Google Nest Mini: Mehr Wumms, mehr Mikrofone und mit schnellerem Assistant

Nicolas La Rocco 10 Kommentare
Google Nest Mini: Mehr Wumms, mehr Mikrofone und mit schnellerem Assistant

Google legt seinen kleinsten Smart-Home-Lautsprecher in neuer Generation auf und nennt ihn fortan Google Nest Mini. Rein äußerlich betrachtet hat sich wenig verändert, unter der recycelten Haube stecken aber mehr Mikrofone, ein stärkerer Lautsprecher und ein eigens entwickelter Chip, um den Google Assistant zu beschleunigen.

Marktstart am 22. Oktober für 59 Euro

Nach dem Nest Hub (Test) bringt Google jetzt auch seine Smart-Home-Lautsprecher unter neuem Namen auf den Markt. Den Anfang macht der Google Nest Mini als Nachfolger des Google Home Mini. Nach Deutschland wird der kleine Lautsprecher am 22. Oktober zum unveränderten Preis von 59 Euro kommen. Neben dem Google Store soll er auch bei den bekannten Elektronikhändlern angeboten werden. Hierzulande werden aufgrund der bisher vorherrschenden Beliebtheit nur die Farben „Carbon“ und „Kreide“ verfügbar sein, während für die USA auch Rot und Blau geplant sind.

Gehäuse aus recyceltem Kunststoff

Das Gehäuse des Nest Mini lässt Google neuerdings aus 43 Prozent recyceltem Plastik fertigen, die vermeintliche Stoffhaube besteht tatsächlich zu 100 Prozent aus recyceltem Plastik, fühlt sich aber nicht so an, wie ComputerBase nach dem ersten Ausprobieren bestätigen kann. Der Lautsprecher lässt sich optisch gut ins Wohnzimmer integrieren. Eine neue Einbuchtung auf der Rückseite erlaubt das Aufhängen an der Wand.

Ultraschallsensoren im Nest Mini erkennen die Annäherung einer Hand und aktivieren daraufhin mehrere LEDs an der Oberseite, die jeweils am Rand platziert zum Regeln der Lautstärke dienen und in der Mitte Aktivitäten des Google Assistant signalisieren. Umgedreht offenbart der Nest Mini einen klassischen Stromanschluss für Hohlstecker anstatt der bisher verbauten Micro-USB-Buchse. Google argumentiert, mit der alten Buchse hätte der jetzt kräftigere Lautsprecher nicht mehr betrieben werden können. Angesichts leistungsstarker USB-Typ-C-Netzteile ist die Veränderung aber nicht nachvollziehbar.

Mehr Bass und mehr Mikrofone

Apropos Lautsprecher: Dieser soll nun im Bereich zwischen 60 Hz und 100 Hz eine doppelt so starke Basswiedergabe bei maximaler Lautstärke bieten. Im kurzen Hörtest mit Taylor Swift klang der Nest Mini kräftiger als der Home Mini. Für das Mehr an Wumms ist ein neuer Verstärker zuständig, der mit dem Lautsprecher eine Einheit ganz unten im Nest Mini bildet. Ganz oben wiederum sitzen die Mikrofone, derer nun drei statt zwei verbaut sind, was einer zuverlässigeren Spracherkennung zugutekommen soll.

Neuer Google Assistant erst einmal nur auf Englisch

Auf dem Nest Mini läuft die nächste Generation des Google Assistant, den Google erstmals im Frühjahr zur eigenen Entwicklerkonferenz Google I/O vorgestellt hatte. Ein eigens entwickelter Machine-Learning-Chip im Nest Mini verarbeitet deutlich mehr Anfragen direkt auf dem Gerät, anstatt mit Googles Cloud zu kommunizieren. Vorerst funktioniert das allerdings nur auf Englisch, da anderssprachige Sprachmodelle noch nicht ausreichend trainiert wurden. Im Laufe des kommenden Jahres will Google den schnelleren Assistant in weiteren Sprachen anbieten, darunter auch Deutsch.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Google unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.