3700x eher schlechte Performance?

sz_cb schrieb:
Bei meinen Tests konnte ich feststellen, dass bei einer Verringerung der SoC-Spannung die Rechenleistung steigt. Das bedeutet aber, dass "langsamerer" 3200er RAM prinzipiell von Vorteil ist, weil der das erst ermöglicht.
Dieses Verhalten ist bekannt. Das wurde schon vor monaten im Ryzen RAM OC Discord discudiert:
https://discord.gg/NjXRk6N
sz_cb schrieb:
(PBO enabled, PPT 78 Watt, VCore-Offset -0,875 Volt, SoC-Voltage-Offset: -0,2 Volt)
Stimmt das VCore Offset? Sollten das nicht eher -0.0875 Volt sein?
Bzw. warum hast du PBO eingeschalten? PBO bringt bei Zen2 einfach fast gar nichts, außer einer höheren Leistungsaufnahme. PBO bei Zen2 am besten ausgeschalten lassen. Das senkt die VCore und dadurch kann Zen2 höher boosten. Wenn man PBO einschaltet und gleichzeitig das PPT eingrenzt verliert man bei Zen2 zwangsläufig sehr viel Leistung.
sz_cb schrieb:
Aber wo hat man denn im Alltag Anwendungen, bei denen ausschließlich der RAM gefordert wird?
Spiele. Da ist vor allem die Latenz zum RAM ausschlaggebend, denn man hat ständig sehr viele geänderte Daten, welche sich nicht vorhersehen lassen. Deshalb auch der bei Zen2 sehr üppige Cache, welche vom Marketing als Game Cache beworben wurde.
sz_cb schrieb:
Benchmark-Ergebnisse. Ich kann mich irren, aber ich vermute, dass RAM, der schneller als 3200 MHz taktet, zwar sicherlich RAM-intensive Anwendungen beschleunigen kann, aber die reine CPU-Leistung eher verringert.
sz_cb schrieb:
Wie gesagt, sobald ich den RAM übertakte, muss ich mit den Spannungen (SoC, VDDP, VDDG) hoch und habe weniger CPU-Leistung bei gleichem PPT. Wenn ich also die Spannungen erhöhe, müsste ich das PPT auch erhöhen, um wieder die gleiche CPU-Performance zu erhalten. Die Spannung des RAMs hat übrigens keinen Einfluss auf die CPU-Leistung. Nur der Verbrauch der Teile innerhalb der CPU zählt in das PPT.
Ja, da hast du Recht. Das ist beim Zen2 so.
sz_cb schrieb:
Verbesserung? Naja.
Verwundert bin ich über die höhere Latenz bei CL14.
Da sind die Subtiming (Secundtär und Terrter) zu niedrig oder die VDIMM zu niedrig.
Bei zu niedrigen Subtimings können die RAM internen Korrekturmechanismen anspringen. Diese Reduzieren dann automatisch die Geschwindigkeit und somit verliert man Leistung.
sz_cb schrieb:
Wenn ich mir die obigen Benches ansehe, kann man RAM OC auch getrost in den Skat drücken (... das gilt zumindest für mich als Effizienz-Junkie)
Wenn man so wie du ein Effizienz-Junkie ist, dann musst du jeglichen Gedanken an OC umgehen vergessen.
sz_cb schrieb:
Ist das so? Ich hatte weder persönlich einen Zen+, noch habe ich jemals einen verbaut. Zen2 ist seit dem Athlon 700 (ohje, das ist lange her) das erste Mal, dass im PC wieder ein AMD werkelt.
Also RAM OC bringt bei Zen2 nicht mehr wahnsing viel. Das ist vor allem auf den geänderten Cache zurückzuführen.
Bei Zen und Zen+ war halt einfach nicht sehr viel Cache vorhanden und der Cache hat anderes gearbeitet. Auch die Kerne untereinander waren anders angebunden. Deshalb wurde da relativ viel auf den RAM zugegriffen und das hat Zeit und Leistung gekostet.
Zen3 soll auch wieder mit einem komplett neuem Cache und CCX System kommen. Heute holt man das mehr an Leistung fast nur mehr über den geänderten und schnelleren Cache raus.
 
