Sprout Pro G2: HPs immersiver All-in-One-PC vereinfacht 3D‑Scans

Nicolas La Rocco 1 Kommentar
Sprout Pro G2: HPs immersiver All-in-One-PC vereinfacht 3D‑Scans
Bild: HP

Zur CES 2017 legt HP seinen Objekte scannenden und mit Dual-Touch ausgestatteten Sprout-AiO in zweiter Generation auf. 3D-Modelle lassen sich mit dem Sprout Pro G2 schneller anfertigen, außerdem liegt die Leistung des PCs dank Intel Kaby Lake und neuer Nvidia-GPU auf höherem Niveau. Der Marktstart ist für März 2017 geplant.

HP bezeichnet die Sprout-Serie als immersiven Computer für die Verbindung von Digitalem und Physischem. Erstmals im Oktober 2014 vorgestellt und im Januar 2016 zur letztjährigen CES in der Pro-Variante für den kommerziellen Einsatz angekündigt, steht dieses Jahr die zweite Generation mit Veränderungen in zahlreichen Bereichen an. Immersiv sind die Sprout-Computer laut HP deshalb, weil sie Objekte aus dem echten Leben digitalisieren und in veränderter Form auf dem Rechner darstellen oder auf Wunsch auch wieder als echtes Objekt per 3D-Drucker ausgeben können.

3D-Scans vereinfacht

Der Sprout Pro G2 setzt sich aus einem All-in-One-PC mit 23,8 Zoll großem Full-HD-Display, einer darüber montierten Einheit aus Kamera und Projektor sowie einer Matte zum Arbeiten zusammen. Der Projektor wirft ein 21,3 Zoll großes Bild auf die Arbeitsfläche vor dem Monitor, das der Nutzer daraufhin bedienen kann. Die Matte erkennt bis zu zwanzig Punkte der Berührung gleichzeitig, kann also bis zu vier Hände registrieren, und besitzt eine Handballenerkennung. Intels RealSense-Kamera ist dafür zuständig, Objekte in 2D und 3D zu scannen. Der Anwender kann diese dafür einfach in unterschiedlichen Winkeln auf die Matte legen oder das Objekt frei mit den Händen drehen, damit die Kamera alle Seiten erfassen kann. Zuvor war für schnelle 3D-Scans noch ein spezieller Tisch – die 3D Capture Stage – notwendig, für die HP rund 300 US-Dollar aufruft.

Das Video zeigt zur Veranschaulichung der Funktionen noch die erste Generation.

Stift-Unterstützung und Arbeiten ohne Matte

Neben der Touch-Bedienung über die Arbeitsmatte und das Display des Rechners selbst kann auch der inkludierte HP Active Pen mit 2.048 Druckstufen auf der Matte verwendet werden. Der Einsatz der Arbeitsmatte ist allerdings keine Voraussetzung für die Nutzung des AiO-PCs respektive des Projektors. Zwar fehlt ohne die Matte die Eingabeoption auf dem Tisch, jedoch können dann zum Beispiel auf einer Werkbank Arbeitsanweisungen vor und neben den Nutzer projiziert werden. Neben dem Einsatz in der Fertigung und in Bildungseinrichtungen sieht HP als Zielgruppe auch den Einzelhandel, wo dem Kunden etwa Features und Varianten eines Produkts vorgeführt werden können.

Worktools nicht mehr von Windows getrennt

Um die Manipulation gescannter Objekte kümmern sich die sogenannten Worktools von HP. Bisher setzte der Hersteller auf einen eigenen Workspace innerhalb von Windows, der im gestarteten Zustand wie ein eigenes Betriebssystem agierte und die Windows-Oberfläche versteckte. Mit den neuen Worktools schafft HP die klare Trennung von Windows und Workspace ab. Auf die wichtigsten Funktionen lässt sich jetzt über eine Schnellstartleiste im Bereich der Windows-Taskleiste zugreifen. Außerdem wird eine Reihe von Werkzeugen und Optionen direkt auf die Arbeitsmatte projiziert.

HP Sprout Pro G2
HP Sprout Pro G2
HP Sprout Pro G2
HP Sprout Pro G2 (Bild: HP)

Intel Kaby Lake und Maxwell

HP stattet den Sprout Pro G2 immer mit Desktop-Prozessoren der Baureihe Core i7 aus Intels neuer Kaby-Lake-Generation aus. Welche Modelle zum Marktstart im März 2017 genau zur Auswahl stehen werden, ist noch nicht bekannt. Beim Arbeitsspeicher können Käufer bis zu 16 Gigabyte DDR4-2400 wählen, das Basismodell bietet wieder 8 Gigabyte. Im Grafikbereich löst eine Nvidia GeForce GTX 960M auf Maxwell-Basis das alte Kepler-Modell GeForce GT 745A ab. Als Speicher kommt weiterhin eine 1 Terabyte fassende SSHD zum Einsatz, alternativ gibt es jetzt aber auch eine 512-GB-SSD. Als Betriebssystem ist Windows 10 Pro mit den genannten HP Worktools installiert.

Vorgänger kostet rund 3.000 Euro

Noch gibt es keine unverbindliche Preisempfehlung für den Sprout Pro G2. Der Vorgänger kostet direkt bei HP regulär knapp über 3.000 Euro, wird aktuell aber für rund 2.800 Euro angeboten. Der Sprout Pro G2 soll ab März 2017 auf den Markt kommen.