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10Base2

Poker_face

Cadet 4th Year
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Mai 2021
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66
Hallo,

da ich momentan in der Netzwerk Materie drin bin, habe ich da was von früher
Vor 25 Jahren hatte ich noch ISDN und 2 PCs, einer davon war im Internet und ich wollte ein Netzwerk aufbauen. Die 2 PCs standen in 2 unterschiedlichen Zimmern. Hatte 2 Netzwerkkarten mit BNC-Anschlüssen, ein 5 m Koaxialkabel, also 10Base2. Aber irgendwie funktionierte es nicht. Heute frage ich mich, lag es am fehlenden Terminator ? 😃✌🏻

Gruß
 
Eventuell. Oder irgendwas bei den Netzwerkeinstellungen nicht richtig gehabt. Aber wie soll man das jetzt noch nachvollziehen und wofür ist es relevant?
 
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ich schätze mal der PC mit der ISDN Karte konnte nicht routen. Standardmäßig macht Windows das nicht. Dazu muss wie heute auch RAS und Routing installiert werden.
 
Wenn Du das Kabel direkt in die Karte gesteckt hast, ohne Schnüffelstück (T-Stück) mit angehängtem Terminator, kann das Netzwerk physikalisch nicht funktionieren.
 
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Du brauchst bei einer BNC Verkabelung an jedem T-Stück einen Endwiderstand (bei der Verbindung von 2 Rechnern).
Eine direkte Verbindung nur mit einem Kabel ohne Endwiderstände funktioniert das Netzwerk nicht.
 
Poker_face schrieb:
lag es am fehlenden Terminator ? 😃✌🏻
du hättest an beiden Enden einen Terminator haben müssen.
also an jedem PC jeweils ein BNC T-Stück (wurde eigentlich bei jeder Karte mitgeliefert), dazwischen das Kabel und an die beiden freien Enden der T-Stücke die Terminatoren.

und dazu muss das natürlich noch Software zeitig korrekt konfiguriert werden. Das war zu Zeiten von Windows 98 noch deutlich komplizierter als heute
 
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Hab vor ca. 30 Jahren in der Studenten-Wg in der ich wohnte mit einem Kumpel Doom über ein 10Base2 LAN im Multiplayer Modus gezockt, das ging sehr gut, trotz 10 Mbit half duplex.
Hatte damals eine 486-DX4 100 Mhz. :)
 
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@SirSinclair mit doom haben wir die erste lan-party gemacht mit pizza und bier.
zuerst auch mit bnc und dann später mit 10/100 Mbit Hub (kein Switch)

@qiller na klar geht das auch ohne aber dann hat man keine kontrolle darüber

 
Das ist mir wieder in den Sinn gekommen. Ich wollte damals einfach nur am zweiten (am älteren bzw meinem) PC Internet haben 😀
Ob da T-Stücke dabei waren, weiss ich nicht mehr. Aber ich dachte wohl, man müsste das Koxialkabel nur an beide Netzwerkkarten stöpseln
 
Poker_face schrieb:
Aber irgendwie funktionierte es nicht.
Bei mir funktionierte es dagegen, und das sogar hervorragend. Und ich frage mich im Nachhinein tatsächlich immer wieder mal, weshalb mir das damals tatsächlich ausreichte, also nur 10Mb/s (HalfDuplex wohlgemerkt, also kein FullDuplex) und Dank 10Base2 und Ethernet-Hub anstatt Switch auch für alle Clients bzw. das Netz zusammen, inkl. möglicher Kollisionen, da eben nur HalfDuplex. Aber ich kann mich nicht an "Bandbreitenprobleme" im Heimnetz erinnern, und das obwohl ich den Server damals auch als NAS verwendete.
Aber ich habe damals auch größere Installationen mit 20-30 PCs kennenlernen dürfen, die ebenfalls nur mit 10Base2 angebunden waren und nur kleine Festplatten verbaut hatten (dort war nur MS-DOS installiert, inkl. der Treiber für die Netzwerk-Hardware, womit das Netzlaufwerk eingebunden wurde). Und WfW (Ver. 3.11) wurde dann über das Netzlaufwerk geladen/gestartet (also die PCs waren eine Art Thin-Client, also nur was den Festplattenspeicher betrifft und nicht die CPU und RAM). Und selbst das funktionierte erstaunlich gut bzw. flott (inkl. MS-Works usw.) mit 10Base-2, da wundere ich mich noch heute darüber (weil es ja kein FullDuplex war uns sich die Clients die Bandbreite teilen mussten)…

Jedenfalls bei mir im Heimnetz deutlich kleiner gestartet (in den 90ern vor ca. 30 Jahren) mit 10Base2 (was für das Heimnetz schon einfacher war als 10Base5) mit 4 10Base2 Clients (2 PCs, Server (inkl. ISDN-Karte und Proxy) und Print-Server) und später (2. Ausbaustufe, kurz nach der Jahrtausendwende, also vielleicht vor 25 Jahren) mit 3 10Base2-Clients (3 PCs), 4 10Base-T Clients (Server (inkl. ISDN-Karte und Proxy), Plotter, Print-Server und PC) i.V.m. einem Ethernet-Hub (nicht Switch) mit 8x 10Base-T und 1x 10Base2-Anschluss (damit konnte man das 10Base2 Netz mit dem 10Base-T Netz verbinden).

