Bitdefender Box: Netzwerk- und Smart-Home-Schutz in 2. Generation

Frank Hüber 17 Kommentare
Bitdefender Box: Netzwerk- und Smart-Home-Schutz in 2. Generation
Bild: Bitdefender

Bitdefender bietet mit der Bitdefender Box bereits seit 2015 eine Lösung, die Smart-Home- und andere vernetzte Geräte gegen unerlaubten Zugriff absichern soll. Auf der CES 2017 zeigt das Unternehmen nun die zweite Generation der Bitdefender Box.

Bei dem Gerät handelt es sich im Grunde um einen erweiterten Netzwerk-Router mit WLAN-Access-Point, angepasstem Linux-System und integrierter Firewall, der hinter dem eigentlichen Router oder DSL-Modem in das Netzwerk integriert wird. Als zentrale Schnittstelle und neuer DHCP-Server soll die Box so alle vernetzten Geräte automatisch erkennen, absichern und überwachen, um Schutz vor Malware, Hackerangriffen, Ransomware, Phishing und anderen Bedrohungen zu bieten. Hierzu greift die Box auch auf einen Antiviren-Scanner in der Cloud zurück. Dies bedeutet aber auch, dass der Nutzer sämtlichen Datenverkehr künftig über die Box senden muss, damit der Schutz funktioniert. Smartphones können von unterwegs eine VPN-Verbindung mit der Box aufbauen, um auch in diesem Fall abgesichert zu sein.

Hardware deutlich aufgerüstet

Für die neue Generation verspricht Bitdefender Verbesserungen im Bereich Datenschutz und Datenanonymisierung. Zudem wurde die Hardware der Box überarbeitet, so dass diese leistungsfähiger ist. In der ersten Generation kam eine Single-Core-CPU mit 400 Megahertz, 16 MByte Flash-Speicher und 64 MByte RAM zum Einsatz und es wurde WLAN 802.11 b/g/n bei 2,4 GHz unterstützt. In der neuen Version steckt ein 1,2 GHz schneller ARM-Cortex-A9-Dual-Core-Prozessor in Kombination mit 1 GB RAM und 4 GByte Flash-Speicher. Auch das WLAN unterstützt mit Dual-Band nun 2,4 und 5 GHz und darüber hinaus auch den WLAN-ac-Standard. Käufer der neuen Version erhalten zudem ein Abonnement für die Antiviren-Software „Bitdefender Total Security Multi Device“ für eine unlimitierte Anzahl an Windows-, MacOS- und Android-Geräten.

Die Bitdefender Box widmet sich dem Problem, dass immer mehr Geräte in das Netzwerk integriert werden, die Konfigurations- und Absicherungsmöglichkeiten für den Nutzer aber selbst bei Kenntnis über diese Problematik teils eingeschränkt sind. Die Bitdefender Box kombiniert deshalb eine Antiviren-Technologie mit Machine-Learning-Algorithmen sowie Intrusion-Detection-Technologien, um alle vernetzten Geräte zu schützen.

Die Bitdefender Box verfügt über Advanced-Privacy- und Data-Protection-Funktionen, wobei Verfahren zur Traffic-Analyse und Event-Korrelation verwendet werden, die verhindern sollen, dass die Privatsphäre der Anwender kompromittiert wird. Das neue Intrusion-Prevention-System untersucht den Internetverkehr nach Versuchen, Schwachstellen auszunutzen und soll Brute-Force-Angriffe, Port-Scanner und andere Angriffsarten stoppen. Ein Schwachstellen-Scanner soll den Benutzer außerdem über Sicherheitsmängel im Netzwerk informieren.

Auslieferung ab Jahresende

Die neue Bitdefender Box kann ab Sommer dieses Jahres vorbestellt werden. Die Auslieferung wird gegen Ende des Jahres zunächst in den USA, dann in Europa und Japan erfolgen. Einen Preis nannte Bitdefender noch nicht, er wird allerdings voraussichtlich wie bei der ersten Generation bei rund 200 Euro liegen.