ASRock Arc A380 Challenger: Alchemist im Mini-ITX-Format beendet AMD-Exklusivität

Update Sven Bauduin
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ASRock Arc A380 Challenger: Alchemist im Mini-ITX-Format beendet AMD-Exklusivität
Bild: Bilibili

Nach der Gunnir Arc A380 (Test), die der Redaktion eine Woche zwischen Lachen und Weinen beschert hat, ist die ASRock Arc A380 Challenger das zweite Custom-Design auf Basis des Low-End-Alchemist und setzt dabei auf das kompakte sowie platzsparende Mini-ITX-Format. Damit ist ASRock erstmals kein AMD-Exklusivpartner mehr.

Alchemist im Mini-ITX-Format

Auf der chinesischen Video-Sharing-Plattform Bilibili sind erstmals Videos zu einem weiteren Custom-Design, basierend auf dem kleineren der beiden Arc-Grafikprozessoren, dem Intel ACM-G11 mit 1.024 Shadereinheiten vom Typ Intel Xe HPG, aufgetaucht. Darauf machte zuerst der Twitter-Nutzer @harukaze5719 aufmerksam.

Die kleine Grafikkarte ist im Mini-ITX-Format aufgelegt und wird von einem einzelnen Lüfter gekühlt. Wie bereits die Gunnir Arc A380, die sich in der Redaktion bereits weiteren Tests mit einem AMD Ryzen und OC stellen musste, orientiert sich auch ASRock an die bekannten Herstellervorgaben von Intel.

ASRock Arc A380 Challenger (Bild: Bilibili)

Die Spezifikationen sind damit ähnlich zur Gunnir Arc A380 und lesen sich wie folgt:

ASRock Arc A380 Challenger
  • Intel Xe HPG („Alchemist“)
  • ACM-G11 mit 1.024 Shadereinheiten
  • 6 GB GDDR6 mit 15,5 Gbps @ 96-Bit
  • 4,8 TFLOPS Rechenleistung (GPU-Takt damit 2.350 MHz)
  • 75 bis 87 Watt TBP
  • PCIe 4.0 x8

In einem Video auf der chinesischen Plattform wird die ASRock Arc A380 auf einem System mit AMD Epyc 7T83, der OEM-Version des AMD Epyc 7763 auf dem für Server konzipierten Sockel SP3 betrieben und dabei in mehreren Szenarien sowie Benchmarks mit einer AMD Radeon RX 6400 und einer Nvidia GeForce RTX 3090 verglichen.

ASRock setzt erstmals nicht auf AMD

Wie der Preisvergleich auf ComputerBase zeigt, ist die Arc A380 Challenger damit die erste Custom-Grafikkarte von ASRock, die keine GPU von AMD beheimatet. Bislang galt der Hersteller aus Taiwan in Sachen Grafikkarten als AMD-Exklusivpartner und bot ausschließlich Modelle mit RDNA und RDNA 2 in seinem Portfolio an.

Die Redaktion dankt Community-Mitglied „konkretor“ für den Hinweis zu dieser Meldung.

Update

Die ASRock Arc A380 Challenger ist ab sofort bei Mindfatory.de ab Lager verfügbar. Der Preis liegt bei 189 Euro*. Es ist das erste Mal, dass eine Desktop-Grafikkarte vom Typ Intel Arc im deutschen Handel verfügbar ist.

Die ASRock Arc A380 Challenger (Bild: ASRock)

Bis dato konnten Kunden in Deutschland die bisher einzige offiziell von Intel auf den Markt gebrachte Arc-Grafikkarte für Desktop-PCs nur als Import erwerben, lediglich Notebooks mit Intel Arc sind schon länger auch in Deutschland zu bekommen.

ComputerBase hat die Arc A380 bereits im Juli auf Basis genau solcher Importware getestet, in Kürze sollten die großen Modelle Arc A750 und Arc A770 folgen. Vor Nvidias Präsentation der GeForce RTX 4000, die für die kommende Woche erwartet wird, dürfte das allerdings nichts mehr werden.

ComputerBase wird bereits in Kürze einen Test des Medion Erazer Major X10 mit Arc A730M veröffentlichen. Die mobile Grafikkarte nutzt dieselbe GPU wie die großen Desktop-Modelle, darf die 24 aktiven Xe-Shader aber maximal mit 120 Watt betreiben.

Vielen Dank an ComputerBase-Leser Konkretor für den Hinweis zu diesem Update.

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