AusweisIDent: Alternative zu Postident nutzt neuen Personalausweis

Aljoscha Reineking 71 Kommentare
AusweisIDent: Alternative zu Postident nutzt neuen Personalausweis
Bild: janjf93 | CC0 1.0

Mit AusweisIDent können ab sofort Online-Dienste von Banken oder Telekommunikationsunternehmen einen Kunden über die elektronische Online-Ausweisfunktion des Personalausweises oder des elektronischen Aufenthaltstitels identifizieren. Die Funktion soll sich als Alternative zum Video- und Postident-Verfahren etablieren.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Governikus und der Bundesdruckerei

Der neue AusweisIDent-Service wurde in einem Gemeinschaftsprojekt von Governikus und der Bundesdruckerei ausgearbeitet. Der Dienst soll dabei als günstige, schnelle sowie gleichzeitig sichere Lösung der Verifikation von Identitäten über das Internet dienen. Die Bundesdruckerei ist erster Anbieter nach §21b Personalausweisgesetz für diesen Service. Am 12. Oktober wurde das Zertifikat des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik für Identifizierungsdiensteanbieter ausgestellt und vom TÜV-IT genehmigt.

AusweisIDent
AusweisIDent (Bild: ausweisident.de)

Das Verfahren soll Unternehmen vor Betrug mit falschen Identitäten schützen und gleichzeitig alle relevanten Sicherheitsstandards für das E-Government bereitstellen.

Personalausweis oder elektronischer Aufenthaltstitel als Voraussetzung

Um den neuen Dienst von AusweisIDent nutzen zu können, ist ein Personalausweis der Bundesrepublik Deutschland mit aktivierter Online-Ausweisfunktion oder ein elektronischer Aufenthaltstitel erforderlich. Eine selbst festgelegte PIN sowie ein Lesegerät wird zusätzlich benötigt. Als Lesegerät können allerdings auch Smartphones mit NFC-Schnittstelle genutzt werden.

Eine Authentifizierung erfolgt über den in dem Ausweisdokument hinterlegten NFC-Chip sowie eine Online-Abfrage der Daten zusammen mit der PIN. Über dieses Verfahren können Anwender sich Zuhause oder unterwegs direkt Online-Identifizieren, ohne dass ein Drittanbieter wie Videoident oder Postident die Verifizierung übernehmen müssen.

Einfache Einbindung soll Akzeptanz für den Dienst schaffen

Während die Dienstanbieter bisher eine eigene eID-Infrastruktur sowie das dazu nötige Berechtigungszertifikat zum Auslesen der Ausweisdaten benötigten, kann künftig die Webapplikation der Bundesdruckerei eingebunden und genutzt werden. Die Webapplikation wird bei dem Tochterunternehmen D-Trust in Berlin gehostet.