Wochenrück- und Ausblick: AMD präsentiert Ryzen 5000 mit breitem Grinsen

Jan-Frederik Timm 119 Kommentare
Wochenrück- und Ausblick: AMD präsentiert Ryzen 5000 mit breitem Grinsen
Bild: AMD

Mit der Vorstellung der Ryzen-5000-CPUs hatte AMD die Woche thematisch fest im Griff und Intel ab 5. November voraussichtlich ein Problem: Mit abermals fast 20 Prozent IPC-Gewinn gegenüber Zen 2 sollen die ersten Zen-3-CPUs in jeder Disziplin, auch Spielen, schneller sein. Auch zu Radeon RX 6000 gab es „Neuigkeiten“.

Mit Ryzen 5000 winkt der Gaming-Thron

AMD Ryzen 5000 startet mit vier Modellen von 6 bis 16 Kernen zu Preisen von 299 bis 799 USD am 5. November. Die CPUs nutzen die massiv optimierte Zen-3-Architektur, die bis zu 20 Prozent leistungsfähiger als Zen 2 ist. Ryzen soll Intel Core so erstmals auch bei Gaming und Single-Core-Lasten abhängen und entsprechend gut gelaunt zeigte sich AMD zur Präsentation und in kleineren Gesprächsrunden vorab.

Noch einmal durfte sich bei Zen 3 Chefarchitekt Mike Clark dem Design annehmen und dessen Stärken weiter ausbauen, parallel dazu aber auch die bisherigen Schwächen beseitigen. Herausgekommen ist dabei Ryzen 5000 mit einem erneut massiven Leistungswachstum gegenüber Ryzen 3000 mit Zen 2, das die bereits hoch gesteckten Erwartungen noch einmal übertrifft. Intel soll in allen Segmenten, auch in Spielen und Single-Core-Anwendungen, geschlagen werden – bei deutlich weniger Verbrauch.

Und AMD will nicht nur auf dem Papier liefern. Eine der wichtigsten Errungenschaften der neuen Generation sei darüber hinaus auch, dass die neue Architektur genau nach Zeitplan umgesetzt wurde und nun wie geplant im vierten Quartal mit ersten Produkten im Handel steht – ein klarer Seitenhieb in Richtung Intel.

Selbst der sehr gut abgerufene Test des neuen Apple iPad 8. Generation landet in der nachfolgenden Rangliste im Vergleich zum Bericht zur Ankündigung der Zen-3-CPUs nur auf einem sehr weit abgeschlagenen zweiten Platz.

Wie schnell ist „Big Navi“?

Im Anschluss an die Vorstellung von Ryzen 5000 hat AMD zwar keine Details zu Radeon RX 6000 mit RDNA2 und „Big Navi“ verraten, aber drei erste eigene Benchmarks der Radeon RX 6000 in Ultra HD gezeigt. Das verwendete System und dessen Einstellungen sowie die Spiele und Einstellungen hat AMD genannt, nicht gezeigt wurden allerdings die konkrete Spielszene – und welche zukünftige Grafikkarte überhaupt zum Einsatz kam.

Es kam, was kommen musste und von AMD sicherlich auch geplant war: In Foren und andernorts wurde trotzdem versucht, die Ergebnisse denen mit GeForce RTX 3080 gegenüberzustellen. Aktueller Tenor: Die genutzte Grafikkarte könnte in Schlagdistanz zur GeForce RTX 3080 liegen, in einigen Titeln sogar darüber. Und dass AMD auf die Frage, welches Modell zum Einsatz kam, bewusst nebulös geblieben ist, hat die Spekulationen die vergangenen Tage noch zusätzlich angeheizt. Offiziell wird AMD Radeon RX 6000 am 28. Oktober enthüllen.

Next: Apple iPhone 12 (Pro) und Asus ROG Strix

Die kommende Woche wird am Dienstagabend ganz im Zeichen des neuen Apple iPhone stehen: Unter dem Motto „Hi, Speed.“ hat Apple zur virtuellen Produktpräsentation geladen. Erwartet wird die Vorstellung des neuen iPhone 12 (Pro), wobei auch Spekulationen um eine besonders kleine Variante nicht abreißen.

Die Redaktion wird sich darüber hinaus weiteren Spielen im Technik-Test und der GeForce RTX 3090 Strix OC von Asus widmen, die wie die GeForce RTX 3080 Strix OC über einen vollständig neuen Kühler verfügt. Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen für den Ryzen-5000-Test an.