Verwendet wurde dazu 1x5m Koaxialkabel (von PC 1 zu 2, aber erst in der 2. Ausbaustufe), 1x20m Koaxialkabel (von PC 2 zu PC 3, von Anfang an bzw. da noch PC 1 zu PC 2), 1x10m Koaxialkabel (von PC 3 zum Ethernet-Hub bzw. davor von PC 2 zu Server), 1x5m Koaxialkabel (von Server zu Print-Server, wurde dann in der 2. Ausbaustufe am anderen Ende für PC 1 verwendet), 4 T-Stücke, Abschlusswiderstände und (ab der 2. Ausbaustufe i.V.m. dem Ethernet-Hub) 4x CAT5-Patchkabel, ungekreuzt.
Der Ethernet-Hub hatte für Port 8 einen "normalen" und einen Uplink-Port (also intern gekreuzt damit man für die Verbindung zu einem weiteren Hub oder Switch ungekreuztes Kabel verwenden konnte oder gekreuzte für den Anschluss eines normalen Client).

2004 flogen dann die Koaxialkabel aus den Wänden und wurde durch CAT5 ersetzt und zusätzlich ein 5-Port 100Base-T Ethernet-Switch installiert. 2007 wurde dann der 10Mb/s Hub durch einen 8-Port 1GBase-T Switch ersetzt. Später (2012) dann durch etliche weitere CAT6A-Kabel ergänzt inkl. neuem (zentralen) 24er Patchpanel und 2 weiteren 8-Port 1GBase-T Switches (und der 5-Port 100Base-T Switch wurde entfernt). 2016 folgten dann noch ein paar weitere CAT7-Kabel und ein neuer zentraler 24-Port 1GBase-T Switch.

Den alten 10Mb/s Ethernet-Hub habe ich noch heute (allerdings nicht mehr in Betrieb) und der alte 5-Port 100Base-T Switch (der noch kein AutoMDIX beherrscht) tut noch nach wie vor seinen Dienst als zentraler Ethernet-Switch im Haus von meinem Bruder (nun allerdings mit einem neueren Schaltnetzteil anstatt dem originalen klassischen Trafo-Netzteil)…

Poker_face schrieb:
Heute frage ich mich, lag es am fehlenden Terminator ? 😃✌🏻
Das kann dir wohl nur eine funktionierende Glaskugel beantworten…
 
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Ich würde einmal sagen, neben dem fehlenden Terminator war auch eine falsche IP-Konfiguration (IP-Adressen, Subnetzmaske, Gateway und DNS) beteiligt.
Dazu musste natürlich auf dem Rechner mit der ISDN-Karte eine Software zum Routen bzw ein Proxy installiert gewesen sein, etwa das damals beliebte AVM KEN! oder ICS / Internetverbindungsfreigabe von Windows.

Nachtrag;
Bandbreitenprobleme beim Datenaustausch?
Was war denn damals die Alternative zu LAN mit 10 MBit .. Disketten, ZIP-Drives, CD-R(W). Die waren noch langsamer und umständlicher in der Handhabung.
 
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Bandbreitenprobleme ... tztz ..

das erste Multiplayererlebnis war per Nullmodemkabel und Doom oder Transport Tycoon.

da musste man noch deutlich mehr Konfigurieren das es überhaupt läuft.
Und das war btw mit 115 kb/s also um Faktor 100 kleiner als bei den BNC Karten.
 
EDV-Leiter schrieb:
war auch eine falsche IP-Konfiguration (IP-Adressen, Subnetzmaske, Gateway und DNS)
Naja, die ersten LAN-Spiele haben doch eher noch das IPX/SPX-Protokoll von Novell verwendet. Für mich ging es mit dem Netzwerk-Gaming erst so richtig mit den Quake-Spielen los. Die Zeiten mit BNC-Kabeln und Terminatoren hab ich noch übersprungen. Wir hatten damals alle 100Mbit-Karten mit RJ45 von 3COM. Nicht billig, aber Netzwerksachen liefen echt gut, weil die schon einiges an Offloading konnten.
 
Ich kann mich noch daran erinnern, dass wir RG58 Kabel während meiner Ausbildung noch verlegt haben. Ich selber bin aber direkt mit Twisted Pair in die Welt des Netzwerks eingestiegen. 3COM 3C905B-TX haben wir damals gekauft. 2 Stk. für je 160,- DM, damit mein Bruder und ich die beiden Rechner verbinden konnten.

Den Spaß mit den Terminatoren und den BNC- Steckern haben wir uns geschenkt. Terminatoren waren aber wegen SCSI bei mir noch lange im Einsatz.
 
LAN-Parties mit 10Base2 kenne ich auch noch - ich hatte immer einen Beutel Ersatz-T-Stücke und Terminatoren dabei... bei irgendwem waren die Teile immer ausgeleiert.
 
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