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A-Lösung für Leisehörer

gintoki schrieb:
Da du nicht laut hören möchtest wäre vielleicht auch noch die JBL LSR305 eine Überlegung wert.
Achim_Anders schrieb:
ich finde es gut, dass du dir auch preiswertere LS anhörst! Lass dich nicht zu verrückt machen, genieß einfach die Musik!
Zwenner schrieb:
Auf der anderen Seite: Die genannten JBL LSR 305 sind für unter 300€/Paar sehr gute Lautsprecher.
Eventuell wird dir dann klar, was preiswerte Lautsprecher schon leisten können und du musst vielleicht gar nicht soviel Geld ausgeben.
GokuSS4 schrieb:
Ein solcher Zwischenschritt wär sicher eine Lösung. Dazu ein bisschen Gefrickel mit passender Software und das Ganze wäre schon nicht schlecht.

Das Ding ist halt, dass ich den 2-Wegern immer noch etwas skeptisch gegenüber stehe, weil ich mir darüber Sorgen mache, dass zu viel Qualität verloren geht bei Bass- und Mittenlastiger Musik. Fürs Leisehören bräuchte ich auch keine mächtigen Subwoofer, ein guter 3-Weger wäre wohl das richtige. Nur die sind oft richtig teuer...

Bccc1 schrieb:
Wenn du nur am PC hörst wäre evtl auch eine Softwarelösung für die Loudnessschaltung eine Überlegung wert. Anstatt eines AVRs habe ich ein Audiointerface von RME und mache alle Anpassungen in JRiver Media Center. Das ist ein Medienplayer für ~50€ der ebenfalls eine Loudness anpassung bietet. Nachteil dabei ist, das der Pegel am PC geändert werden muss und nicht mehr bequem mit einem Knopf zum anfassen.
Wahrscheinlich ist das gut praxistauglich, da ich die Lautstärke sowieso nicht großartig verändere. Will ich dennoch einmal auf Zimmerlautstärke hören, mache ich entweder die Loudness aus oder lasse die Musik über einen andern Player laufen.
Der Erhaltung der Tonalität ließe sich doch auch mit entsprechenden Einstellungen des Equlizers wenigstens ein Stück weit entgegen kommen.

Hallo Zwenner
Zwenner schrieb:
wenn ich dann weiter denke... weiß ich nicht so recht - warum es aktive Lautsprecher seien "müssen". Da würde ich mich (mit AVR) wohl eher doch auf die passiven Kandidaten einschießen. Du hast irgendwas um die 2000€ Budget, da sollten sich (abzüglich des AVRs) passende, passive Lautsprecher finden lassen.
Also wäre ein solcher AVR mit aktiven LS etwas unsinnig, weil doppelt-gemoppelt?
Hatte mich auch deswegen auf die Nahfeldmonitore konzentriert, weil der Sound bei denen klar und "unverfälscht" sein soll. Passive Nahfelder gibt es ja kaum, dann müsste ich also im Hi-Fi-Bereich nach "ehrlichen" LS suchen.

Zwenner schrieb:
Da hier primär die Pre-Outs und Audyssey im Vordergrund stehen, denke ich das man hier ein entsprechendes Auslaufmodell kaufen sollte. Der Denon AVR-X3200W kostet 740€. Einen Marantz SR5008 gäbe es für 500€. Da liegen jetzt erst mal 240€ dazwischen, für Features die du vielleicht gar nicht-nie brauchst. Müsste man mal prüfen.
Wenn jetzt 740€ für den AVR nicht das Problem sind, dann würde ich zu einem Denon AVR-X4000 greifen, wegen Audyssey MultEQ XT32, beziehungsweise schauen, dass ich günstig einen gebrauchten mit Audyssey MultEQ XT32 bekomme.

Wenn auch kostenintensiv, ist ein solches Gerät schon sehr verlockend, denn man hat viele Jahre was davon. Außerdem bekommt man nicht nur Loudness, sondern auch eine "bessere Soundkarte", womit sich der Preis etwas relativiert.

Sieht halt komisch aus, wenn man am Ende 740,- für den AVR ausgegeben hat und vlt nur 600,- für die Boxen...

@GokuSS4: Danke für den Link, die sehen ja richtig klasse aus. Sind wohl sehr gute LS von Bastlern :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Die anderen von dir aufgezählten Modelle enthalten aber auch einige 2-Wege Lautsprecher. Beim Preis der LSR305 könnte man selbst nach Kauf eines AVRs mit Preouts noch über ein oder zwei Subwoofer nachdenken, falls benötigt. Hör dir einfach ein paar Modelle an, dann wirst du schnell merken was passt und was nicht.

