Pimax 8K RE & Co.: Robuste Headsets und mehr Leistung mit Brainwarp 1.0

David Pertzborn 6 Kommentare
Pimax 8K RE & Co.: Robuste Headsets und mehr Leistung mit Brainwarp 1.0
Bild: PimaxVR

Auf der GTC 2019 hat PimaxVR besonders robuste VR-Headsets für Unternehmen sowie neue Software für mehr Leistung und ein flüssigeres Spielerlebnis vorgestellt. Mit der neuen „ruggedized“ Headsetserie richtet sich die mit einer Kickstarter-Kampagne groß gewordene Firma nun ausdrücklich auch an ein professionelles Publikum.

Besonders robuste Hardware

Jedes der drei bisher verfügbaren VR-Headsets gibt es ab sofort auch als RE-Variante, was für ruggedized (widerstandsfähiger) steht. Im Speziellen bieten sich die neuen Versionen laut Pimax für alle Anwendungen an, bei denen häufige Nutzerwechsel stattfinden und geringe Ausfallraten und -zeiten nötig sind. Als Beispiel nennt Pimax unter anderem Vergnügungsparks, Museen und Trainingseinrichtungen.

Genauere Angaben zu den Veränderungen an den Headsets gibt es bis dato nicht. Dafür ist bekannt, dass Pimax bei den Business-Versionen ein dezidiertes Supportpaket bereitstellt.

Pimax Produktlineup
Endkundenversion Businessversion Displaytechnologie Auflösung(pro Auge) Field of View
Pimax 5K Plus Pimax 5K+ RE LCD 2.560×1.440 200°
Pimax 5K XR Pimax 5 OLED RE OLED 2.560×1.440 200°
Pimax 8K Pimax 8K RE LCD 3.840×2.160 200°

Softwarelösungen für mehr Leistung

Nicht nur an Unternehmenskunden richten sich die neuen Softwarelösungen, die Pimax vorstellt. Unter dem Namen Brainwarp 1.0 fasst Pimax drei verschiedene Technologien zusammen, die alle helfen sollen, ein flüssigeres Spielerlebnis auch auf schwächeren Systemen zu ermöglichen. Im Konkreten sind das:

  • Smart Smoothing
  • Fixed Foveated Rendering
  • Refresh Rate Switching

Alle diese Funktionen wurden laut Pimax mit Nvidia VRWorks kreiert und funktionieren dementsprechend teilweise nur auf bestimmten Grafikkarten. Insbesondere Fixed Foveated Rendering ist auf Grafikkarten der aktuellen RTX Serie beschränkt. Die somit gegebene Möglichkeit, nur das Zentrum des Sichtfeldes mit voller Auflösung zu berechnen, soll laut Pimax je nach Spiel zwischen 10 Prozent und 30 Prozent mehr FPS liefern.

Was sich genau hinter dem Begriff Smart Smoothing verbirgt, beschreibt Pimax nicht genau, sondern sagt nur, dass bei zu geringer Framerate zusätzliche Zwischenbilder eingefügt werden. Vergleichbare Ansätze gibt es auch für Oculus Rift und HTC Vive, wo diese synthetischen Zwischenbilder für deutliche Leistungszuwächse sorgen. Die auf diesem Wege gesenkten Grafikanforderungen sollen dafür sorgen, dass ab einer GTX 1070 oder RTX 2060 ein flüssiges Spielgefühl aufkommt. Inwieweit Smart Smoothing auf bestimmte Grafikkarten beschränkt ist, ist noch unklar.

Zusätzlich zu den ersten beiden Punkten bietet die neue Software unter dem Namen Refresh Rate Switching die Möglichkeit, die Bildwiederholrate der Headsets von 90Hz auf 72Hz oder 64Hz zu reduzieren.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Pimax unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der Veröffentlichungszeitpunkt.