MSI VR One : Leistungsstarker Rucksack-PC für VR-Anwendungen

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MSI VR One: Leistungsstarker Rucksack-PC für VR-Anwendungen
Bild: MSI

MSI hat das auf der diesjährigen Computex vorgestellte Konzept eines Rucksack-PCs für VR-Anwendungen zu einem fertigen Produkt weiterentwickelt. Ab November soll der gemeinsam mit dem HTC-Vive-Team entwickelte Computer im Handel erhältlich sein.

Mit dem Konzept eines Rucksack-PCs wollen MSI und andere Hersteller die Anwender davon befreien, per Kabel mit einem stationären PC verbunden zu sein und ihnen damit mehr Freiheit verschaffen. Die VR-Brille ist zwar noch immer mit dem PC verbunden, doch dieser kann mitgetragen werden, statt irgendwo zu stehen. Wie bei Schenkers Konkurrenzprodukt ist auch bei MSI die Vive nicht im Lieferumfang enthalten.

Übertaktbarer Core i7-6820HK und GTX 1070

Welche Hardware MSI im inklusive zweier Akkus 3,6 Kilogramm schweren VR One im Einzelnen verbaut, wird erst die Präsentation im Rahmen der Tokyo Game Show vom 15. bis 18. September enthüllen. Doch die wichtigsten Komponenten hat MSI auf Nachfrage von ComputerBase bereits verraten. Bei dem „übertaktbaren Quad-Core-Prozessor“ aus der Pressemitteilung handelt es sich demzufolge um einen Intel Core i7-6820HK aus der Skylake-Generation. Die „Grafikkarte der neuen schnellen GeForce® GTX 10 Serie“ ist eine GeForce GTX 1070 von Nvidia. Zudem soll der VR One eine „große NVMe SSD“ erhalten, ließ MSI ergänzend wissen.

Für die Kühlung sind neun Heatpipes sowie zwei 90-mm-Lüfter verantwortlich, die auf der Rückseite durch das Mesh-Gitter sichtbar sind. MSI verspricht dabei ein leises Betriebsgeräusch, genaue Werte liegen bislang aber nicht vor.

Stromanschluss für HTC Vive

Ein eigener Stromanschluss steht aufgrund der Kooperation mit HTC für die VR-Brille Vive zur Verfügung. Darüber hinaus sind unter anderem HDMI, DisplayPort, Thunderbolt 3 sowie viermal USB 3.0 vorhanden. Neben der Power-Taste soll der Rucksack-PC auch eine sogenannte „1-Click-VR“-Taste bieten, die „den Rechner auf einfachste Weise für den VR-Einsatz“ optimiert.

Zur Stromversorgung des Rechners sind seitlich zwei abnehmbare Akkus mit eigener Ladestandsanzeige vorhanden, die im VR-Betrieb zusammen rund 1,5 Stunden Laufzeit ohne Netzanschluss ermöglichen sollen und während des Betriebs auch einzeln abgenommen werden können. Reicht die Akkuladung einmal nicht aus, kann die Stromversorgung zudem – zu Lasten der Bewegungsfreiheit – über ein externes Netzteil sichergestellt werden.

Preislich attraktiver als die Konkurrenz

Der MSI VR One soll ab November zu einem empfohlenen Verkaufspreis von 2.799 Euro im deutschsprachigen Raum erhältlich sein. Damit wäre der VR One deutlich günstiger als das Konkurrenzprodukt von Schenker. Der XMG Walker soll ab Anfang Oktober für 4.799 Euro erhältlich sein. Der Core i7-6700HQ ist nur minimal langsamer als die CPU des VR One, bietet aber keinen offenen Multiplikator. Bei der Grafikkarte setzt Schenker ebenfalls auf eine GTX 1070, der Arbeitsspeicher ist in der Grundausstattung 16 GByte groß.

Schenker XMG Walker
Schenker XMG Walker (Bild: Schenker)

Als SSD kommt in der Grundkonfiguration eine SSD 850 Evo mit 256 GByte und SATA-Interface (M.2-Variante) zum Einsatz, für eine schnellere NVMe-SSD müssen mindestens 89 Euro zusätzlich auf den Tisch gelegt werden. Im Lieferumfang des Walker enthalten sind zwei Akku-Paare (6.900 mAh je Akku), die ebenfalls im laufenden Betrieb gewechselt werden können und jeweils 40 bis 60 Minuten VR-Betrieb ermöglichen sollen, sowie eine externe Ladestation. Ein drittes Akku-Paar mit einer zweiten externen Ladestation kann zudem für 999 Euro Aufpreis geordert werden.