Nearby : Google schlägt Apps passend zum Aufenthaltsort vor

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Nearby: Google schlägt Apps passend zum Aufenthaltsort vor
Bild: Google

Google baut die im Sommer des letzten Jahres vorgestellten Nearby APIs aus und startet einen gleichnamigen Dienst unter Android, der Nutzern ohne eigenes Zutun die richtige Anwendung am richtigen Ort und zur richtigen Zeit anbieten soll.

Bluetooth Beacons starten Nearby

Nearby funktioniert auf Basis von Bluetooth Beacons, die dem Smartphone mitteilen, dass im Umfeld des Beacons eine bestimmte Anwendungen weiterhelfen könnte. Damit das funktioniert, müssen auf dem Smartphone neben Bluetooth auch die Lokalisierungsdienste aktiviert sein. Wird ein Beacon gefunden, signalisiert eine Android-Benachrichtigung dessen Existenz in der Nähe und zu welchem Zweck es dient.

Nearby kann dem Nutzer dann zum Beispiel vorschlagen, die App einer Airline beim Warten am Flughafen, den Fotodruckdienst einer Drogerie oder die Audiotour beim Besuch eines Museums aus der entsprechenden App herunterzuladen.

Zur Vorstellung des Dienstes haben sich ausschließlich US-amerikanische Einrichtungen für die Unterstützung von Nearby entschlossen, darunter CVS Pharmacy, die University of Notre Dame, das Museum The Broad, Mobile Passport und United Airlines.

Beispiel für Vorschlag der App von United Airlines
Beispiel für Vorschlag der App von United Airlines (Bild: Google)

Google Cast durch Annäherung aktivieren

Auch mit Hardware in der Nähe des Nutzers kann Nearby kommunizieren und deren Vorhandensein mitteilen. Befinden sich im Umfeld des Nutzers Geräte mit Google Cast oder auch Uhren mit Android Wear, erscheint unter Android eine Benachrichtigung, dass die gefundenen Geräte jetzt über das Smartphone eingerichtet werden können.

Hinweis für Cast-Gerät in der Nähe
Hinweis für Cast-Gerät in der Nähe (Bild: Google)

Google Play Services benötigen Update

Damit Benachrichtigungen von Nearby unter Android erscheinen, bedarf es mindestens Android 4.4 KitKat und eines Updates der Google Play Services. Das aktuelle Update verteilt Google wie üblich in gestaffelten Wellen – alle Nutzer erhalten es also nicht gleichzeitig über Google Play. Wie Entwickler Beacons stationieren können, erklärt Google in einem separaten Blog-Beitrag und einem Session-Video zur Google I/O 2016.