Ich sehe persönlich übrigens keine Probleme bei 2-Wege Lautsprechern, sonst würde ich keine nutzen :)


Wenn du die Lautstärke sowieso fast nie änderst tut es auch ein normaler EQ.

AVR + Aktivlautsprecher ... man zahlt eben für Dinge die man nicht nutzt (Endstufen).
 
Ich würde das Thema gerne weiterführen wollen, wenn du ein paar Lautsprecher gehört hast.
Die Vorurteile gegenüber der 2-Wege-Technik, die sitzen meiner Meinung nach zu tief.

Aktiv-Nahfeld-Monitor:

Aktiv = Verstärker und aktive Frequenzweiche integriert
Nahfeld = Umschreibt einen eher kurzen Hörabstand zu den Lautsprechern
Monitor = Ein Kontrolllautsprecher, ein Werkzeug des Toningenieurs

ABACUS ist einer der besten, im Land ansässigen Hersteller.
Ich selbst nutze den Preamp 14 "CleanVolver" + AroioEX mit Acourate, PLV = unschlagbar.
Die C-Box (ich hab die 2 am PC) ist in ihrer Klasse und zum Preis ein echtes Highlight.
Bastler... muss ja nicht ansatzweise negativ gemeint sein, die Köpfe dort sind Vollprofis.
Die Zusammenarbeit, beziehungsweise die Produkte mit/von A.O.S., einfach nur traumhaft.

AVR:
Lange, lange habe ich gebraucht um mich damit "intensiv" zu befassen, mein persönliches Fazit:
Ein tragbares Preisverhältnis zwischen AVR und Lautsprechern muss natürlich gegeben sein.
Die alten "Regeln" werden aber ab Geräten mit MultEQ XT32* entschärft, neu-anders definiert.
Ein solcher AVR* kann in Kombination mit preisgünstigeren Lautsprechern doch sinnvoll sein.

Ich nutze eigentlich Acourate nur, weil ein derartiger AVR (XT32 Pro) mich um diverse Freiheiten beraubt.
(Das ist kein Vergleich MultEQ XT32 vs. Acourate - sondern meine Einstellung dazu.)

Was Lautsprecher mal gekostet haben, beziehungsweise kosten - ist eigentlich irrelevant. Wichtiger ist doch, dass sie dir gefallen - beziehungsweise zum Raum und Anforderungen passen. Das Abhörmonitore (im Verhältnis) grundsätzlich klarer, unverfälschter spielen müssen, ist eine Fabel aus dem Märchenbuch. Gute passive Lautsprecher kann man auch für die Abhöre nutzen, zum Musikhören erst recht.

Wahlloses Beispiel, ohne wirklichen Hintergedanken, die Visaton STUDIO 1 ist ein guter HifI-Lautsprecher beziehungsweise Nahfeldmonitor. Diverse Manufakturen nutzen Lautsprecher-Chassis, die auch für jeden DIY-Interessierten zu erwerben sind. Selbsterklärend greifen auch HiFi-Manufakturen auf diesen Pool zurück.

Aktive Lautsprecher haben prinzipbedingt den Vorteil, dass man mit integrierter, "aktiver" Elektronik die Schwächen der sonst passiven Bauweise ausgleichen kann, oder auch Dinge realisiert, die passiv kaum umsetzbar sind.

Zum den JBL LSR 305:
Nicht das dass falsch interpretiert wird. Du sollst die nicht kaufen, es soll auch keine Zwischenlösung sein. Mich würde einfach mal interessieren was passiert, wenn du DIE zuhause gegen deine AIWA anhörst. Was ist anders, was ist besser, was ist schlechter? Fehlt dir etwas? Was können dir JBL nicht, was andere LS eventuell können? Was machen deine AIWA besser als die JBL, andersherum? So in der Richtung.
Ergänzung ()

smooth el 4a schrieb:
Wenn auch kostenintensiv, ist ein solches Gerät schon sehr verlockend, denn man hat viele Jahre was davon. Außerdem bekommt man nicht nur Loudness, sondern auch eine "bessere Soundkarte", womit sich der Preis etwas relativiert.
Dazu MultEQ XT32... + Sub EQ HT und LFC, hast du dich darüber bereits informiert?
Hier relativiert sich der Preis, m.M.n.
 
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Ich habe bewusst auch ein paar schöne 2-Weger in meiner Liste. Zwar bin ich ein wenig skeptisch, dass die auch bei dubstep oder drum n bass ihren job noch machen, aber ich bin bereit mich überraschen zu lassen :)

"Bastler" meine ich auch keineswegs negativ. Ich würde sogar kleinere Firmen mit gutem Produkt im Zweifelsfall bevorzugen! :)

Ich gehe auch damit d'accord, dass es wohl nun langsam Zeit wird, verschiedene Modelle zu testen und mich weiter zu belesen. Informationen und Anregung habe ich hier ja in Hülle und Fülle erhalten. Weiß gar nicht, wie ich mich bedanken soll :bussi:

Wird bestimmt n Monat dauern, bis ich soweit bin, mich hier wieder zu melden, vlt auch etwas länger...

