcraft. Damit soll nicht nur schrumpfenden Spielerzahlen entgegengewirkt werden, sondern auch die Kundenbasis für die sechste, immerhin 45 Euro teure Erweiterung vergrößert werden: Wer (wieder) Gefallen am Spiel gefunden hat, wird eher geneigt sein, weitere Inhalte zu erwerben.