foo_1337 schrieb:
PON ist eine Sackgasse. Man baut wieder ein asymmetrisches shared Medium mit komplett limitiertem Upstream. Und das bei Kostenersparnis von rund 2€ auf 30 Jahre gerechnet ggü. P2P.
Was heißt "viele"? In D ist P2P die absolute Ausnahme.
Ich sehe jetzt PON nicht als Riesenproblem. Und selbst wenn irgendwann auf PtP umgebaut werden sollte (was ich nicht erwarte) ist der teuerste Teil, die Hauserschliessungen, weiter nutzbar, es braucht dann "nur" weitere Fasern zwischen VSt. und letztem Splitter und ausreichend Platz in der VSt. fuer's Rangieren und die aktive Technik. Aber bei heute schon angekuendigten Summenkapazitaeten ~50Gbps sehe ich da keinen nachtraeglichen Ausbau auf uns zukommen, weil selbst mit flottem Anschluss betreibt man Server besser in Rechnzentren statt im eigenen Schlafzimmer

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foo_1337 schrieb:
Ja, so wurde 2014 als init7 den 1Gbit/s Tarif eingeführt hat auch "argumentiert". Aber ich sehe es ja hier aktuell im Ort bei der 40% FTTH Quote.. "Brauch ich nicht, mir reichen die 50Mbit/s". So tickt Deutschland.
Das ist IMHO ein Zeichen wirtschaftlicher Intelligenz, warum mehr in einen Internetzugang investieren als man tatsaechlich braucht... Persoenlich war ich mit 50/10 mit 5 Koepfen ganz zufrieden, wuerde aber nur noch ungern von den aktuellen 100/40 downgraden, aber 1Gbps waere tatsaechlich wirtschaftlich nicht begruendbar. Und z.B. bei den Preisen der Telekom wuerde ich den 1000er auch nicht nehmen, selbst wenn ich das als innerlich "Hobby-Kosten" verbuchen wuerde ist mir das zu viel. Der Punkt bleibt halt, dass die Angebote im Internet schon an die mittleren Zugangsraten der Masse angepasst sind, d.h. da bietet 1000/1000 gegen ueber einem soliden Mittestrahl-Tarif wie 100/40 wenig Zugewinn and neuartigen Nutzungen die im langsameren Tarif unmöglich sind.
foo_1337 schrieb:
Nein, gar kein Shared Medium. Mich stört einfach, dass wir aktuell viel Geld für eine Technologie ausgeben, deren Nachteile aktuell schon bekannt sind. Wenn wir dann in 15 Jahren wieder überall alles aufreißen, ist am Ende keinem geholfen. Nicht mal bei DSL ist dieses Problem vorhanden. Denn wenn der (shared) dicht ist, blase ich den einfach auf. Bei PON keine Chance.
Keine Angst, wir werden in 15 Jahren nicht quantitativ PtMP auf PtP umbauen, zum einen weil die Besitzer der PtMP-Infrastruktur das gewaehlt haben um mehr Kontrolle ueber die Infrastruktur zu behalten selbst wenn sie Mitbewerber provisionieren muessen, zum anderen werden die mot PON moeglichen Zugangsraten wohl laenger akzeptabel bleiben als Du fürchtest. Bei PON tauschst Du, wie bei DSL, die aktive Technik auf beiden Enden aus um das ganze zu beschleunigen, nur ist bei der CuDA das Ende der rentablen Ausbauleiter bereits erreicht, waehrend PON da noch Reserven hat.
kingpin42 schrieb:
Das kann ich so leider bestätigen, außer in den wirklich unterversorgten Gebieten gibt es keine große Nachfrage nach Glasfaseranschlüssen.
Was fuer die generelle Qualitaet der CuDA-Anschluesse spricht. Wenn ich einen Internetzugang habe der weder im Stabilitaetsbereich noch bei der Geschwindigkeit negativ auffaellt, warum sollte ich als End-Kunde Geld locker machen um die Anschlusstechnik zu aendern, wenn sich dadurch meine Zufriedenheit nicht gross aendern wuerde? Das ist jetzt allgemein gemeint um die Masse der Kunden besser verstehen zu können die auf Ausbauankuendigungen mit einem "Meh" reagieren. Das das in "unterversorgten Gebieten" anders ist liegt halt daran dass die Kunden da einen realen Vorteil erwarten und erleben koennen.