Also nochmals herzlichen Dank an alle und bis bald!

One_Piece-Silhouette_Luffy_TBC.png
 
Du kannst dich hier auch zwischendurch und oder parallel-überhaupt melden. Wenn du Fragen hast, dann stell sie - fachliche Kompetenz (aus Theorie und Praxis) ist hier definitiv vorhanden. Wegen Drum'n'Bass, Dubstep - in Bezug auf die technische Umsetzung der Lautsprecherbox: Denkbar das hier ein großer 3-Wege Lautsprecher mit 10-Zoll Basslautsprecher auf entsprechendem Gehäusevolumen mehr Nachdruck vermitteln kann. Das liegt dann ja aber an der Natur der Sache und nicht am 3-Wege-Konzept.

Da wird zum Beispiel eine Neumann KH 120 im Vergleich zur KRK RP10-3 G3 schon deutlich anders klingen, speziell dann eben auch im Bass. Was ja aber nicht bedeutet, dass wenn dir die KRK dann besser gefällt, die Neumann der "schlechtere" Lautsprecher ist. Die Neumann hat wie gesagt 11L und einen 5-Zoll TMT - Bruttovolumen, die KRK aufgezeigte 65L und den angesprochenen 10-Zoller im Bass.
 
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ok, ich frage mich, welche Relevanz der "Nachdruck" des Basslautsprechers hat, wenn leise gehört wird:

Spielt der Basslautsprecher die tiefen Töne "klarer", einfach weil er größer ist, oder bringt er die tiefen Töne einfach nur "kräftiger"?

Generell ist es mit dem Bass beim Leisehören so ne Sache... Wäre ja nicht schön, wenn der Bass so dominant klänge, dass er das "Leisehörerlebnis" stört.

Auch frage ich mich ob es LS gibt, die den Schwerpunkt auf Klangqualität legen und nicht fürs laut aufdrehen gemacht wurden.

Andersrum stellt sich auch die Frage, ob es LS gibt, die erst bei großer Lautstärke ihre Qualität zeigen und leise vlt sogar Probleme haben und z.b. rauschen.

Vermutlich werden LS zwar nicht fürs Hören in einer bestimmten Lautstärke gemacht, dennoch kann es sein, dass sich bei den einzelnen Modellen die Charakteristik in solche Richtungen bewegt.
Sollte dies so sein, müsste man es auch an bestimmten Messergebnissen in Tests ablesen können.
 
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Wenn dich der Lautsprecher im Raum, tiefere Frequenzen bei gleichem Abhörpegel stärker wahrnehmen lässt - als ein anderer, wirkt ersterer Lautsprecher kräftiger im Bass. Der Lautsprecher mit dem größeren Basslautsprecher und Gehäusevolumen muss grundsätzlich aber nicht sauberer spielen, das kann bedingt durch die Raummoden auch andersherum sein. Kräftiger aber unsauberer.

Richtige Studiomonitore sind dafür gebaut, den hohen Anforderungen des Profibereiches standzuhalten. Im Prinzip findet hier kein sounding statt, der Lautsprecher sollte möglichst nicht klingen und das Signal unverfälscht wiedergeben.

Im HiFi-Bereich werden Lautsprecher auch (bewusst!) so abgestimmt, dass sie klingen. Hier ist zum Beispiel die aufgezeigte Loudness-Abstimmung (Badewannen-Frequenzgang) zu nennen, es gibt aber viele Tricks. Hier verfolgt man primär das Ziel, dass der Lautsprecher auch bei kleinen bis mittleren Pegeln gut klingen soll.

Rauschen ist ein sehr guter Punkt für den Leisehörer im Nahfeld. Da solltest du Obacht geben, Unterschiede sind hier durchaus relativ stark vorhanden - auch im gehobenem Preissektor.

Lautsprecher werden durchaus nach den Anforderungen gebaut. Ein Studiolautsprecher sollte zum Beispiel auch bei gängigen Abhörlautstärken (das ist laut) keine hörbaren Verzerrungen abbilden. Das muss ein HiFi-Lautsprecher nicht zwangsläufig beherrschen, kleine Kontrollmonitore auch nicht wirklich.