LukS schrieb:
Wenn man so wie du ein Effizienz-Junkie ist, dann musst du jeglichen Gedanken an OC umgehen vergessen.

Ich betreibe kein OC. Ich habe es testweise gemacht, um zu zeigen, dass es in mehrfacher Hinsicht keine praktischen Vorteile hat ;) Faktisch ist PBO natürlich ein Übertakten, aber ich nutze es in meinem Sinne, um den Verbrauch und die Hitzeentwicklung zu drosseln.


LukS schrieb:
Stimmt das VCore Offset? Sollten das nicht eher -0.0875 Volt sein? Bzw. warum hast du PBO eingeschalten? PBO bringt bei Zen2 einfach fast gar nichts, außer einer höheren Leistungsaufnahme. PBO bei Zen2 am besten ausgeschalten lassen. Das senkt die VCore und dadurch kann Zen2 höher boosten. Wenn man PBO einschaltet und gleichzeitig das PPT eingrenzt verliert man bei Zen2 zwangsläufig sehr viel Leistung.

Danke für den Hinweis! Es sind natürlich -0,0875 Volt.

PBO ist aktiviert, um das PPT senken zu können. Durch die zusätzlichen Anpassungen (Spannungsabsenkungen etc.) habe ich eben keinen Performanceverlust, sondern sogar ein leichtes Plus (siehe Benchmarkergebnisse) - trotz deutlich geringeren Systemtemperaturen und deutlich geringerem Stromverbrauch direkt an der Steckdose (unter Volllast nicht nur die -10 Watt Unterschied des PPT).


LukS schrieb:
Spiele. Da ist vor allem die Latenz zum RAM ausschlaggebend, denn man hat ständig sehr viele geänderte Daten, welche sich nicht vorhersehen lassen. Deshalb auch der bei Zen2 sehr üppige Cache, welche vom Marketing als Game Cache beworben wurde.

Beim Cache stimme ich Dir natürlich zu. Aber beim RAM? Das mag bei 1080p noch stimmen. Ab 1440p und halbwegs hohem Detailgrad dürfte die unterschiedliche RAM-Latenz als Messtoleranz verbucht werden können, weil der größere Flaschenhals die Graka sein wird und der RAM genügend Zeit hat, um ein paar wenige Nanosekunden langsamer zu sein. Aber Du darfst mir gern das praktische Gegenteil zeigen :)


LukS schrieb:
Da sind die Subtiming (Secundtär und Terrter) zu niedrig oder die VDIMM zu niedrig.
Bei zu niedrigen Subtimings können die RAM internen Korrekturmechanismen anspringen. Diese Reduzieren dann automatisch die Geschwindigkeit und somit verliert man Leistung.

Ich hab' quick&dirty alle Werte des DRAM Calculators eingetragen. Nur bei der Spannung für den RAM musste ich hoch auf 1,39 Volt, obwohl der Calculator 1,36 V empfohlen hat, weil bei 1,36 V gar kein Start möglich war.

Selbst wenn CL14 in der Praxis schneller als CL16 wäre, müsste das schon sehr deutlich sein, um die damit verbundenen Nachteile aufwiegen zu können.
BTW: Korrekturmaßnahmen bei Non-ECC-RAM? Wie sehen die aus?


LukS schrieb:
Dieses Verhalten ist bekannt. Das wurde schon vor monaten im Ryzen RAM OC Discord discudiert

Ich wollte Dich nicht langweilen, sorry! ;)
Es freut mich, dass andere Nutzer gleiche/ähnliche Erfahrungen machten. Ich habe aber nicht beim Erlangen dieser Erkenntnis mit der Optimierung aufgehört, sondern sie weitergesponnen. Allein die Tatsache, dass ständig gesagt wird, man solle PBO ausschalten, um die Hitzeentwicklung der CPU zu drosseln, zeigt mir, dass die Ratgeber im WWW offenbar genau da aufhören, wo ich nach Wegen gesucht habe, erlangte Erkenntnisse miteinander zu kombinieren und zu meinem Vorteil zu nutzen. Mein Weg war zwar mit einem gewissen Aufwand verbunden und ist sicherlich nicht der heilige Gral, aber das Ergebnis ist allemal besser als das der hier üblicherweise empfohlenen Einstellungen.
 
sz_cb schrieb:
BTW: Korrekturmaßnahmen bei Non-ECC-RAM? Wie sehen die aus?

