Samsung Galaxy S10: 4 Modelle, bis zu 6 Kameras und 6,7 Zoll gehandelt

Mahir Kulalic 112 Kommentare
Samsung Galaxy S10: 4 Modelle, bis zu 6 Kameras und 6,7 Zoll gehandelt

Die Gerüchteküche zum neuen Samsung-Topmodell Galaxy S10 nimmt an Fahrt auf. Nachdem der Hersteller selbst bereits das neue System-on-a-Chip Exynos 9820 vorgestellt hat, spricht ein neuer Bericht von vier Modellen mit bis zu sechs Kameras und einem 6,7-Zoll-Display.

Große Änderungen als Kaufanreiz

Erwartet wird das Jubiläums-Galaxy-S, das das zehnte Smartphone der Hauptreihe markiert, für das Frühjahr 2019. Dieses Modell soll zusammen mit dem ersten faltbaren Smartphone, welches laut Wall Street Journal möglicherweise „Galaxy Flex“ heißen wird, Samsungs Mobilsparte im Jahr 2019 aus der Stagnation führen. Denn Galaxy S9 und S9+ (Test) überzeugten zwar im Test fast durchweg, stellten aber kein umfangreiches Upgrade der Vorgängergeneration dar. Entsprechend soll das Galaxy S10 dem Bericht zufolge deutlich mehr Änderungen mitbringen.

Bis zu vier Varianten und ein besonderes „Beyond X“

Laut dem Magazin plant Samsung mit insgesamt vier verschiedenen Varianten des Galaxy S10. Dazu gehören sollen drei „reguläre“ Modelle zwischen 5,8 Zoll und 6,4 Zoll und mit, je nach Modell, zwischen drei und fünf Kameras (Front- plus Hauptkameras). Zusätzlich sollen die Smartphones neben drahtlosem Laden auch eine umgekehrte Ladefunktion für andere Produkte mit entsprechender Eignung mitbringen. Die selbe Funktion verbaut Huawei im Mate 20 Pro (Test).

„Beyond X“ mit 5G und dem größten Display

Besonders hervorstechen soll aber die vierte Variante, die das Magazin als „Beyond X“ bezeichnet. Dieses soll mit 6,7 Zoll ein noch größeres Display bieten als die 6,4-Zoll-Variante, die sonst für sich alleine genommen bereits größer als bisher wäre. Darüber hinaus wäre es zusätzlich das Samsung-Smartphone mit der bisher größten Diagonale generell (noch vor der Note-Reihe). Auf der diesjährigen Entwicklerkonferenz zeigte Samsung ebenfalls neue Displaytypen, die in Zukunft eingesetzt werden sollen, darunter auch ein Bildschirm mit Notch. Ob Samsung den Größenzuwachs mit der Notch auffängt, ist noch ungewiss. Daneben soll das „Beyond X“ zusätzlich mit 5G-Unterstützung kommen, sobald Mobilfunkanbieter entsprechend ausgestattet sind. Demzufolge soll es aber erst nach den anderen drei Modellen auf den Markt kommen.

Insgesamt sechs Kameras

Neben dem größeren Display soll das Galaxy S10 „Beyond X“ insgesamt über sechs Kameras verfügen: zwei auf der Front, vier auf der Rückseite. Den Schritt zu vier Kameras wagte Samsung bereits mit dem Galaxy A9 (2018), dieses bietet neben der Hauptkamera auch eine mit Ultraweitwinkelobjektiv, eine Telephoto-Linse mit entsprechender Brennweite sowie eine zusätzliche Kamera für Tiefeninformationen. Der Schritt zu mehr Kameras, genauso wie bei den anderen S10-Modellen, ist bei Samsung vergleichsweise spät. Auf eine Dual-Kamera setzte der Hersteller bei seinen Flaggschiffen bisher nur in der Plus-Variante des Galaxy S sowie in den Note-Modellen der letzten beiden Jahre, zuletzt im Note 9 (Test).

Vier Kameras des Samsung Galaxy A9 (2018)
Vier Kameras des Samsung Galaxy A9 (2018) (Bild: Samsung)

Andere Hersteller setzen schon seit längerer Zeit auf mehrere Kameras in Topmodellen, Huawei und LG (V40 ThinQ) bieten seit diesem Jahr drei, Apple seit letztem Jahr immer zwei und auch Xiaomi setzt durchweg auf Dual-Kameras. Aus der Reihe tanzt hingegen Google: Die neuen Pixel 3 und Pixel 3 XL (Test) setzen weiterhin auf eine Kamera und realisieren viele Hardware-Features per KI-gestützter Fotografie.

Vorstellung und Verfügbarkeit

In diesem Jahr präsentierte Samsung die Galaxy-S-Reihe Ende Februar auf dem Mobile World Congress in Barcelona, eine Präsentation im nächsten Jahr ist daher erneut denkbar. Schon oft diente die Bühne des MWC für Präsentation von Samsung-Smartphones. Andererseits soll das Galaxy S10 einen entscheidenden Anteil zur Kehrtwende für Samsungs Smartphone-Sparte beitragen, sodass eine eigene Veranstaltung denkbar erscheint, um die alleinige Aufmerksamkeit der Presse auf sich zu ziehen.