Arma Reforger: Der Brückenschlag zu Arma 4 kehrt zum ersten Teil zurück

Michael Günsch
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Arma Reforger: Der Brückenschlag zu Arma 4 kehrt zum ersten Teil zurück
Bild: Bohemia Interactive

Bohemia Interactive hat per Livestream die Zukunft der Militärsimulation Arma enthüllt. Diese liegt kurioserweise in der Vergangenheit, denn das vorgestellte Arma Reforger führt zum allerersten Teil des Studios zurück. Allerdings setzt die neue Enfusion Engine den Kalten Krieg viel moderner und auch auf Xbox in Szene.

Ein Brückenschlag zu Arma 4

Fans, die die Vorstellung von Arma 4 erwartet haben, wurden gestern Abend im Livestream auf Twitch enttäuscht. Denn einen wirklich neuen Teil der Serie gibt es vorerst nicht. Stattdessen dient Arma Reforger (Early Access) praktisch als Brückenschlag zum nachfolgenden Arma 4, das wiederum für später bestätigt wurde.

Arma Reforger zurück im Kalten Krieg

Verpackt in der neuen Enfusion Engine, die nicht nur grafisch, sondern auch spielmechanisch viel zu bieten hat, dreht sich die Geschichte um die Zeit des Kalten Krieges, wie es schon im allerersten Teil des Studios der Fall war: Im Juni 2001 brachte Bohemia Interactive Operation Flashpoint: Cold War Crisis heraus, das zwischenzeitlich in Arma: Cold War Assault umbenannt worden war.

Aus diesem Teil stammt die fiktive Insel Everon im Mittelatlantik, die jetzt in hochmoderner Grafikpracht auf virtuellen 52 km² neu entstand und mit Bergen, Tälern, Wäldern, Wiesen, Flüssen und Seen aufwartet. Arma Reforger soll praktisch jetzt schon zeigen, wie schön ein Arma 4 aussehen kann und letztlich auch für Einnahmen sorgen, mit denen die Weiterentwicklung finanziert wird. Die Geschichte spielt im Jahr 1989 und liefert das Szenario eines Konflikts zwischen US-Soldaten und sowjetischen Truppen auf der umkämpften Insel.

Mutiplayer im Battlefield-Stil

Eine Einzelspielerkampagne bietet Arma Reforger nicht. Dennoch handelt es sich um mehr als eine spielbare Techdemo für die neue Engine. Viel Action verspricht Bohemia im Multiplayer-Modus Conflict. Spieler müssen sich für eine der beiden Seiten entscheiden und ganz im Stile eines „Battlefield“ mit diversen Waffen und Fahrzeugen um strategisch wichtige Stellungen kämpfen. Beim Arsenal versprechen die Entwickler Authentizität „bis ins kleinste Detail“.

Game Master Modus und Workbench

Ein neues Konzept für mehr Abwechslung stellt der Spielmodus Game Master dar, der zugleich die Sandbox-Eigenschaften der neuen Engine demonstriert. Dabei handelt es sich um einen Echtzeit-Editor für eigene Missionen, die auch andere Spieler in diesem Modus erleben können. Der Game Master soll dabei auch dynamisch ins Spielgeschehen eingreifen können.

Arma Reforger’s playable content is supported by Game Master – a real-time mission editor that allows players to curate events, set tasks and challenges, and dynamically respond to other players on the battlefield.

Wie schon bei den Vorgängern wird erneut das Thema Modding groß geschrieben. Durch den Wechsel auf die Enfusion Engine müssen neue Mods her, die sich mit dem Workbench erstellen lassen. Hier werden dieselben Tools versprochen, die auch für die Entwicklung des Spiels genutzt wurden. Über den Workshop werden die Modifikationen jedermann zur Verfügung gestellt.

Arma Reforger ist ab sofort erhältlich

Arma Reforger ist laut Bohemia der erste Teil der Serie, der parallel auch auf der Xbox spielbar ist. Fertig ist das Spiel allerdings noch nicht. Im Early Access auf Steam sowie als Game Preview für Xbox Series X|S kostet der Titel rund 30 Euro. Weitere Informationen liefert die offizielle Website zum Spiel.

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