Es gibt wohl bei einigen non-ECC RAMs einen Parity Check, der Fehler erkennen kann aber nicht korrigieren kann. Da wird dann nochmal nach den Daten angefragt, was zu Geschwindigkeitsverlusten führen kann.

Ob unser "normaler" Desktop-RAM das auch kann, kann ich dir aber nicht sagen. Die Tatsache, dass CL14 langsamer war könnten jedoch darauf hindeuten.
 
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Ich würde vermuten, dass das bei den Desktop-Systemen eher nicht der Fall ist. Da raucht einem ja eher das System mit einem Bluescreen ab. Bisschen komisch, dass da nur die Latenz hochspringt bei dir.

Oder vielleicht ist auch irgendwo ein Fehler drin, in dem Sinne dass die Timings zu straff sind.
Das es vielleicht knapp davor stand abzustürzen.
 
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@Tonks & @Ostwolf89: Also mein RAM ist ganz normal unbuffered Non-ECC. Es wird also m.W.n. auch kein Parity-Check gemacht. Wenn es einen Datenfehler gibt, dann crasht die Kiste. Ich kann mir daher auch nicht vorstellen, dass das Langsamsein ein Indiz für 'kurz davor zu crashen' sei. Entweder es läuft, oder es crasht, aber nicht, 'es bremst, um nicht zu crashen'.

Bevor ich einen Ryzen 3000 im System hatte, hätte ich dasselbe aber auch von der CPU beim Undervolten gesagt (wenn zu wenig Volt, dann Crash). Allerdings ist daraus ja mit den Chips von heute ein 'wenn zu wenig Volt, dann langsam' geworden. Daher will/kann ich das beim RAM nicht ausschließen ;)
 
@Ostwolf89 @sz_cb
Ja, die meisten DDR4 Chips haben auch als unbuffered Non-ECC Speicher interne Kontrollmechanismen. Keine Korrekturmechanismen, sondern einfach nur Kontrollmechanismen.
Dazu Zählen kleine Paritychecks. Wie Tonks schon angemerkt hat, wird RAM intern versucht die Daten bei Fehlern doch auszulesen. Funktioniert das nicht, kommt es zum Systemcrasch. Funktioniert das schon, dann kommt es zu höherer Latenz. Des weitern findet bei manchem RAM Chips auch intern ein Memory Training statt. Schlägt das Fehl wird mit langsameren Timings gearbeitet.
Manche RAM Chips, wie Samsung B-Dies, haben auch Temperatursensoren eingebaut. Wenn bei Samsung B-Dies die interene Temperatur über einen bestimmten Wert steigt, werden Automatisch die Timings verdoppelt.

Bei DDR4 RAM muss also das System nicht automatisch crashen, wenn die Timing zu straf sind oder die Temperatur zu hoch ist oder die Spannung zu gering. Das kann sich also auch als Leistungsverlust bemerkbar machen. Auch bei non ECC RAM.

sz_cb schrieb:
Ich hab' quick&dirty alle Werte des DRAM Calculators eingetragen. Nur bei der Spannung für den RAM musste ich hoch auf 1,39 Volt, obwohl der Calculator 1,36 V empfohlen hat, weil bei 1,36 V gar kein Start möglich war.
OK, wenn es nur quick&dirty war, dann wird der Speicher mit ziemlicher Sicherheit nicht stabil gelaufen sein. Der war sehr wahrscheinlich kurz vor der Crasch Grenze. Für den Test wird es halt gereicht haben.

sz_cb schrieb:
Ich wollte Dich nicht langweilen, sorry!
War so auch nicht gedacht. Wollte nur darauf hinweisen, dass du nicht der Einzige mit dem Ergebnis warst.

