CeBIT: Univention-Corporate-Server 4.2 mit UCS@school

Ferdinand Thommes 19 Kommentare
CeBIT: Univention-Corporate-Server 4.2 mit UCS@school
Bild: Pixabay | CC0 1.0

Das Bremer Unternehmen Univention stellt auf der CeBIT den Univention-Corporate-Server 4.2 (UCS) vor. Auf dem Server baut auch ein neues Digitalisierungspaket für Schulen auf. Univention Corporate Server ist ein auf Debian aufbauendes Server-Betriebssystem für die Verwaltung von Servern, Diensten, Clients und Desktops.

Univention stellt auf der CeBIT vom 20. bis 24. März die neue Version 4.2 des Univention Corporate Server (UCS) vor. Univention hat sich dem Management gemischter IT-Infrastrukturen verschrieben, die sich über eine Web-Oberfläche verwalten lassen. Rund 15 Monate nach Version 4.1 bringt das neue Release als Höhepunkt ein neues, frei konfigurierbares Online-Portal, das sich flexibel an die Bedürfnisse von Unternehmen und Organisationen, Behörden und Schulen anpassen lässt. Als weiteres Highlight ist das speziell für Schulen entwickelte Modul UCS@school mit an Bord. Das erneuerte Portal steht nicht nur Administratoren, sondern mit angepassten Optionen auch Endanwendern zur Verfügung. So können diese auf bereitgestellte Anwendungen zugreifen.

Debian 8 Jessie als solide Basis

Mit UCS 4.2 wird zudem der Umstieg auf Debian 8 Jessie vollzogen. Dazu kommt der langzeitunterstützte Kernel 4.9 LTS zum Einsatz. Bisher wurde eine angepasste Version von Debian 7 benutzt. Ab sofort baut UCD direkt auf Debian auf und verwendet größtenteils auch dessen native Pakete. Ausnahmen sind derzeit etwa von Univention angepasste oder aktuellere Pakete wie Samba 4.6 oder OpenLDAP.

Docker-Container im App-Center

Im App-Center von UCS 4.2 finden sich mehr als 80 Business-Apps verschiedener Hersteller. Das Spektrum reicht von Administrationstools über Collaboration-Lösungen und Cloudspeicher bis hin zu Customer Relationship Management und der Einbindung von Office-Lösungen wie Microsoft 365 oder Googles G Suite. Die Pakete werden als Docker-Container ausgeliefert, denn seit UCS 4.1 bietet die Software Unterstützung für Docker im Univention App Center. Apps für das App-Center können als Container oder Debian-Paket eingereicht werden. In letzterem Fall übernimmt das App-Center die Containerisierung.

Allround-Server für die Schule

Zudem stellt Univention ein Digitalisierungspaket für Schulen vor. Die angepasste Lösung UCS@school bietet Groupware-Funktionen und ein webbasiertes Office-Paket von Open-Xchange. Schulträger können neben professionellem IT-Management auch allen Schulen E-Mail-, Collaboration- und Office-Software zur Verfügung stellen. Darüber hinaus haben sie die Wahl zwischen On-Premise-, Cloud- und Hybrid-Umgebungen sowie der flexiblen Einbindung von Open-Source-Software und proprietären Angeboten. Das neue Digitalisierungspaket will die wesentlichen Bedürfnisse von Schulverwaltung, Lehrern und Schülern erfüllen und den Schutz sensibler Daten sicherstellen. Das in UCS@school ebenfalls integrierte App-Center erlaubt es Schulträgern, jederzeit weitere Software zu installieren und den Schulen innerhalb kürzester Zeit zur Verfügung zu stellen. Derzeit ist ein erstes Pilot-Projekt mit 20.000 Nutzern in Basel gestartet.

Verfügbarkeit und Preise

Univention wird beide Produkte auf der CeBIT 2017 in Halle 3 Stand D36/620 im Open Source Park live mit Demos vorstellen. Anwender können sich entweder für die kostenlose UCS Core-Edition oder verschiedene Subskriptions-Modelle mit Enterprise-Support und bis zu sieben Jahren Unterstützung entscheiden. Die Preise starten bei 290 Euro pro Jahr für zehn Nutzer und eine Domäne. Die neue Version der etablierten Open-Source-Software soll ab April 2017 verfügbar sein.