Man muss generell sagen, das die X3D Modelle halt extrem schwierig zu Kühlen sind, weil der IHS und das Chip Design völlig vermurkst wurden.
IHS zu klein in der Oberfläche und zu dick, die Chip Anordnung auf dem PCB hätte selbst Steve Wonder besser hintekriegt, durch die entsprechenden sinkenden Heiẞleiterwuiderstände auf dem DIE und die dadurch entstehenden steigenden und unkontrolliert "springenden" Ströme und steigenden Temperaturen steigt parallel der Kaltleiterwiderstand in den Kupferleiterbahnen des PCBs etc.
Das treibt die Watt Aufnahme und die Temperaturen oft unkontrolliert und sprunghaft in die Höhe.
Folge ist halt Throtteling, teilweise Unkühlbarkeit , das kriegt man erst mal nur mit UV überhaupt in vernünftige Bahnen gelenkt, gerade wenn man RAM OC wie EXPO betrübt, schießen die Voltages quasi in unkontrollierbare Höhen.
Also UV bei X3Ds aus meiner Sicht erste Bürgerpflicht.
Damit ist die schlimmste Gefahr der sprunghaften Anstiege etwas eingedämmt, aber dann wird's Tricky.
Entweder kühlt man den Prozzi direct to DIE, also geköpft, und den unzureichend konzipierten IHS zu umgehen, oder man muss Brachiale Kühlleistung erzeugen, um die Wärme möglichst frühzeitig abzugreifen und eine generelle Erwärmung auf über 60-65 Grad zu verhindern, reißt die CPU die Grenze, kommt sie wieder in den Bereich des Thermischen "Durchgehens" und Du kannst sie regulär kaum noch einfangen.
Brachiale Kühlleistung steht aber erstmal völlig im Gegensatz zu leise, eine AIO ist IMMER deutlich lauter als ein guter Luftkühler, das liegt an der physikalischen Wirkweise.
Während eine massive LuKü einen gewissen Puffer durch die schiere Masse und Oberfläche bietet und gleichzeitig dadurch auch ohne aktiven Lüfter Passiv im Case Airflow gekühlt wird, ist es bei der AIO einfach schlechter.
Der Puffer ist bei einer AIO quasi nicht da, die paar Milliliter Wasser im System können kaum was puffern, im Gegensatz zu einer Custom WaKü, ergo muss permanent die Pumpe laufen, was die erste Geräuschquelle darstellt und die auch noch ihre Vibrationen aufs Board und Case überträgt. Der Radi hat quasi null Passivwirkung, weil die Rohre und Lamellen so eng und dicht außerhalb des Airflows sitzen, ist auch hier quasi ein ständiger Lüfterbetrieb nötig, und das mit hohem Druck, damit die Luft überhaupt durch die engen Radi Lamellen Strömen kann, wenn die dann auch noch nie ein wenig Staub ansetzen, ist die Kühlleistung sofort massiv im Keller.
Da hat der LuKü seinen großen Vorteil, man braucht keinen hohen Strömungsdruck um die Luft über die Lamellen zu bekommen, weniger Druck und weniger Einstellen in einer Luftströmung mindern das Strömungsgeräusch massiv. Und genau das erzeugt den " Krach" das sind weniger die Rotoren, oder der Antrieb oder Lager, das Strömungsgeräusch ist entscheidend und das was nervigen am Ohr ankommt.
Ein Radi sitzt halt auch immer ganz außen am Case, ist das lauteste Bauteil der AIO und so klingt eine AIO nach außen IMMER lauter unter Last als eine LuKü, weil das Geräusch direkt nach außen getragen wird.
Wen man dann auch noch eine CPU wie eine X3D hat, bei der es wichtig ist, sie mit hoher Kühlleistung schon früh abzufangen, am Bestens spätestens bei 50 Grad, müsste eine AIO eben da schon mit hoher Pumpen- und Lüfterdrehzahl eingreifen, was automatisch bedeutet, ab 50 Grad CPU wird's zumindest deutlich hörbar, also in Games etc.
Nutze ich eine LuKü wie den Sudokoo kann ich den bei 50Grad schon höher drehen lassen bis 60-70%, ohne das man ihn hört, der Gehäuseairflow erledigt den Rest.
Es bleiben dann immer noch 30-40% Drehzahlpuffer für kurze Anstiege, die man dann leicht abfängt. Dabei wird aber der Luftkühler außen selbst bei 100% nie so hörbar wie eine AIO bei 100% obwohl die Abwärmeleistung in Watt bei der guten LuKü mindestens genauso hoch ist wie bei einer AIO.
Wenn man wie beim TE auf Outtakes oben verzichtet und den Überdruck und die physikalische Thermik den Outtakes erledigen lässt, dringt eben auch weniger Geräusch nach Außen, folglich ist der PC sehr leise.
Ich kenne nun die Hardware des TEs ja selbst und kenne auch Audios seines Systems unter Last. Das ist wirklich SuperSilent, Kühlleistung brachial, Lautstärke quasi nicht existent, maximal in einem Bereich den man als Lufthauch bezeichnen könnte, schätze mit einer geeichten Messung wurden man in 50cm vom Case entfernt keine 38dB unter Last messen können, und das Grundgeräusch eines stillen Raumes liegt schon zwischen 30 und 35dB .
Wenn man also neben dem Rechner sitzt, 4k zockt und der Rechner leiser ist, als das Vogelzwitschern vorm Fenster, dann macht das richtig Spaß.
Und das erreicht man halt leider nur mit einem guten Case, dem richtigen Konzept und Luftkühlung statt AIO, oder eben mit einer echten Custom WaKü mit reichlich Radiatorfläche und viel Puffer in Form von Flüssigkeitsmenge im System. Das kostet dann aber auch das 5-10fache im Vergleich zur guten LuKü Lösung.
Glaubt halt nie jemand im Vorfeld, weil alle glauben AIO sei die beste Lösung und Leiser, und auch
@Dilated83 hatte anfänglich seine liebe Not damit das zu glauben, umso überraschter war er, als er es nun live im eigenen System gesehen hat, und ich kann nur sagen, der hat das gefeiert, perfekte Leistung ohne störendes Geräusch ist halt eine Wohltat für Ohren und Hardware.
Der Gedanke einen X3D erst mit Drehzahlen abzufangen wenn er über 65-70 Grad geht, geht grundsätzlich in die Hose, klappt selten bis nie und wird immer laut.
Du musst den Stürmer bereits im Mittelfeld wegkrätschen, nicht erst im Strafraum, dann bleibt's entspannt und wird thermisch und akustisch nie kritisch.