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SteelSeries Apex 7 & Pro: OmniPoint-Taster haben änderbaren Signalpunkt

Max Doll 20 Kommentare
SteelSeries Apex 7 & Pro: OmniPoint-Taster haben änderbaren Signalpunkt
Bild: SteelSeries

SteelSeries stattet vier Tastaturen mit einem OLED-Display aus. Zwei davon besitzen neue Taster mit variablem Signalpunkt. Per Software kann dadurch eingestellt werden, wie schnell eine Taste auslösen soll. Gewählt werden kann zwischen Wegstrecken von 0,4 Millimetern und 3,6 Millimetern.

Variable OmniPoint-Taster

Damit unterscheiden sich die Taster auffällig von anderen Modellen, bei denen fest vorgegeben ist, wann ein Signal erfasst wird. Möglich machen diese Flexibilität Magneten in Stempel und am Anschlag der Taster. Mit Hilfe eines Sensors kann SteelSeries messen, wie tief der Taster eingedrückt wurde; dabei macht sich das Unternehmen den Hall-Effekt zu nutze.

Weil die Taster einen veränderlichen Signalpunkt haben, werden sie ausschließlich mit linearer Abstimmung, also ohne Druckpunkt angeboten. Der Widerstand soll 45 Gramm betragen, mangels Kraftdiagramm ist die Angabe aber durch die Variabilität quasi nutzlos. Laut einem Hands-On von HardwareCanucks ähneln die Taster Gateron Red, sind aber noch linearer. Gateron ist zudem Kooperationspartner bei der Entwicklung der Taster gewesen.

Theoretischer und praktischer Nutzen

Die genutzte Technik hat zudem theoretische und praktische Vorteile. Im Voodoo-Bereich liegt die verringerte Reaktionszeit gegenüber herkömmlichen mechanischen Tastern, die sich schon bei ebenfalls sensorbasierten Infrarot-Modellen nicht spürbar auswirkt. Auch schnellere Reaktionszeiten durch frühere Aktivierung haben sich bislang als rein hypothetischer Vorteil herausgestellt.

Stärker auswirken dürften sich Vorteile in der Langlebigkeit. Da Signale nicht mechanisch erfasst werden, sollen die Taster 100 Millionen Anschläge erreichen. Auch das Doppelte sei möglich, behauptet der Hersteller, aber nicht mehr effizient testbar. Darüber hinaus können die Taster einzeln angepasst werden, sodass unterschiedliche Tasten unterschiedlich schnell auslösen. Per Software lassen sich zudem für Office- und Spielebetrieb unterschiedliche Profile anlegen.

So können einige Tasten sensibler, andere unempfindlicher gemacht werden. Eine Einstellung je nach Szenario für alle Tasten ist ebenso möglich und erscheint prinzipiell sinnvoll. Ein Signalpunkt unterhalb eines Millimeters erscheint jedoch eher unpraktisch. Bisherige Speed-Taster lösen häufig schon beim vorsichtigen Auflegen der Finger auf die Tastenkappe aus – was zum Arbeiten in der Regel als weniger angenehmen empfunden wird als zum Spielen.

Apex Pro mit neuen Tastern

Eingesetzt werden die Taster ausschließlich in zwei neuen Tastaturen, der Apex Pro und der Apex Pro TKL ohne Nummernblock. Beide Modelle besitzen ein OLED-Display an der Oberseite, die TKL-Version verzichtet dafür auf die drei Tasten oberhalb des Funktionsblockes (Druck, Rollen, Pause). Auf dem Display können Benachrichtigungen von Programmen und Spielen, etwa Spotify oder Dota 2, angezeigt werden. Zudem soll sich der Signalpunkt über die Anzeige wählen lassen.

Neben dem Display besitzen die Tastaturen ein klickbares Scrollrad sowie eine Medientaste. Programmiert werden können die Tastaturen in fünf Profilen. Die Ausstattung wird durch einen Pass-through-USB-Port, eine magnetisch haltende Handballenauflage sowie Kabelkanäle auf der Unterseite ergänzt.

Für die Apex Pro verlangt SteelSeries rund 230 Euro, die Variante ohne Nummerblock wird für rund 210 Euro in den Handel kommen. Beide Modelle sollen ab Herbst verfügbar sein.

Apex 7 mit alten Tastern

Neben der Apex Pro wird im gleichen Design die Apex 7 angeboten. Die Serien unterscheiden sich nur hinsichtlich ihrer Taster. Bei der Apex 7 werden herkömmliche lineare rote, taktile braune oder taktile und klickende blaue Modelle genutzt. Den Hersteller verrät SteelSeries nicht, was Cherry ausschließt. Anzunehmen ist, dass Gateron die Taster fertigt, da beide Unternehmen bereits bei den OmniPoint-Tastern zusammenarbeiten.

Die Apex 7 wird mit Nummernblock rund 190 Euro, ohne Nummernblock rund 160 Euro kosten. Modelle mit roten Tastern sind ab Juni erhältlich, die übrigen Versionen folgen im Herbst.

SteelSeries Apex Pro
Größe (L × B × H): 43,7 × 13,9 (20,8) × 4,0 (5,3) cm
Handballenauflage
Layout: 105 ISO (erweitert)
Display
Gewicht: 970 g
Kabel: 1,90 m, USB 2.0
Hub-Funktion: 1 × USB 2.0
Key-Rollover: N-KRO
Schalter: SteelSeries OmniPoint
Tasten: Form: zylindrisch
Material: ABS-Kunststoff
Beschriftung: laser cut
Zusatztasten: 1 × Medien
1 × Extra
Scrollrad (Lautstärke)
Medienfunktionen: Stumm, Abspielen/Pause, Vor/Zurück
Zusatzfunktionen: Helligkeit (regeln, ausschalten), Gaming-Modus, Makroaufnahme
Beleuchtung: Farbe: RGB
Modi: Atmungseffekt, Welleneffekt, Reaktiver Modus, umlaufende Aktivierung, Farbschleife
Sonstige: individuelle LED-Profile
Makros & Programmierung: 5 Profile, Hardware-Wiedergabe
vollständig, softwarelos programmierbar
Preis: ab 229 €