Also ich Spiele auf 2560x1440 und auch da merke ich in machen Spielen einen deutlichen Boost. Dazu gibt es in der RAM OC Comunity hier auf CB auch einige Tests. Auch bei 2560x1440 kann man noch was rausholen. Ich hatte mit meinem Ryzen 2700X in Battlefield 5 auch in 2560x1440 ein gewaltiges CPU-Limit. Damals konnte ich ca. 10% mehr FPS mit RAM OC rausholen.
Beim Ryzen 3800X muss ich gestehen, dass ich gar nicht getestet habe, ob ich von XMP mit 3200 CL14 auf 3600 CL16 mehr FPS habe.
Bei BF5 (2560x1440, alles niedrig nur Texturen+Kantenglättung max) bin ich mit dem 3800X und der GTX 1080Ti im Multiplayer je nach Scene immer noch im CPU-Limit. Da bin ich unheimlich froh über jedes FPS mehr.

Stellaris war und ist auch so ein extrem CPU-Limitiertes Spiel. Bei einem älteren Patch Stand, bevor die Entwickler das Spiel optimiert haben, konnte ich beim 2700X von 3000 CL14 auf 3200CL14 ca. 30% mehr FPS rausholen. Das war damals gewaltig. Vor allem weil damals Stellaris nur auf einem Thread limitiert hat.
Wie gesagt, aufgrund des sehr üppigen Caches beim Zen 2 macht der RAM nicht mehr so viel aus. Aber auch dort sind es je nach Spiel noch 5% oder mehr.

Wie du schon merkst, bin ich wohl das Gegenteil von dir. Ich lege nicht wirklich wert auf Effizenz. Mein System braucht schon im Idle 70Watt (Wasserkühlung, 9 Lüfter, Aquacomputer, div Sensoren, RGB Beleuchtung, usw...).
Bei mir muss der PC funktionieren und möglichst schnell sein. Ich hab meine CPU auch nicht übertaktet. Nicht mal PBO hab ich eingeschalten. Meine GPU läuft auch nur mit dem Werks OC. Ich betreibe nur RAM OC weil ich halt bei Zen, Zen+ und Zen2 (ich hatte einen 1600X, 2700X und jetzt den 3800X) weis, dass es in meinen Spielen viel bringt.
 
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LukS schrieb:
Manche RAM Chips, wie Samsung B-Dies, haben auch Temperatursensoren eingebaut. Wenn bei Samsung B-Dies die interene Temperatur über einen bestimmten Wert steigt, werden Automatisch die Timings verdoppelt.

Im laufenden Betrieb? Krass. Dann müsste es doch theoretisch auch möglich sein, Timings manuell ohne Neustart ändern zu können, oder?


LukS schrieb:
Ich hatte mit meinem Ryzen 2700X in Battlefield 5 auch in 2560x1440 ein gewaltiges CPU-Limit. Damals konnte ich ca. 10% mehr FPS mit RAM OC rausholen.

Ja, bei Zen+ kann ich mir vorstellen, dass öfter Sachen in den RAM geschoben werden mussten. Dafür gibt es ja jetzt bei Zen2 den deutlich größeren Cache.


LukS schrieb:
Bei BF5 (2560x1440, alles niedrig nur Texturen+Kantenglättung max) bin ich mit dem 3800X und der GTX 1080Ti im Multiplayer je nach Scene immer noch im CPU-Limit. Da bin ich unheimlich froh über jedes FPS mehr.

Ok, einen solchen Anwendungsfall hatte ich nicht auf dem Schirm. Wenn ich (offline) mal was spiele, dann genügen mir 60 Hz - mehr könnten meine Monitore sowieso nicht darstellen...


LukS schrieb:
Wie du schon merkst, bin ich wohl das Gegenteil von dir. Ich lege nicht wirklich wert auf Effizenz. Mein System braucht schon im Idle 70Watt (Wasserkühlung, 9 Lüfter, Aquacomputer, div Sensoren, RGB Beleuchtung, usw...). Bei mir muss der PC funktionieren und möglichst schnell sein.