Lautsprecher sind im Messraum objektiv vergleichbar, allerdings ist das nicht zwangsläufig ein Indikator für guten Klang (so wie er für dich sein sollte) im Raum. Also der Lautsprecher mit den besten Mess-Ergebnissen, muss dir nicht am besten gefallen. Das Sounding macht der Tonschaffende im Mastering-Prozess, dafür braucht er eine möglichst lineare, neutrale Abhöre.

Nimm alle Fakten zusammen, warum sollte man Lautsprecher zuhause vergleichen? (Das/Die und weitere Fragen sind nicht an dich gerichtet, sie umschreiben die Zusammenhänge/Abhängigkeiten) Wie groß ist der Raum, welche akustischen Eigenschaften hat er, wie werden die Lautsprecher darin aufgestellt, Hörabstand? Welche Musik und bei welchem Pegel wird primär gehört? Wie sollten meine Lautsprecher dann, denn eigentlich klingen?

Wie gesagt, es gibt zum Beispiel nicht wenige Hörer die mit ihren Raumresonanzen gerne Musik und viel hören, was nicht schlimm ist. Nur haben massive peaks und dips im Übertragungsverlauf am Abhörplatz, nichts mit objektiv-guten Klang zu tun. Resonanzen maskieren Details und das nicht zu knapp. Der Groschen fällt unter Verwendung einer Raumkorrektur in HW oder SW, beziehungsweise in Kombination.

Es gibt auch Nutzer, die wollen gar keinen linearen Klang, mit wirklich sauberem Bass. Und das auch nach einer angemessenen, ausreichenden Eingewöhnungszeit nicht. Der Geschmack ist verschieden, gut ist - was gefällt, egal was da andere "Experten" behaupten. Aber: Mit einem stark verfärbten Klangbild am Abhörplatz, kann man allerdings nicht wirklich gute Ton-Produktionen erschaffen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kurz und knapp, die KRK kann tiefer spielen als die Neumann und der mangelnde Tiefgang wird dir bei deiner Musikrichtung fehlen.
Nicht weil kleine Chassis keinen Tiefgang erzeugen könenn oder 2-Weger schlechter ist, sondern weil die Lautsprecher (sinnvollerweise) so konstruiert sind.

Lautsprecher haben eher Probleme mit hohen Lautstärken, als mit geringen und für übermäßig hohe Lautstärke ist keiner der genannten Lautsprecher ausgelegt. Hohe Klangqualität und hohe Lautstärken lassen sich auch vereinigen, wobei hier am oberen Ende einiges an Know-How notwendig ist, das sich die Leute dann logischerweise auch bezahlen lassen.

Verstärker rauschen, Lautsprecher nicht. Bei Aktivlautsprechern (Weiche vor der/n Verstärker/n) ist die Wahrscheinlichkeit, dass es hörbar ist höher. Auch darauf achtet ein Hersteller sinnvollerweise. Herstellerangaben findet man teilweise ansonsten helfen gute Tests.
 
smooth el 4a schrieb:
@GokuSS4: Danke für den Link, die sehen ja richtig klasse aus. Sind wohl sehr gute LS von Bastlern :)


hä? welcher Link? welche Bastler?

/edit
okay, wenn du jetzt Abacus als Bastler betiteln möchtest, mach das ruhig. ich klinke mich hiermit mal aus
 
Zuletzt bearbeitet:
@ GokuSS4: die Seite die du verlinkt hast, zeigt viele bunte LS die aussehen, als wären sie selbst gebastelt. Ick wees nich, aber vermutlich sind sie das auch. Zumindest sehen sie für mich nicht so aus, als seien sie vom Fließband. Mir gefallen sie!

Und "Bastler" meine ich auch nicht negativ - im Gegenteil: Ist doch gut, wenn Leute ihre eigenen Wege gehen, experimentieren und Lösungen finden, die es im Massenmarkt nicht gibt. Wenn dabei solche Perlen wie die von Abacus entstehen und Liebhaber so ihre Schmuckstücke finden - umso besser.

hoffe, die Missverständnisse sind nun ausgeräumt :)


verstehe ich das richtig: Ein größerer Basslautsprecher ist bei gleicher Lautstärke deutlicher wahr zu nehmen, als ein kleinerer? Stelle mir das so vor, dass der größere Lautsprecher eben auch mehr "Luft anschubst" und daher auch mehr "Sound unterwegs" ist. Wäre ne Erklärung...

Hab mal irgendwo einen Artikel gelesen über einen (erfolgreichen) Musikproduzenten, der seine Musik angeblich immer noch mit seinen alten Boxen abmischt, die weit entfernt von professionellem Gerät wären. Anscheinend gibts wohl immer jemanden, ders nochmal anders macht als die andern ;)

Gibt es eigentlich irgendwo Richtwerte, wie groß ein Lautsprecher für eine Raumgröße sein sollte?
Ich mein, um ein 20 m2 Zimmer zu beschallen, holt man sich ja keine Boxen, die nur nen halben Liter, oder 200 Liter groß sind.

