Grafikkarten-Testsystem: Call of Duty: Black Ops 4 mit neuen Benchmarks

Wolfgang Andermahr 58 Kommentare
Grafikkarten-Testsystem: Call of Duty: Black Ops 4 mit neuen Benchmarks

Spiele-Benchmarks sind mittlerweile sehr komplex geworden. Es gibt zig Variablen, die Einfluss auf die Ergebnisse haben können – manche können vom Tester bedacht werden, andere geschehen dagegen willkürlich. So auch bei den Benchmarks zu COD: Black Ops 4, die ComputerBase für die Grafikkarten-Tests rundum erneuern musste.

Activision hat die für Benchmarks genutzte Blackout-Map völlig umgekrempelt, sodass die alten Ergebnisse von nun an nicht mehr nutzbar sind. Das resultierte in zwei Möglichkeiten für die Redaktion: Call of Duty: Black Ops 4 bei zukünftigen Grafikkarten-Tests nicht mehr nutzen oder die Benchmarks erneuern. Die Redaktion hat sich für letzteres entschieden.

Da die Spieleentwickler Battle-Royale-Maps gerne umbauen, finden die neuen Benchmarks auf einer regulären Mehrspieler-Karte statt. Das hat Vor- und Nachteile. Der größte Nachteil ist, dass die Blackout-Map aufgrund der Größe die anspruchsvollste Karte in Black Ops 4 ist. Die restlichen Multiplayer-Karten bieten zwar mehr Details auf wenig Raum, sind aber eben auch deutlich kleiner. Der Vorteil ist, dass diese nicht umgebaut werden. Zudem ist es positiv, dass die klassischen Karten primär die Grafikkarte belasten, während die Blackout-Map gerade in geringen Auflösungen primär durch den Prozessor limitiert ist.

„Der Schatten“ heißt die neue Karte, die ComputerBase in Black Ops 4 ab sofort für Grafikkarten-Benchmarks nutzt. Die Karte ist (wie alle) sehr verwinkelt, zeigt aber viele Details und viele Partikeleffekte. Damit gehört die Map zu den anspruchsvollsten der klassischen Mehrspieler-Karten. Für die neuen Benchmarks in Call of Duty: Black Ops 4 kommen nicht die gewohnten Grafikkarten-Treiber zum Einsatz, sondern mit dem Adrenalin 19.7.2 und dem GeForce 431.36 die neusten Iterationen.

Andere Ergebnisse als zuvor

Die neuen Benchmarks zeigen überraschende Ergebnisse. So fällt das vorher stark existierende CPU-Limit in Full HD zum Großteil weg. Auch die GeForce RTX 2080 Ti skaliert noch ordentlich in der niedrigen Auflösung. Darüber hinaus ist die Framerate ein Stück höher als bei den alten Tests. In hohen Auflösungen nur etwas, da dort auch im Blackout-Modus die Grafikkarte der wichtigste Faktor für die Framerate ist. In niedrigen Auflösungen gibt es bei den neuen Tests nun aber massiv mehr FPS als zuvor.

Call of Duty: Black Ops 4 lag auch im GPU-Limit AMD-Grafikkarten sehr. Das gilt bei den neuen Benchmarks umso mehr, darüber hinaus ist die gesamte Radeon-Riege auch in niedrigen Auflösungen sehr stark. So liegt die Radeon RX 5700 XT nun gleich auf mit der GeForce RTX 2070 Super, bei den alten Tests lag erstere noch um acht Prozent zurück. Auf das Performancerating hat dies aber nur einen minimalen Einfluss, sodass sich an vorher getroffenen Bewertungen nichts ändert.