Linux: Tails 2.10 sorgt für anonymisiertes Surfen

Ferdinand Thommes 19 Kommentare
Linux: Tails 2.10 sorgt für anonymisiertes Surfen
Bild: Simeon Berg | CC BY 2.0

Tails in der neuen Version 2.10 aktualisiert nicht nur Tor, Tor-Browser und andere Komponenten, sondern bringt auch ein neues Filesharing-Tool mit. Tails ist eine anonymisierende Distribution, die alle Verbindungen zum Internet automatisch durch das Anonymisierungsnetzwerk Tor leitet.

Tails steht für The Amnesic Incognito Live System und das beschreibt die Funktionalität der Distribution recht gut. Sie ist ein vergessliches Live-System, das dem Anwender erlaubt, möglichst Inkognito zu bleiben. Das wird dadurch erreicht, dass Browser, E-Mail-Client und Messaging-Anwendung so abgesichert sind, dass größtmögliche Anonymität gewährleistet ist.

Debian Jessie mit Gnome Classic

Die aktuelle Version Tails 2.10 basiert auf Debian Jessie und bringt die Versionen Tor 0.2.9.9 und Tor Browser 6.5 mit. Dieser basiert auf einem aktuellen Firefox ESR 45.7. Als Kernel kommt Version 4.8.11 zum Einsatz, die bereits seit zwei Wochen nicht mehr unterstützt wird.

Tails 2.10
Tails 2.10

Tails setzt auf den Gnome-Desktop in Version 3.14 in der Ausführung Gnome Classic. Hierbei wird die Gnome-Shell so angepasst, das sie in etwa dem Design von Gnome 2 gleicht. Diese Ausführung verbraucht weniger Ressourcen als die normale Gnome-Shell und macht in einer Live-Umgebung Sinn, wo ein System unter Umständen ständig auf wechselnder Hardware eingesetzt wird.

OnionShare zum anonymen Datenaustausch

Neben den bereits erwähnten Anwendungen sind unter anderem der Passwortmanager KeePassX, das für die barrierefreie Steuerung von Rechnern konzipierte prognostische Texteingabesystem Dasher, ein BitCoin-Wallet sowie Gobby als kollaborativer Texteditor vorinstalliert. Neu ist OnionShare, eine Anwendung zum anonymen Filesharing. Mit OnionCircuits lässt sich der Zustand der bestehenden Tor-Verbindungen überprüfen.

Das Image zum Download trägt die Bezeichnung Tails-i386-2.10. Wer 64-Bit verwenden will, sollte sich nicht verwirren lassen, das Image ist auch für 64-Bit geeignet und schaltet beim Vorfinden der 64-Bit-Architektur auf diese um.