Quartalszahlen: Apple verkauft mehr iPhone X als jedes andere Modell

Nicolas La Rocco 151 Kommentare
Quartalszahlen: Apple verkauft mehr iPhone X als jedes andere Modell

Allen Unkenrufen zum Trotz hat Apple im zweiten Finanzquartal mehr iPhones als im gleichen Zeitraum des Vorjahres verkauft. Wichtig ist Apple dabei, dass das von Analysten oft als zu teuer oder nicht so beliebt wie prognostiziert gehandelte iPhone X das beliebteste iPhone von allen ist. Apples Umsatz und Gewinn sind gestiegen.

In den vergangenen drei Monaten bis zum 31. März konnte Apple vom iPhone 52,217 Millionen Stück verkaufen, das sind 1,454 Millionen Stück oder 3 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2017. Der Umsatz im iPhone-Segment ist um 14 Prozent gestiegen, was für einen höheren durchschnittlichen Verkaufspreis (ASP, „average selling price“) spricht. Dieser liegt im zweiten Quartal bei 728 US-Dollar statt 655 US-Dollar im Vorjahr. Laut Apple-CEO Tim Cook wurden weltweit in jeder einzelnen Woche der letzten drei Monate mehr Einheiten vom iPhone X als von jedem anderen iPhone-Modell verkauft.

Auch der Umsatz mit dem iPad hat sich positiv entwickelt. Apple konnte 9,113 Millionen Einheiten mit einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 451 US-Dollar absetzen. Die Anzahl der verkauften Einheiten und der Umsatz im Tablet-Segment sind um 2 Prozent und 6 Prozent gestiegen. Das bedeutet, Apple konnte tendenziell wieder mehr teure iPad Pro verkaufen, nachdem das Segment in den letzten Quartalsberichten vor allem durch das günstige iPad (Test) getrieben wurde.

Nur vom Mac wurden weniger Einheiten verkauft

Einzig beim Mac muss Apple einen leichten Knick hinnehmen. Die verkauften Einheiten sind um 3 Prozent auf 4,078 Millionen Stück zurückgegangen, der Umsatz stagniert bei 5,848 Milliarden US-Dollar. Weniger Einheiten bei gleichem Umsatz stehen immerhin für einen verbesserten durchschnittlichen Verkaufspreis respektive mehr abgesetzte Computer mit einer besseren Ausstattung.

Direkt nach dem iPhone spielt schon seit längerer Zeit das Segment der Services eine sehr große Rolle bei Apple. Dazu zählen Dienste wie Apple Music, Apple Pay, AppleCare und alle Verkäufe über App Store, Mac Store und iTunes Store. Der Umsatz in diesem Segment zeigt sich mit 9,190 Milliarden US-Dollar auch unbeeindruckt von den von Quartal zu Quartal üblicherweise herrschenden Schwankungen. Selbst im Vergleich zu Apples immer stärkstem ersten Quartal eines Jahres ist der Umsatz um 8 Prozent gewachsen. Von Jahr zu Jahr gesehen sind es sogar 31 Prozent Wachstum.

Die Apple Watch muss sich sehr gut verkaufen

Das größte Wachstum verzeichnet Apple jedoch in der Kategorie „Other Products“, zu denen in erster Linie die Apple Watch zählt. Auch das Apple TV, die Kopfhörer AirPods, der HomePod, die Beats-Produkte und der iPod touch zählen zu dieser Kategorie. Der Umsatz ist in diesem Segment um 38 Prozent auf 3,954 Milliarden US-Dollar gestiegen. Zur Anzahl von verkauften Einheiten macht Apple nach wie vor keine Angaben.

Umsatz und Gewinn steigen teils deutlich

Unterm Strich ist Apples Umsatz im zweiten Finanzquartal 2018 um 15,58 Prozent von 52,896 auf 61,137 Milliarden US-Dollar (50,915 Milliarden Euro) gestiegen. Die Bruttomarge liegt mit 38,1 Prozent in dem im ersten Quartal 2018 prognostizierten Bereich. Der Nettogewinn beträgt 13,822 Milliarden US-Dollar (11,511 Milliarden Euro), was einem Plus von 25,32 Prozent entspricht. 40,63 Prozent des Umsatzes macht Apple in Nord- und Südamerika, 22,65 Prozent in Europa, 21,30 Prozent in China, 8,94 Prozent in Japan und 6,47 Prozent im übrigen Asien-Pazifik-Raum. Die Märkte in Japan und China sind mit 22 und 21 Prozent im letzten Quartal am stärksten bei Apple gewachsen.

Für das dritte Finanzquartal prognostiziert Apple einen Umsatz in Höhe von 51,5 bis 53,5 Milliarden US-Dollar bei einer Bruttomarge zwischen 38 und 38,5 Prozent.