HP Omen X 35: 3.440 × 1.440, 100 Hertz und G-Sync auf gebogenen 35 Zoll

Michael Günsch 314 Kommentare
HP Omen X 35: 3.440 × 1.440, 100 Hertz und G-Sync auf gebogenen 35 Zoll
Bild: HP

Zur CES 2017 hat HP einen neuen Monitor aus der Omen-Serie für Spieler im Gepäck. Der HP Omen X 35 besitzt ein gewölbtes (curved) Display mit 35 Zoll in der Diagonalen. Die Auflösung beträgt 3.440 × 1.440 Bildpunkte (UWQHD) im 21:9-Format. Ferner wird mit 100 Hertz Bildwiederholrate, kurzer Reaktionszeit und G-Sync geworben.

Bei dem 35-Zoller setzt HP auf schlanke Formen: Die Abbildungen zeigen einen besonders dünnen Standfuß inklusive Höhenverstellung sowie schmale Display-Ränder. Der linke, rechte und obere Rahmen soll weniger als sieben Millimeter dick ausfallen. Eine Halterung für Headsets weist auf den Gaming-Charakter hin. Die Wölbung im Radius von 1,8 Metern erweitert durch das nach innen Rücken des seitlichen Bildrands das Blickfeld. Dadurch soll nicht nur für mehr Immersion gesorgt werden, sondern auch die Augenbelastung werde reduziert. DisplayPort, HDMI und ein Dreifach-USB-Hub nach Spezifikation 3.0 sind vorhanden. Der Standfuß lässt sich optional durch eine Tisch- oder Wandhalterung per VESA-Aufnahme ersetzen.

2.500:1 Kontrast deutet auf VA-Panel hin

HP gibt für den Omen X 35 ein statisches Kontrastverhältnis von 2.500:1 an. Dies schließt die LCD-Panel-Typen IPS und TN im Grunde aus, denn solche Werte erreichen sie nicht. Stattdessen ist ein VA-Panel denkbar. In Kombination mit einer für diesen Panel-Typ kurzen Reaktionszeit von 3 oder 4 ms, HP nennt (versehentlich?) zwei Werte, käme ein (A)MVA-Panel in Frage, die sich in der Regel reaktionsfreudiger als frühere VA-Panels erweisen und damit auch für Spieler eine Option darstellen.

UWQHD und 100 Hertz bereits am Markt

UWQHD-Auflösung und 100 Hertz bedeuten bei 8-Bit-Farbtiefe pro RGB-Kanal eine Datenrate von knapp 12 Gigabit/s für das Bildsignal. Dies ist bereits mit DisplayPort 1.2 möglich. Auch andere Hersteller wie Acer, Asus und Samsung haben bereits UWQHD und 100 Hertz im Portfolio. Beispiele wären der Acer Predator X34, der Asus PG348Q oder Samsungs C34F791, der im Handel noch immer auf sich warten lässt. Acer und Asus setzen dabei wie HP auf G-Sync, Samsung hingegen auf FreeSync.

HP Omen X 35
HP Omen X 35 (Bild: HP)

35 statt 34 Zoll = neues Panel?

Ein Unterschied zur Konkurrenz besteht in der Bilddiagonale: HP nennt für den Omen-Monitor explizit 35 Zoll, was allein schon der Name verrät. Die besagten Modelle der Mitbewerber setzen aber auf 34 Zoll. Auch die LCD-Panel-Datenbank von Panelook listet aktuell ausschließlich UWQHD-LCDs mit 34 Zoll auf. Kommt also ein anderes/neues UWQHD-Panel zum Einsatz? Zunächst bleibt die Frage ungeklärt.

Hohe Auflösung, hohe Hertzzahl, hoher Preis

Bei der Preisvorstellung liegt HP wiederum auf Augenhöhe der Konkurrenz: Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 1.299 Euro für den europäischen Markt. Die Straßenpreise dürften bei Verfügbarkeit, laut HP voraussichtlich ab April 2017, darunter liegen. Momentan kosten 3.440 × 1.440 Pixel und 100 Hertz über 1.100 Euro im Preisvergleich. Nur Samsungs CF791 liegt etwas darunter, doch ist dieser wie gesagt noch nicht erhältlich.

HP Envy 34 für Skype-Konferenzen im Büro

Schon im Vorfeld der Messe hatte HP den Envy 34 als neues Curved-Display enthüllt. Dieser erinnert nicht nur namentlich an den bereits erhältlichen Envy 34c, denn die Bilddiagonale (34 Zoll) und die Auflösung (3.440 × 1.440) sind identisch. Im Gegensatz zum 34c fällt die Krümmung mit 1,8 Meter im Radius stärker aus. Außerdem fehlen die seitlichen Boxen, stattdessen sind die von Bang & Olufsen stammenden Lautsprecher am unteren Bildschirmrand platziert.

HP Envy 34 Curved Display
HP Envy 34 Curved Display (Bild: Josh Miller/CNET)

Mit einer Pop-Up-Webcam, die sich bei Bedarf oberhalb des Display ausklappen lässt, wird der HP Envy 34 als „world’s first Skype for Business certified curved display“ beworben. Für eine Videokonferenz ist nämlich auch ein Mikrofon vorhanden. Die 720p-Webcam mit Infrarotsensor ermöglicht auch das passwortfreie Einloggen über Hello auf Windows 10 per Gesichtserkennung. Mit USB Typ-C, DisplayPort 1.2 und HDMI kostet der Business-Monitor mindestens 1.199 Euro und soll Ende Februar 2017 erhältlich sein. Der Standfuß lässt sich wie beim Omen X 35 wahlweise durch eine alternative Halterung ersetzen.

Ultra WQHD auf 34 Zoll auch als All-in-One

Neben eigenständigen Monitoren hat HP auch neue All-in-One-PCs vorgestellt. Bei diesen stehen ebenfalls gewölbte Displays mit UWQHD auf 34 Zoll zur Auswahl.