Außerdem liest man zwar von einem "Mindesthör-Abstand", aber haben Boxen auch einen Bereich, der als optimal gilt? Also selbst dann, wenn man die Reflexionen im Raum außer acht lässt? Geht man auf kleinere oder größere Konzerte (auch open air) und stellt sich vor allerhand Boxen, findet man doch auch bald einen besonders angenehmen Abstand, der durch die Lautstärke nur teilweise beeinflusst wird.

Könnte mir das so vorstellen, dass eine bestimmte Boxengröße in einer bestimmten Lautstärke einen bestimmten optimalen Hörbereich hat...


Ich versuche mich mal an einem Überblick über die Möglichkeiten zur Loudness-Anpassung:

- Man kann über den Equlizer eine Art Loudness einstellen, müsste sie jedoch für jede Lautstärke neu anpassen.

- die Steuerung der Loudness über spezielle Software funktioniert über einen geeigneten Player gut für Musik, für Games müsste aber "gefrickelt" werden.

- einfacher wäre es, einen Hi-Fi Lautsprecher mit "Badewannen-Frequenzgang" zu nutzen. Höhen und Tiefen sind schon ab Werk lauter, jedoch ist dieser Effekt nicht abschaltbar.

- Nahfeldmonitore + AV-Receiver mit Loudness funktionieren gut, doch man hat damit 2 Verstärker bezahlt, braucht aber nur einen. Sollte man gerne einen Nahfeldmonitor haben wollen, ist diese Kombination dennoch legitim.

- Hi-Fi Lautsprecher + AV-Receiver mit Loudness funktionieren ebenfalls gut, doch man sollte gucken, dass der Lautsprecher nicht selbst schon hochgezogene Höhen und Tiefen hat, damit man die Loudness bei Bedarf auch komplett abstellen kann.

Kann man das in etwa so stehen lassen?

Noch nicht in der Aufzählung befindet sich die Möglichkeit, einen (passiven) Lautsprecher selbst zu basteln. Ist es denn schwer, einen solchen Lautsprecher zu bauen, der ziemlich neutral ist?
Mich über Hörner, Breitbänder und Bändchen zu informieren, diese in verschiedenen Ausführungen an zu hören wäre ein Spass! Verschieden Boxenformen anzugucken, eigene auszudenken und zu Bauen wäre ne schöne Herausforderung. Die Elektronik wäre mir aber ein Graus...

Hab mal wo gelesen, das die KRK RP10-3 (ohne G3) leicht rauschen. Gut zu wissen, werd darauf achten :)
 
smooth el 4a schrieb:
verstehe ich das richtig: Ein größerer Basslautsprecher ist bei gleicher Lautstärke deutlicher wahr zu nehmen, als ein kleinerer?
Nein!
Die Größe ist primär für den Maximalpegel interessant, ein größeres Chassis kann tendentiell lauter.

Für welche Raumgrößen welche Lautsprecher geeignet sind gibt der Hersteller an, wobei hier eher der Abstand, als das Volumen interessant ist.
Neumann
Genelec
Der Abhörplatz ist normalerweise auf 1/3 der Raumlänge (2/3 für Filmproduktion).
Der optimale Abhörabstand hat man allgemein schnell zusammengefasst: So nah wie möglich, so weit weg wie nötig.

smooth el 4a schrieb:
Hab mal irgendwo einen Artikel gelesen über einen (erfolgreichen) Musikproduzenten, der seine Musik angeblich immer noch mit seinen alten Boxen abmischt, die weit entfernt von professionellem Gerät wären. Anscheinend gibts wohl immer jemanden, ders nochmal anders macht als die andern ;)
Kann man schon machen, wenn man weiß wie die Lautsprecher färben/wenn man noch eine ordentliche Abhöre besitzt. Mal davon abgesehen bedeutet erfolgreich noch lange nicht gut.

smooth el 4a schrieb:
- Man kann über den Equlizer eine Art Loudness einstellen, müsste sie jedoch für jede Lautstärke neu anpassen.

- die Steuerung der Loudness über spezielle Software funktioniert über einen geeigneten Player gut für Musik, für Games müsste aber "gefrickelt" werden.

- einfacher wäre es, einen Hi-Fi Lautsprecher mit "Badewannen-Frequenzgang" zu nutzen. Höhen und Tiefen sind schon ab Werk lauter, jedoch ist dieser Effekt nicht abschaltbar.

- Nahfeldmonitore + AV-Receiver mit Loudness funktionieren gut, doch man hat damit 2 Verstärker bezahlt, braucht aber nur einen. Sollte man gerne einen Nahfeldmonitor haben wollen, ist diese Kombination dennoch legitim.