70 Watt beim Nichtstun, uiuiui. Mit 'nem 400er Chipsatz ist das 'ne echte Hausnummer. Vor dem (leider) erneuten Umrüsten auf X570 hatte ich mit dem X470-Chipsatz noch genügsame ~40 Watt - zwar auch mit 9 Lüftern, aber ohne den anderen Kram ;)

Mein Hauptziel ist es aber eher weniger, einen geringen Stromverbrauch zu haben, als vielmehr die geringst mögliche Lautstärke. Die Effizienzsteigerung ist nur ein Mittel zum Zweck. Wenn es also möglich ist, die Temperaturen der Komponenten und damit die Drehzahl der Lüfter zu senken, ohne Performance zu verlieren, ist das die Richtung, die ich einschlage.

Da ich u.a. mit der Arbeit an dem PC meinen Lebensunterhalt verdiene (... und viel zu viel Zeit davor verbringe), muss er wenigstens unauffällig und zuverlässig sein. Von der Graka mal abgesehen, will ich frühestens in 6 oder 7 Jahren darüber nachdenken müssen, Komponenten des PCs auszutauschen. Mein altes System (i7 2600K mit 16 GB RAM) hat sogar etwa 9 Jahre lang klag- und lautlos seinen Dienst verrichtet. Ich hab' das Gehäuse zwischendurch genau 1x öffnen müssen, um die Graka zu tauschen. Staub im Inneren gab es (fast) keinen. Die GTX 1050 TI sah nach knapp 3 Jahren (bei fast 24/7 Dauerdienst) noch aus wie neu. Ein netter Nebeneffekt meiner "Optimierungen" ist daher auch die äußerst willkommene Wartungsfreiheit der Hardware.

Kurzum: Effizienzsteigerung bringt (mir) im Alltag sehr viele Vorteile und hat eigentlich nur einen Nachteil: Ich habe für den Zusammenbau des Systems und die Optimierungen anfangs einen relativ hohen Zeitaufwand. Aber dann ist für lange Zeit Ruhe... im wahrsten Wortsinn.
 
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sz_cb schrieb:
Mein Hauptziel ist es aber eher weniger, einen geringen Stromverbrauch zu haben, als vielmehr die geringst mögliche Lautstärke. Die Effizienzsteigerung ist nur ein Mittel zum Zweck. Wenn es also möglich ist, die Temperaturen der Komponenten und damit die Drehzahl der Lüfter zu senken, ohne Performance zu verlieren, ist das die Richtung, die ich einschlage.
Dann wärst du eigentlich der ideale Kandidat für eine selbst gebaute Wasserkühlung mit externem Radiator. :D ;)Mein PC braucht je nach Spiel 350 bis 480Watt und ist bis auf die Pumpe fast nicht hörbar. Meine Lüfter laufen mit 300 bis 500 rpm je nach Last.
 
LukS schrieb:
Dann wärst du eigentlich der ideale Kandidat für eine selbst gebaute Wasserkühlung mit externem Radiator.

Wäre das ein separater PC, mit dem ich nur Privatkram machen würde, wäre es eine Überlegung wert. Gegen Pumpengeräusche könnte man ja vielleicht noch was tun (1,5 Meter hinter mir steht ein lautloser "Server", dessen HDDs in Bitumenboxen stecken, die vollkommen vom Gehäuse abgekoppelt sind). Aber so eine Wakü ist nicht wirklich wartungsfrei. Zudem ist die Gefahr eines Pumpenausfalls oder Lecks stets präsent und im Fall der Fälle wäre nicht nur die Kühlung kaputt, sondern das gesamte System. Sowas ist der Worst Case. Und diese Wahrscheinlichkeit würde ich mir niemals ins Gehäuse eines PCs holen, auf dessen Funktionstüchtigkeit ich angewiesen bin.

Davon abgesehen, drehen die Lüfter meines Systems im Leerlauf unhörbar zwischen knapp 300 (Gehäuselüfter) und 400 RPM (CPU-Lüfter). Ich hab' Prime95 (Small FFT) gerade mal nebenbei 10 Minuten laufen lassen. CPU-Temp: 63 °C, CPU-Lüfter: 520 RPM, Gehäuselüfter: 480 RPM. Das empfinde ich als ok ;) Die Effizienzsteigerung der CPU macht eine Wakü für den Großteil meiner Anwendungsfälle daher ziemlich überflüssig... Der einzige Moment, bei dem ich meinen PC höre, ist, wenn ich mal spiele, weil die etwas übertaktete Graka dann doch etwas viel Wärme ans System abgibt. Aber selbst dann gehen die Lüfter nicht über ca. 700 RPM bei für mich noch akzeptablen ~70 °C der Graka.
 
