Das Auto als Spielkonsole: Steam soll nächsten Monat im Tesla debütieren

Sven Bauduin
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Das Auto als Spielkonsole: Steam soll nächsten Monat im Tesla debütieren
Bild: Tesla

Wie Tesla-CEO Elon Musk über Twitter ankündigt, macht der US-Automobilhersteller weiterhin große Fortschritte bei der Integration der Spiele-Vertriebsplattform Steam in seine Fahrzeuge. Eine erste Demonstration der Spielkonsole im Model S und Model X wird demnach bereits für den nächsten Monat in Aussicht gestellt.

Fahrende Spielkonsole mit PS5-Rechenleistung

Mit dem aktuellen Model S und Model X bietet Tesla Spielkonsolen auf Rädern mit einer Rechenleistung von bis zu 10 TFLOPS an, welche auf AMD Navi 23 und der nach wie vor aktuellen RDNA-2-Architektur basiert.

Die 3. Generation des Infotainmentsystems, bei Tesla auch MCU („Media Control Unit“) genannt, setzt im Model S und Model X auf eine Ryzen-CPU und eine Radeon-GPU sowie 8 GB GDDR6 von Samsung, die mit 128 Bit angebunden sind.

Von der Rechenleistung macht die aktuelle MCU3 der PlayStation 5 Konkurrenz, die auf 10,3 TFLOPS kommt. Auch die Fahrzeuge der Modellreihen Model 3 und Model Y sollen bei entsprechend verbauter MCU eine Steam-Integration erhalten.

Spielen im Automobil nicht unumstritten

Bei Tesla durfte bis vor kurzem sogar während der Fahrt gespielt werden, wenngleich nur vom Beifahrersitzt aus. Tesla hatte die Funktion „Passenger Play“ in den Modellreihen Model S, X und Y Performance mittels Over-The-Air (OTA) Update zuletzt allerdings unterbunden und infolgedessen auf parkende Fahrzeuge beschränkt. Der Grund dafür war eine Beschwerde bei der amerikanischen National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA).

Was tun mit der freien Zeit?

Spielen (oder Streamen) beim Parken, Angebote aus dieser Kategorie verfolgen derzeit viele Automobilhersteller insbesondere in Elektrofahrzeugen. Kurzfristig soll Kunden ein Zeitvertreib für den Aufenthalt an der Ladesäule geboten werden. Langfristig geht es aber auch um ein Angebot für die Phasen, in denen Autos ohne Zutun des Fahrers unterwegs sind.

In der aktuellen S-Klasse ist das neuerdings beispielsweise in Stausituationen bis 60 km/h auf Autobahnen möglich: Solange der Fahrer in der Lage bleibt, die Verantwortung innerhalb von maximal 10 Sekunden wieder zu übernehmen, wenn er vom Fahrzeug dazu aufgefordert wird, darf er sich in der „Level-3-Autonomie-Phase“ anderen Tätigkeiten zuwenden – darunter Fernsehen, E-Mails schreiben oder auch Spielen.

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