Street Fighter V: Update baut Lootbox‑Mechanik ein

Max Doll 65 Kommentare
Street Fighter V: Update baut Lootbox‑Mechanik ein
Bild: Capcom

Das nächste Update für Street Fighter V ergänzt eine weitere Spielfigur und nimmt hauptsächlich Änderungen am Survival-Modus vor. Darunter fällt auch die Einbindung von Lootbox-Mechaniken. Die Zufallskisten können aber noch nicht für Euros gekauft werden.

Mit der Aktualisierung können Spieler nach einer Niederlage im Survival-Modus für 1.000 „Fight Money“, der Ingame-Währung von Street Fighter, an gleicher Stelle mit gefüllten Lebens-, EX- und V-Balken weiterspielen, anstatt die Serienkämpfe von Vorne beginnen zu müssen. Außerdem eingefügt wird eine Möglichkeit zum Speichern; dies erschien Capcom bei bis zu 100 aufeinanderfolgenden Kämpfen, die in diesem Modus zu absolvieren sind, als sinnvolle Ergänzung.

Consumables und Zufallsbeute

Fight Money kann zudem für „Battle Goods“ ausgegeben werden, die einmalige Vorteile für eine anstehende Runde im Survival-Modus gewähren. Bis zu fünf dieser Booster können vor einem Kampf ausgewählt werden und sollen die Chance auf einen Sieg „erheblich vergrößern“. Erworben werden Battle Goods über die neue „Fighting-Chance“-Mechanik. Für 500 Fight Money können Spieler sich darüber die Zukunft vorhersagen lassen. Die Vorhersage enthält jedoch keine Weissagung, sondern „mehrere Gegenstände“. Einige Inhalte im Spiel, darunter Farben und Kostüme, sind exklusiv über dieses System erhältlich.

Beuteboxen nur für Spielwährung

Welches Ziel Capcom mit diesen Zufallsbelohnungen verfolgt, lässt sich nicht eindeutig sagen. Da sich Fight Money nur erspielen lässt, verdient Capcom nicht daran. Möglich ist, dass Spieler zunächst an das System gewöhnt werden sollen oder der Publisher mit Blick auf die negativen Reaktionen von Beuteboxen vor ihrer Monetarisierung (noch) zurückschreckt.

Eine weitere Erklärung für das Zufallssystem ergibt sich aus der Monetarisierung des Titels. Als Live-Service-Angebot lebt Street Fighter von anhaltendem „Engagement“ seiner Nutzer: Je mehr gespielt wird, desto eher neigen Anwender dazu, Geld für DLCs und andere Angebote auszugeben. In diesem Sinne sind die Vorhersagen lediglich eine weitere Mechanik, mit dem die Ingame-Währung schnell ausgegeben werden kann.

Mehr Kaufoptionen = mehr Kaufanreize

Dazu passt, dass das Einkommen gering ist: Ein Sieg im Online-Modus bringt 50 Fight Money ein, woraus sich bei einer ausgewogenen Anzahl von Siegen und Niederlagen sowie einer durchschnittlichen Matchdauer von sieben Minuten ein Basisverdienst von etwa 214 Fight Money pro Stunde ergibt. Auch unter Berücksichtigung von täglichen Herausforderungen und einmaligen Bonus-Zahlungen, die es unter anderem für Level-Ups gibt, bleibt das Einkommen aber, wie Nutzer auf Reddit zeigen, weit hinter den Kaufoptionen zurück. Durch eine weitere Kaufoption wird also auch ein weiterer Anreiz zum Kauf von DLCs beziehungsweise eines Season Pass gegeben, der Charaktere sofort freischaltet.