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sz_cb schrieb:
Und diese Wahrscheinlichkeit würde ich mir niemals ins Gehäuse eines PCs holen, auf dessen Funktionstüchtigkeit ich angewiesen bin.
Also ich würde mir da sowieso einen zweiten PC oder Laptop hinstellen, auf den ich im Notfall nahtlos umsteigen könnte.
Vor allem wenn ich Geld mit meinem PC verdienen müsste.

sz_cb schrieb:
Davon abgesehen, drehen die Lüfter meines Systems im Leerlauf unhörbar zwischen knapp 300 (Gehäuselüfter) und 400 RPM (CPU-Lüfter). Ich hab' Prime95 (Small FFT) gerade mal nebenbei 10 Minuten laufen lassen. CPU-Temp: 63 °C, CPU-Lüfter: 520 RPM, Gehäuselüfter: 480 RPM. Das empfinde ich als ok ;)
Das geht :daumen:
Damit könnt ich auch leben, wäre ich nicht eher auf Power aus. ;)
 
LukS schrieb:
Also ich würde mir da sowieso einen zweiten PC oder Laptop hinstellen, auf den ich im Notfall nahtlos umsteigen könnte.
Vor allem wenn ich Geld mit meinem PC verdienen müsste.

Ein Laptop steht natürlich für den Notfall oder den "Außeneinsatz" bereit. Aber es ist ein Krampf, damit ernsthaft arbeiten zu müssen... zu kleines Display, zu leistungsschwach, zu warm und/oder zu laut.

Einen zweiten, ähnlich leistungsstarken PC stelle ich mir auch nicht für den Ernstfall hin. Mein PC ist darauf ausgelegt, im besten Fall wartungsfrei ein paar Jahre zu halten, sodass ich nach x Jahren ein wahrscheinlich ungenutztes, aber wertloses Zweitsystem verschrotten müsste. Das wäre steuerlich dann zwar sicherlich abgeschrieben, ändert aber nix daran, dass Ressourcen verschwendet wurden.


LukS schrieb:
Damit könnt ich auch leben, wäre ich nicht eher auf Power aus.

Ich konnte doch anhand von Benchmarks deutlich zeigen, dass mein System sogar schneller ist als die Systeme anderer Nutzer, die mit Stock-Einstellungen oder mit "Standard-OC" betrieben werden. Ich verstehe daher ehrlich nicht, wieso Du noch immer denkst, dass mein Vorgehen Performance kosten würde. Wenn Dein Satz "Damit könnte ich leben, wäre ich nicht eher auf Power Consumption aus" hieße, würde ich ihn unterschreiben ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Finde beide Herangehensweisen interessant.
Ja ich geb Mal zu ich habe auch schon zeitweilig über einen Loop nachgedacht, aber mich schreckt der Aufwand ab und zudem auch die Kosten.

Ihr habt beide eure Systeme entsprechend optimiert und seid zufrieden damit. Finde das echt gut. :)

Ich bin bei meinem System auch eher in die Richtung jetzt gegangen, es soll bitte leiser sein. AIO oder dark Rock Pro 4 sind da glaube ziemlich gute Alternativen um ein leises System aufzubauen.
Problem so nen dark pro 4 ist schon ein Geschoss von Kühler. x)
Grafikkarte ist die aus der Signatur die halt im Desktop-Betrieb halt auch ziemlich stumm ist.
Es mag vielleicht nicht die beste Entscheidung gewesen sein die 1080ti zu verkaufen, aber mein Wissen damals war einfach nicht vorhanden.

Aber ich schätze dass wir alle unsere Systeme nach unseren Vorstellungen zusammengestellt haben.
Es wäre immer schöner größer weiter zu haben, aber man kann leider (jetzt in meinem Fall) nicht alles haben... Wäre einem 39x0x nicht abgeneigt, aber ich kann ihn mir überhaupt nicht leisten.

