Abkommen mit MTS: Huawei baut 5G-Mobilfunknetz in Russland

Frank Hüber 43 Kommentare
Abkommen mit MTS: Huawei baut 5G-Mobilfunknetz in Russland

Wie unter anderem der Guardian berichtet, hat Huawei eine Vereinbarung mit dem russischen Telekommunikationsunternehmen Mobile TeleSystems (MTS) geschlossen, wonach das chinesische Unternehmen das russische 5G-Netz aufbauen wird. Der Aufbau des 5G-Netzes von Huawei soll innerhalb eines Jahres vollzogen werden.

Die Vereinbarung zwischen Huawei und dem russischen MTS soll während eines Treffens des russischen Präsidenten Wladimir Putin und des chinesischen Staatschefs Xi Jinping getroffen worden sein. Die Vereinbarung beinhaltet die Entwicklung von 5G-Technologie und den Aufbau eines 5G-Netzes im Zeitraum 2019 bis 2020, so MTS. MTS ist der größte Mobilfunkanbieter in Russland.

Huawei zufrieden, Details unbekannt

Da das Geschäft mit der Netzwerkinfrastruktur für den 5G-Mobilfunkstandard ein wichtiger Zukunftsbereich in Huaweis Geschäftsfeldern ist, zeigt sich das Unternehmen erwartet zufrieden über das Abkommen, zu dem jedoch bislang keine weiteren Details bekannt geworden sind.

Afrika und China stärken Zusammenarbeit mit Huawei

Während die US-Regierung US-amerikanischen Unternehmen die Zusammenarbeit mit Huawei durch das Ausrufen des Nationalen Notstands in der Telekommunikation untersagt hat, zeigt sich Russland hiervon unbeeindruckt. Auch die Afrikanische Union hat erst in der vergangenen Woche angekündigt, die Zusammenarbeit mit Huawei stärken zu wollen, wie futurezone berichtete. Die Afrikanische Union ist eine internationale Organisation, die sich als Zusammenschluss von 53 afrikanischen Staaten für Kooperationen auf allen Gebieten einsetzt. Auch bei diesem Abkommen zwischen der Afrikanischen Union und Huawei spielt der Mobilfunkstandard 5G eine Rolle, es beschränkt sich jedoch nicht auf diesen Bereich, sondern beinhaltet auch Künstliche Intelligenz und Cloud-Dienste von Huawei.

Die USA lehnen eine Beteiligung von Huawei an einem Ausbau des nationalen 5G-Netzes hingegen ab, da sie die Netzwerktechnik des chinesischen Unternehmens als Einfallstor für chinesische Spionage sehen.