Dieses Verhalten ist bekannt. Das wurde schon vor monaten im Ryzen RAM OC Discord discudiert:sz_cb schrieb:Bei meinen Tests konnte ich feststellen, dass bei einer Verringerung der SoC-Spannung die Rechenleistung steigt. Das bedeutet aber, dass "langsamerer" 3200er RAM prinzipiell von Vorteil ist, weil der das erst ermöglicht.
https://discord.gg/NjXRk6N
Stimmt das VCore Offset? Sollten das nicht eher -0.0875 Volt sein?sz_cb schrieb:(PBO enabled, PPT 78 Watt, VCore-Offset -0,875 Volt, SoC-Voltage-Offset: -0,2 Volt)
Bzw. warum hast du PBO eingeschalten? PBO bringt bei Zen2 einfach fast gar nichts, außer einer höheren Leistungsaufnahme. PBO bei Zen2 am besten ausgeschalten lassen. Das senkt die VCore und dadurch kann Zen2 höher boosten. Wenn man PBO einschaltet und gleichzeitig das PPT eingrenzt verliert man bei Zen2 zwangsläufig sehr viel Leistung.
Spiele. Da ist vor allem die Latenz zum RAM ausschlaggebend, denn man hat ständig sehr viele geänderte Daten, welche sich nicht vorhersehen lassen. Deshalb auch der bei Zen2 sehr üppige Cache, welche vom Marketing als Game Cache beworben wurde.sz_cb schrieb:Aber wo hat man denn im Alltag Anwendungen, bei denen ausschließlich der RAM gefordert wird?
sz_cb schrieb:Benchmark-Ergebnisse. Ich kann mich irren, aber ich vermute, dass RAM, der schneller als 3200 MHz taktet, zwar sicherlich RAM-intensive Anwendungen beschleunigen kann, aber die reine CPU-Leistung eher verringert.
Ja, da hast du Recht. Das ist beim Zen2 so.sz_cb schrieb:Wie gesagt, sobald ich den RAM übertakte, muss ich mit den Spannungen (SoC, VDDP, VDDG) hoch und habe weniger CPU-Leistung bei gleichem PPT. Wenn ich also die Spannungen erhöhe, müsste ich das PPT auch erhöhen, um wieder die gleiche CPU-Performance zu erhalten. Die Spannung des RAMs hat übrigens keinen Einfluss auf die CPU-Leistung. Nur der Verbrauch der Teile innerhalb der CPU zählt in das PPT.
Da sind die Subtiming (Secundtär und Terrter) zu niedrig oder die VDIMM zu niedrig.sz_cb schrieb:Verbesserung? Naja.
Verwundert bin ich über die höhere Latenz bei CL14.
Bei zu niedrigen Subtimings können die RAM internen Korrekturmechanismen anspringen. Diese Reduzieren dann automatisch die Geschwindigkeit und somit verliert man Leistung.
Wenn man so wie du ein Effizienz-Junkie ist, dann musst du jeglichen Gedanken an OC umgehen vergessen.sz_cb schrieb:Wenn ich mir die obigen Benches ansehe, kann man RAM OC auch getrost in den Skat drücken (... das gilt zumindest für mich als Effizienz-Junkie)
Also RAM OC bringt bei Zen2 nicht mehr wahnsing viel. Das ist vor allem auf den geänderten Cache zurückzuführen.sz_cb schrieb:Ist das so? Ich hatte weder persönlich einen Zen+, noch habe ich jemals einen verbaut. Zen2 ist seit dem Athlon 700 (ohje, das ist lange her) das erste Mal, dass im PC wieder ein AMD werkelt.
Bei Zen und Zen+ war halt einfach nicht sehr viel Cache vorhanden und der Cache hat anderes gearbeitet. Auch die Kerne untereinander waren anders angebunden. Deshalb wurde da relativ viel auf den RAM zugegriffen und das hat Zeit und Leistung gekostet.
Zen3 soll auch wieder mit einem komplett neuem Cache und CCX System kommen. Heute holt man das mehr an Leistung fast nur mehr über den geänderten und schnelleren Cache raus.