- Hi-Fi Lautsprecher + AV-Receiver mit Loudness funktionieren ebenfalls gut, doch man sollte gucken, dass der Lautsprecher nicht selbst schon hochgezogene Höhen und Tiefen hat, damit man die Loudness bei Bedarf auch komplett abstellen kann.
  1. Ja
  2. Man muss das Signal einmal durchschleifen, dass ist relativ einfach erzeugt aber meist eine hörbare Verzögerung. Wie gut Loudness in PC-Software funktioniert ... keine Ahnung.
  3. Ja, imho hat das mit gut aber nicht viel zu tun
  4. Ja. Es gibt übrigens durchaus auch passive Monitore, siehe bspw. Strauss Elektroakustik, ATC oder JBL
  5. Ja. Natürlich sollte der Hifi-Lautsprecher an sich schon gut sein.

smooth el 4a schrieb:
Noch nicht in der Aufzählung befindet sich die Möglichkeit, einen (passiven) Lautsprecher selbst zu basteln. Ist es denn schwer, einen solchen Lautsprecher zu bauen, der ziemlich neutral ist?
Mich über Hörner, Breitbänder und Bändchen zu informieren, diese in verschiedenen Ausführungen an zu hören wäre ein Spass! Verschieden Boxenformen anzugucken, eigene auszudenken und zu Bauen wäre ne schöne Herausforderung. Die Elektronik wäre mir aber ein Graus...
Die meisten bauen beim Erstkontakt mit Selbstbau einen erprobten Bausatz nach. Selbst Entwickeln geht natürlich auch, ich persönlich würde mir aber beispielsweise (noch) nicht zutrauen eine gute passive Weiche konstruieren zu können.
Der Nachbau vieler Konstrukte ist aber für die meisten stemmbar.
 
smooth el 4a schrieb:
verstehe ich das richtig: Ein größerer Basslautsprecher ist bei gleicher Lautstärke deutlicher wahr zu nehmen, als ein kleinerer? Stelle mir das so vor, dass der größere Lautsprecher eben auch mehr "Luft anschubst" und daher auch mehr "Sound unterwegs" ist. Wäre ne Erklärung...

Nicht unbedingt, ist eine Frage der Abstimmung. Jedoch geht halt bei einer (in Relation zur Chassisgröße) besonders tiefen und/oder basslastigen Abstimmung umso mehr Maximalpegel verloren, wenn man nicht aktiv bei hohem Pegel wieder Bass raus nimmt.
Dabei ist es ziemlich egal, ob ich die tiefe/basslastige Abstimmung durch Gehäuseform und -abstimmung, passive Frequenzweiche oder Aktivweiche erreiche. Die Kombination von Membranfläche zu max. Hub (und ein paar weiteren Faktoren) begrenzt eben den Pegel.

Abgesehen davon kann es bei sehr kleinen Pegeln sogar sein, dass ein sehr großes Chassis stumm bleibt, weil es eine Mindestleistung braucht, um das Chassis überhaupt in Bewegung zu bringen.



smooth el 4a schrieb:
- einfacher wäre es, einen Hi-Fi Lautsprecher mit "Badewannen-Frequenzgang" zu nutzen. Höhen und Tiefen sind schon ab Werk lauter, jedoch ist dieser Effekt nicht abschaltbar.

Nicht ganz. Genauso wie Du bei einem linear abgestimmten Speaker bei kleiner Lautstärke Bass und Höhen anheben kannst (per EQ etc.), so kannst Du es bei einer "Badewanne" auch raus regeln, wenn mal lauter gehört wird.



Zm Thema Selbstbau:
Eine eigene Entwicklung würde ich mir an Deiner Stelle (noch) nicht zutrauen, da solltest Du lieber auf erprobte Bausätze zurückgreifen und ggf. von einem erfahrenen Selbstbauer für Dich auswählen und u.U. noch auf den Raum anpassen lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sound-Fuzzy schrieb:
Abgesehen davon kann es bei sehr kleinen Pegeln sogar sein, dass ein sehr großes Chassis stumm bleibt, weil es eine Mindestleistung braucht, um das Chassis überhaupt in Bewegung zu bringen.
Das hätte ich jetzt mal gerne vorgerechnet.
 
Als ob da was kommt...Bullshitbingo vom feinsten.
 
Guten Abend.

Die Größe der Lautsprecher ist nicht wirklich relevant für einen passenden Mindestabstand. Es ist eher die Anzahl, die geometrische Anordnung der Chassis auf der Schallwand und die Entzerrung maßgebend. Der Mindestabstand wird aber auch irgendwo von der Basisbreite des Stereodreiecks (gleichseitiges Dreieck) vorgegeben. Zum Rest hat gintoki denke ich ausreichend was geschrieben, danke dafür. (Ratterkiste dann auch.)

