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GeForce 436.02 Treiber: Nvidia spricht von bis zu 23 % mehr FPS und neuen Features

Wolfgang Andermahr 206 Kommentare
GeForce 436.02 Treiber: Nvidia spricht von bis zu 23 % mehr FPS und neuen Features

Nvidia hat den GeForce 436.02 veröffentlicht. Der Treiber soll auf Turing-Grafikkarten die Performance um bis zu 23 Prozent verbessern. Betroffen von der Steigerung sollen die Spiele Apex: Legends, Battlefield V, Forza Horizon 4, Strange Brigade und World War Z sein.

In einem Blog-Post nennt Nvidia auch genaue Zahlen und zeigt Benchmarks zu allen fünf Spielen, den drei Grafikkarten der Super-Reihe und der GeForce RTX 2080 Ti. Die 23 Prozent mehr FPS soll es auf einer GeForce RTX 2080 Super in Apex: Legends geben, während das höchste Plus in Battlefield V bei knapp 8 Prozent bei derselben Grafikkarte liegen soll. In Forza Horizon 4 werden ein Plus von 18 Prozent bei der GeForce RTX 2060 Super, bei Strange Brigade von 6 Prozent auf der GeForce RTX 2080 Ti und bei World War Z von 8 Prozent bei der GeForce RTX 2060 Super genannt.

Nvidia bietet nun ein eigenes „Anti-Lag“

Abgesehen von den Performanceverbesserungen gibt es im Treibermenü eine neue Option Namen „Ultra-Low Latency“, die Einfluss auf die im Voraus gerenderten Bilder (Maximum Pre-Rendered Frames) hat. Steht die Option auf „aus“, werden je nach Wunsch der Applikation ein bis drei Bilder im Voraus gerendert, bevor diese ausgegeben werden. Bei „ein“ ist es maximal ein Frame und beim nun neuen Modus „Ultra“ wird das Frame so schnell es geht ausgegeben. Das reduziert die Ausgabelatenz der Bilder und ist funktionstechnisch möglicherweise mit AMDs neuem Anti-Lag vergleichbar.

Nvidia Low Latency Modi
Nvidia Low Latency Modi (Bild: Nvidia)

Der neue Schärfefilter soll schärfer und schneller sein

Darüber hinaus gibt es mit dem GeForce 436.02 einen neuen Schärfefilter, der optional in GeForce Experience aktiviert werden kann. Dieser soll bessere Ergebnisse abliefern als der bisher integrierte „Detail“-Filter. Zugleich soll der FPS-Verlust im Vergleich zur vorherigen Lösung reduziert worden sein. Der Schärfefilter ist dabei im Bereich 0 bis 100 Prozent konfigurierbar, sodass die gewünschte Schärfe pro Spiel eingestellt werden kann. Der Filter funktioniert unabhängig von der API bei aktuell 600 Spielen, einzig DirectX 10 ist nicht kompatibel.

Ein neuer Schärfefilter
Ein neuer Schärfefilter (Bild: Nvidia)

Nvidia hat mit dem Treiber zudem „Integer Scaling“ eingeführt. Dieses ist für so genannte „Pixel Art“- oder Retro-Spiele gedacht, die auf einem hochauflösendem Monitor gespielt werden und auf diesem bis jetzt an Bildschärfe verloren haben. Integer Scaling soll nun die programmierbaren Filterfunktionen der Turing-GPU nutzen können, um dieses Problem durch einen neuen Algorithmus zu beheben. Die Funktion gibt es entsprechend nur auf einer GeForce-GTX-1660- oder einer GeForce-RTX-2000-Grafikkarte. Zu guter letzt hat Nvidia in dem Treiber die 30-Bit-Farbtiefe auf jeder GeForce-Grafikkarte aktiviert und die Liste der G-Sync-kompatiblen Monitore erweitert.

Integer Scaling für „Pixel-Spiele“
Integer Scaling für „Pixel-Spiele“ (Bild: Nvidia)

Der GeForce 436.02 kann aus dem Download-Archiv heruntergeladen werden. Noch hat der Treiber das Problem, dass GeForce Experience immer mit installiert wird, selbst wenn es nicht ausgewählt wird. Dieses Problem soll im Laufe des Abends noch mit einer neuen Version des Treibers behoben werden, so Nvidia. Derzeit führt der Versuch, den Treiber bei Nvidia herunterzuladen, bei vielen Nutzern zu einem 404-Fehler.

Downloads

  • Nvidia GeForce-Treiber (GRD) Download

    4,3 Sterne

    Die GeForce-Treiber unterstützen sämtliche aktuellen Nvidia-Grafikkarten.

    • Version 436.30 WHQL Deutsch
    • Version 425.31 WHQL Deutsch
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