Microsoft: Mitarbeiter fordern Ende der Zusammenarbeit mit Polizei

Frank Hüber 49 Kommentare
Microsoft: Mitarbeiter fordern Ende der Zusammenarbeit mit Polizei
Bild: StockSnap | CC0 1.0

250 Microsoft-Mitarbeiter haben den Microsoft-CEO Satya Nadella dazu aufgefordert, die Zusammenarbeit mit dem Seattle Police Department (SPD) und anderen Polizeibehörden einzustellen und eine Petition, die den Rücktritt der Bürgermeisterin von Seattle, Jenny Durkan, fordert, sowie die Black-Lives-Matter-Bewegung zu unterstützen.

Die E-Mail, die am Montagmorgen an den CEO Satya Nadella und den Executive Vice President Kurt DelBene mit mehr als 250 Unterzeichnern geschickt wurde, trägt den Betreff „Our neighborhood has been turned into a warzone“. Die meisten der Microsoft-Mitarbeiter, die das Anliegen unterstützen, seien in den letzten Tagen selbst direkt Opfer oder Zeugen des Vorgehens der Polizei von Seattle bei friedlichen Protesten geworden. Einzelne Erfahrungen werde in der E-Mail geschildert.

Microsoft solle formell den Einsatz von Tränengas, Gummigeschossen und Blendgranaten gegen die Protestierenden verurteilen, Verträge mit dem SPD und anderen Polizeibehörden kündigen und das Entziehen finanzieller Mittel für das SPD unterstützen. Zudem soll Microsoft eine Petition, die den Rücktritt der Bürgermeisterin von Seattle, Jenny Durkan, fordert, unterstützen und sich für die Forderungen der Black-Lives-Matter-Bewegung einsetzen, so die Forderung der Mitarbeiter. Zudem wird darum gebeten, bei den Leistungsbewertungen der Mitarbeiter die Pandemie des Coronavirus' zu berücksichtigen.

Die freiwillige Nennung der Unterstützer, die in die E-Mail aufgenommen werden wollte, bedeute nicht, dass jeder Mitarbeiter alle Forderungen in vollem Umfang unterstütze, so der Wortlaut. Initial sei die E-Mail nur von 20 Mitarbeitern unterstützt worden, nachdem sie sich im Unternehmen verbreitete und weitere Mitarbeiter Kenntnis von den Anliegen erhielten, fanden sich jedoch schnell mehr als 250 Unterstützer.

Satya Nadella hat die Forderungen der Mitarbeiter noch nicht explizit reagiert, hatte jedoch bereits vorher erklärt, dass ihn viele Aufrufe zum Handeln, Nachdenken und zum Wandel erreicht hätten und man handeln müsse. Als Unternehmen müsse man dabei im Unternehmen selbst damit anfangen. Was Microsoft konkret plant, geht daraus jedoch noch nicht hervor.

As a company, we need to look inside, examine our organization, and do better. I have heard from many employees over the past several days, expressing calls for action, calls for reflection, calls for change. My response is this: Yes. We have to act.

Satya Nadella