Black Ops IIII: Hammer-Preis erneuert Kritik an Mikrotransaktionen

Max Doll 103 Kommentare
Black Ops IIII: Hammer-Preis erneuert Kritik an Mikrotransaktionen
Bild: Activision

Eine neue Ergänzung im Ingame-Shop von Call of Duty: Black Ops IIII ruft erneute Kritik an den Mikrotransaktionen im Spiel hervor. Von „Mikro“ kann in der Transaktion allerdings nur noch beim Gegenwert eine Rede sein: Um den Hammer „Home Wrecker“ zu erhalten, ist der Kauf eines rund 24 Euro teuren Bundles nötig.

Für das „Triple Play Bundle“ verlangt Activision 2.800 COD-Punkte. 200 Punkte kosten rund 2 Euro, für 1.100 Punkte werden knapp 10 und für 2.400 Punkte fast 20 Euro fällig. Abhängig vom Einkauf der Punkte liegt der Preis damit zwischen 24 und 30 Euro. Neben der Nahkampf-Waffe gibt es eine Waffenkiste mit garantierter MKII-Waffe sowie jeweils zehn Reserve-Kisten und zehn Gutscheinen für je eine Progressionsstufe.

Neue Kritik an Mikrotransaktionen

In den Augen der Spieler ist aber vor allem der Hammer das Produkt, das Begehren weckt und der einzige Teil des Bundles, der einen Mehrwert besitzt beziehungsweise zum Gegenwert beiträgt. Die Kisten und Gutscheine werden lediglich als Füller betrachtet, um Wert zu suggerieren. Zum Preis des Bundles, moniert ein Nutzer auf Reddit, ließe sich auch ein echter Hammer kaufen. Zudem sei das Bundle halb so teuer wie das Spiel selbst oder teurer als Erweiterungen für andere Spiele, die echte Neuerungen bringen würden, wird dort angemerkt.

Kritik an der Monetarisierungspraxis kommt unweigerlich erneut in größerem Umfang auf; sie begleitet das Spiel als Konstante seit der Veröffentlichung. Das eigentlich unterhaltsame Spiel werde zunichte gemacht durch eine Art „Monetarisierung, die man von einem Free-to-Play-Spiel erwarten würde – und einem schlechten noch dazu“, urteilt Eurogamer. Im Gegenteil, schreibt die Seite weiter, verblasse der Shooter im Vergleich mit manchen Free-to-Play-Angeboten, die umfangreicher ausgebaut würden und es vor allem schaffen Extras zu verkaufen ohne ihre Nutzer zu verärgern. Solche Titeln würden ihnen nicht das Gefühl geben, abgezockt zu werden.

Die lange Liste an Kaufoptionen

Neben den kosmetischen Extras im Shop bietet Activision einen teuren Season Pass mit magerem Inhalt an, Beuteboxen, Optionen zum Überspringen der Progression, das heißt von Grind, einen Battle Pass mit langsamem Fortschritt, Waffen-DLCs und einmalige Kaufangebote, die zum spontanen Erwerb von Skins verleiten sollen. In Kurz: Der Publisher hat in einem Vollpreisspiel alle gegenwärtig möglichen und gangbaren Möglichkeiten zur Umsatzsteigerung vereint.