Edit:
Jaaa x.x
Laptops sind echt grauenhaft, ich bin froh meine beiden Desktop-Bildschirm an meinen derzeitigen Arbeitslaptop verkabeln zu können...(Home Office) ansonsten wäre es übelst nervend dauerhaft mit diesem kleinen Display zu arbeiten...

Edit2:
Ich sitze auch noch bis um 6 heute alleine auf Arbeit. Noch viel schöner. :( kann wer Milch für mich kaufen gehen. Meine ist leer und nein ich bin nicht hamstern gegangen x)
 
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@sz_cb
Wir haben in der Arbeit für den mobilen Einsatz ein Lenovo Thinkpad P53 gekauft:
https://geizhals.de/lenovo-thinkpad-p53-20qn0006ge-a2116900.html
Das ist die leistungsfähigste Notebook das ich je in Händen hatte und es ist dabei kaum zu hören.
Das gibt es auch je nach Einsatzzweck mit langsamerer oder schnellerer Grafikkarte. Ich kann für den Mobilen Einsatz so eine Workstation nur empfehlen. Da kann man auch vor Ort oder am Abend im Hotel ohne Probleme viele Dinge machen, für die man sonst wieder ins Büro fahren musste.

@Ostwolf89
Kann dir da nur zustimmen. Jeder von uns hat sein System für seinen Einsatzzweck optimiert. Ich hab auch zum 3800X gegriffen, weil er einfach ein höherer TDP Budget hat und ich nicht so viel Wert auf Effizienz lege. Auch hab ich drei Spiele gratis dazu bekommen, was den Preis ziemlich relativiert hat. Beim 3800X muss ich mir auch keine Sorgen machen, dass mein RAM OC etwas vom TDP Budget wegfrisst, denn das ist bei dem hoch genug. Ich mag halt "out off de Box" möglichst hohe Leistung ohne das ich viel Hand anlegen muss. Deshalb auch die Wasserkühlung. Meine GTX 1080Ti läuft dank der Wasserkühlung mit Konstant 2000 Mhz und das bei kühlen 40 bis 45 Grad. Auch der Ryzen 3800X boostet dank der Wakü sehr hoch und ich sehe auch auf zwei Kernen bis zu 4575Mhz, wenn ich PBO aktiviere. Ich hab auch schon überlegt, den RAM unter Wasser zu setzen. Das war mir aber dann doch zu viel Action und ich hab stattdessen einen 140mm Lüfter direkt darunter Montiert (ich hab mein Mainboard invertiert eingebaut, also von vorne gesehen links), welchen ich durch die den Aquacomputer aufgrund der RAM Temperatur steuere. So bleibt der RAM auch beim härtesten Stresstest schön kühl und ich hatte noch nie ein Stabilitätsproblem mit meinem RAM OC.
 
Hm ein 4x8 GB RAM OC stabil zuhalten ist auch ne Kunst für sich XD.
Jmd hatte letztens glaube ich den gdm deaktiviert und dann 64GB stabil im Quad Chan zum laufen gebracht. :freak:
Das ist ne Hausnummer auf 3733 oder 3800, wenn das denn geht, kann auch sein dass es "nur" 3600 war (haha). Aber für sich genommen RAM OC bei Quad Chan, da zieh ich einen bisschen Hut vor. Auch wenn das crosshair dafür ja geeignet ist. :)
Ergänzung ()

Die Dellen unserer Firma sind absolut nicht zu empfehlen. Im Leerlauf schön ruhig, wenn Matlab drauf läuft, ist leise nicht mehr vorhanden, wenn der Arbeitsspeicher voll ist...
 
@Ostwolf89
Im RAM OC Discord hatte letztens jemand 4x8GB Flare X mit 3800MHz und CL14 stabil bekommen. 😱
Zweimal Karu durchgelaufen. Die notwendige Spannung war aber mörderisch. 1,51 Volt wenn ich mich richtig erinnere. VSoc war gar nicht so dragisch mit 1,15Volt oder so. :freak:
Wobei Samsung B-Dies ja bis 1,45Volt freigegeben sind. Da ist es mit den 1,5Volt ja nicht so tragisch... :evillol:

Vielleicht hab ich den Screenshot noch irgendwo, da waren auch die genauen Spannungen drauf.
 
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