Eine Loudness-Abstimmung, ein Badewannen-Frequenzgang hat mit einer elektrischen Loudness-Korrektur - wie Dynamic EQ, nichts gemeinsam. Das sollte man immer berücksichtigen. Diese Lautsprecher klingen in der Regel nur etwas frischer (Hochtonanhebung) und vermitteln, durch den meist eher schmalbandiger Basspeak etwas mehr Druck. Das kann m.M.n. passend sein, wenn man zum Beispiel grundsätzlich ohne Nachtkorrektur auskommen will, möchte.

Lautsprecher-Selbstbau: Von einer Eigenentwicklung rate auch ich ab. Es sei denn, der Spaß soll dein Hobby werden. Einen guten Lautsprecher aufzubauen - erfordert viel Arbeit, Zeit und vor allem Erfahrung. Der Nachbau kann kinderleicht sein, Gehäuse kann man sich bauen lassen, Frequenzweichen fertig gelötet erhalten.

MfG
 
gintoki schrieb:
Das hätte ich jetzt mal gerne vorgerechnet.

Wie willst Du das rechnen? Es hängt von der Kombination Antrieb/Wirkungsgrad des Chassis, bewegte Masse und Gehäusekonstruktion ab. So wirst Du z.B. bei einigen Bass-Hörnern unterhalb eines Mindestpegels nix merken, erst danach fangen sie an Spaß zu machen.
 
Sound-Fuzzy schrieb:
Abgesehen davon kann es bei sehr kleinen Pegeln sogar sein, dass ein sehr großes Chassis stumm bleibt, weil es eine Mindestleistung braucht, um das Chassis überhaupt in Bewegung zu bringen.
Erkläre uns das.

Du solltest vorrechnen, wie hoch die "Mindestleistung" sein muss, an einem Beispiel - danke.
Die akustische Leistung berechnet sich aus elektrischer Eingangsleistung und dem Wirkungsgrad des Chassis.

PS: Multiplikation... (...) sobald wir Pak haben, gibt es auch Vd, Vd = 1,5 * √Pak / f². (Erst jetzt kann man weiter rechnen, vielleicht so: Xd = Vd / Sd.) Haben wir Vd, bewegen wir eine Luftmenge und das setzt eine Bewegung voraus. (Eine echte Alternative zu einer kolbenförmigen Bewegung, gibt es im Bass nicht.)

Und: Bei LS-Chassis ist das Prinzip des Antriebes nicht veränderbar. Hierfür sorgt die Induktion. Wird in einem Magnetfeld an einen Leiter eine Spannung angelegt, bewegt sich der Leiter mit einer bestimmten Geschwindigkeit im Feld: v=u/B*I*z - für die nun resultierende Spannung (durch Bewegung, im Leiter selbst) gilt: u=B*I*v.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also so richtig kapiere ich das mit dem "Nachdruck" noch nicht. Könnte man denn folgendes in etwa so stehen lassen:

Unter Berücksichtigung, dass wohl kein Subwoofer zum Einsatz kommt,
gilt für "Allround-Boxen" die alles, also auch sehr basslastige Musik spielen sollen,
dass ein großer Tieftöner von Vorteil ist.

Dankeschön gintoki für die Links zu den Hörabständen, genau sowas hab ich gesucht!

gintoki schrieb:
Mal davon abgesehen bedeutet erfolgreich noch lange nicht gut.
sign! :)

Dass neutrale LS zum Abmischen von großem Vorteil sind, da gehe ich mit. Aber wenn es so sein sollte, dass viele Leute ihre Musik auf LS mit "Badewannen-Frequenzgang" hören, dann sollten das auch Musik-Produzenten bei der Abmische berücksichtigen. Wenn sie es nicht täten und ein Musikstück betonte Höhen und Tiefen hätte, dann würde es sich doch auf LS mit Badewannen-Frequenzgang nochmals verstäken und völlig überdreht und schrecklich anhören?
Andererseits sollten Musik-Produzenten ebenfalls berücksichtigen, dass es viele Fans von "neutralen" LS gibt. Würden sie ihre Musik nur für LS mit "Badewannen-Frequenzgang" optimieren, dann klänge sie auf neutralen LS vlt zu nüchtern?
Irgenwie möche man beim Abmischen doch alles Mögliche berücksichtigen und deswegen wäre es nicht unwahrscheinlich, wenn die Produzenten einen Kompromiss wählten.

Ich sehe neutrale LS grundsätzlich im Vorteil, wenn man bereit dazu ist, den Sound zu optimieren. Wenn der Frequenzgang linear ist, kann man die Einstellungen mit dem Equlizer wesentlich exakter der jeweiligen Musik und Lautstärke anpassen, als wenn man erst "die Badewanne füllen müsste". Gerade wenn der Gesang im Vordergrund steht, könnten von Haus aus erhöhte Höhen und Tiefen im LS doch schnell zum Problem werden. Oder irre ich mich und die Unterschiede zwischen linear und Badewanne sind gar nicht so groß, dass dies für den Produzenten erachtenswert wäre?

gintoki schrieb:
2. Man muss das Signal einmal durchschleifen, dass ist relativ einfach erzeugt aber meist eine hörbare Verzögerung.

Und diese hörbare Verzögerung ist relevant fürs z.b. Filme gucken, da dann Bild und Ton nicht mehr synchron laufen?

Sound-Fuzzy schrieb:
So wirst Du z.B. bei einigen Bass-Hörnern unterhalb eines Mindestpegels nix merken, erst danach fangen sie an Spaß zu machen.

Weil ich Bass-Hörner interessant finde, habe ich mich mal vor ner ganzen Weile wild durchs Internet geklickt und zumindest stand auch das irgendwo geschrieben, weswegen ich mich fürs Leisehören wieder von ihnen abwendete. Vlt war das, was ich darüber gelesen habe auch nicht korrekt oder gilt nur für Basshörner und ist nicht allgemein auf alle Tieftöner übertragbar ;)

(Ich möchte mich hier bitte nicht in einen evtl. Streit über Dinge, die ich nicht verstehe, einmischen, sondern lediglich einwerfen, was mir mal zufällig unter gekommen ist...)

Zwenner schrieb:
Eine Loudness-Abstimmung, ein Badewannen-Frequenzgang hat mit einer elektrischen Loudness-Korrektur - wie Dynamic EQ, nichts gemeinsam. Das sollte man immer berücksichtigen. Diese Lautsprecher klingen in der Regel nur etwas frischer (Hochtonanhebung) und vermitteln, durch den meist eher schmalbandiger Basspeak etwas mehr Druck. Das kann m.M.n. passend sein, wenn man zum Beispiel grundsätzlich ohne Nachtkorrektur auskommen will

Wie sieht es denn bei der elektrischen Loudness-Korrektur innerhalb eines Pegels aus: Auch hier erklingen die Töne eines Musikstückes mal sehr leise, mal sehr laut. Wird dies von einem entsprechenden Gerät auch bearbeitet oder ist dies gar nicht nötig, da nur auf den Pegel angepasst werden muss?

Wie sieht es denn aus, wenn man einen LS nachbauen möchte:
- Hat man denn überhaupt noch Spielraum zum modifizieren? Kann man was am Gehäuse verändern oder kann man auch die Chassis wechseln, z.b. wenn im Bauvorschlag ein Mitteltöner aus Aluminium ist, dass man auch einen aus Keramik nehmen kann?
- Wie sieht es mit der Qualität aus: Kann man einen Selbstgebauten für 500,- mit einem gekauften für 500,- irgendwie vergleichen?

Zwenner, du hattest mich mal nach meinen AIWA gefragt und ich hab mich auf die Suche begeben und tatsächlich exakt DAS Modell gefunden, das ich hier zu Hause stehen habe :)

aiwa CX-NSZ315EZ <3
finde es interessant, dass auch beim Verkäufer das rechte Kassettendeck defekt ist - wie bei mir. Hatte mich schon gewundert, wie das passieren konnte, aber dann lag es vlt gar nicht an mir...

Wünsche allen einen guten Start in die Woche
 
smooth el 4a schrieb:
Unter Berücksichtigung, dass wohl kein Subwoofer zum Einsatz kommt,
gilt für "Allround-Boxen" die alles, also auch sehr basslastige Musik spielen sollen,
dass ein großer Tieftöner von Vorteil ist.

Der große Tieftöner macht nur mehr Pegel, wie schon gesagt wurde.

Das Gehäusevolumen dagegen spielt für den Tiefgang von Bassreflexboxen durchaus eine Rolle, denn kleine BR-Gehäuse lassen sich nicht beliebig tief abstimmen. Entzerrte geschlossene Boxen wie die Abacusse und Neumann KH310 können mehr Tiefgang aus einem begrenzten Volumen herausholen, allerdings auf Kosten des Maximalpegels. Passivradiatoren wie bei der Mackie HR824 lassen sich ebenfalls bei begrenztem Volumen tiefer abstimmen.

So eine Kompaktanlagenbox wie die Aiwa dürfte aber selbst von einer kleinen BR-Aktivbox wie der JBL LSR305 im Tiefgang überholt werden.
 
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