An alle BWL Studenten

Wenn es um Recht geht ja, wenn es darum geht eine Wirtschaftlichkeitsrechnung durchzuführen nein
 
Da Vamp schrieb:
Beispiele? Im IT-Bereich gibt es genügend, Fachinformatiker,IT-Systemelektroniker,...

Also identisch wie bei uns. Ich finde das die drei Jahre die man Abitur macht und solche sinnvollen Fächer wie Französisch,Sport,Kunst,Sozialkunde etc. hat total verschwendet sind. Nach drei Jahren die so eine Ausbildung dauert hat man mittlerweile eine Programmiersprache (gut) drauf und etliche Scriptsprachen (Python etc.) gelernt. Ganz zu schweigen von Hausfrauenhtml und Grundwissen in Linuxsystemen. Wozu also bitte das Abitur? Welche höheren Themen sind in diesen Azubiberufen von nöten?
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LordArgaron schrieb:
Wenn es um Recht geht ja, wenn es darum geht eine Wirtschaftlichkeitsrechnung durchzuführen nein

Wirtschaftlichkeitsrechnung? Gehört das nicht auch dazu? Also selbst wir als *hust* Ingenieure hatten so etwas.
 
Du da bin ich deiner Meinung... nicht alles im Abitur ist sinnvoll, sogar teils sinnlos. Abhängig davon was du nach dem Abitur machst natürlich.
Aber wenn der Arbeitsgeber nunmal Abitur verlangt, da es eben ein höherer Bildungsabschluss ist, dann brauchst du es eben.
Also nur Abitur weils verlangt wird? Nein!

Durch Abitur hat man ein größeres Spektrum an Möglichkeiten, sollte jemand doch noch studieren wollen so kann er dies tun.
Man muss ja sich ja nicht alle Möglichkeiten verbauen, nur weil man mal der Meinung war sofort Ausbildung ist sinnvoller.
Ist es theoretisch auch, aber nicht immer ist die Ausbildung so wie man sich das vorgestellt hat oder man hat seine Berufung doch noch woanders entdeckt und dann Abitur + Studium nachholen?
 
darkfate schrieb:
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Wirtschaftlichkeitsrechnung? Gehört das nicht auch dazu? Also selbst wir als *hust* Ingenieure hatten so etwas.

Ich habe Modul etwas über Thermodynamik und Otto-Motoren bzw. Dieselmotoren gelernt. Das macht mich nicht zum Maschinenbauer.

Naja wie soll ich das sagen, ich arbeite im Moment für ein Unternehmen das Anlagen baut/verkauft, EPC und Lump Sum Verträge. Also habe ich hier und da auch mit Ingenieuren zu tun. Klar jeder muss einigermaßen wissen ob das was er macht später einmal wirtschafltich sein kann. Die Frage ist wie sehr man ins Detail gehen muss oder will. Demach kannst du mit den Begriffen Cash Flow, interne Verzinsung was anfangen?


Wie sagt man so schön, der Ingenieur fragt wie es funktioniert und der BWL'er ob es wirtschaftlich ist
 
Zuletzt bearbeitet:
Sag mal darkfate, ist der langweilig, hast du Komplexe oder aus irgendeinem Grund einen tiefgehenden Hass gegen einen speziellen BWLer? Was du für Weisheiten hier verbreitest und mit welcher Konstanz du seit 1,5h versuchst deine Meinung als die Wahrheit durchzusetzen ist erstaunlich.

Ich selbst bin BWLer, momentan im Master 2. Semester. Ich muss sagen, dass das Fach sicherlich nicht jedermanns Sache ist, aber es ist nützlich. Später ist man vielfältig und flexibel einsetzbar (natürlich nicht als Ingenieur). Eine Verdammung des Faches ist nicht gerechtfertigt. Sicherlich gibt es sehr viele Studenten die mit BWL beginnen weil sie einfach nichts anderes wissen, aber die scheiden dann meistens auch frühzeitig aus und fangen etwas anderes an. Gerade im Bachelor wird in den ersten beiden Semestern mit den für Anfängern schwersten BWL Fächern direkt kräftig ausgesiebt (Buchführung, Rechnungswesen, Privatrecht). Diese Fächer sind schwer und insbesondere Buchführung und Rechnungswesen natürlich Kern, aber das heißt nicht, dass man sich später mit diesen Gebieten als BWLer beschäftigen muss. Nicht jeder wird Buchhalter oder Wirtschaftsprüfer, im Gegenteil, die BWL bietet soviele Möglichkeiten sich in diverse Richtungen zu spezialisieren. Dazu gehören neben z.B. Marketing und Unternehmensführung auch so Richtungen wie Informatik (WI) und Logistik/Supply Chain Management. Ich persönlich habe mich auf letzteres spezialisiert, mit Buchhaltungsangelegenheiten möchte ich gar nix mehr zu tun haben. Eher untypisch für einen BWLer, aber auch so kann das laufen. Man ist da im Grunde recht frei.

Nun meine Empfehlung: Wenn du kein spezielles naturwissenschaftliches Interesse hast oder Ingenieursambitionen verfolgst, und grundsätzlich Interesse an Wirtschaftsangelegenheiten besteht, dann fang ruhig mal ein BWL Studium an. Spezialisieren kannst du dich immer noch. Und wenn das Studium nichts für dich ist, wirst du dank dem Bachelor das schnell merken. BWL ist nicht unbedingt extrem schwer, aber auch nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Lernaufwand muss schon aufgebracht werden, nicht nur vor der Klausur, sondern auch während der Vorlesungszeit. Aber an zu schwerer Mathematik sollte es nicht scheitern. Bis auf Statistik besteht die BWL mathematisch fast immer aus "Ableiten und gleich Null setzen". ;-)
 
Cash Flow ist für ihn nur ein böses Wort der gierigen BWLer und gehört nicht zu seinem Sprachgebrauch, wer muss schon den Cash Flow wissen, hauptsache es werden ordentliche Produkte gebaut...
 
LordArgaron schrieb:
Demach kannst du mit den Begriffen Cash Flow, interne Verzinsung was anfangen?

Ja
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uboot schrieb:
Sag mal darkfate, ist der langweilig, hast du Komplexe oder aus irgendeinem Grund einen tiefgehenden Hass gegen einen speziellen BWLer?

Nein. Ich finde sie einfach überflüssig.
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KoreaEnte schrieb:
Cash Flow ist für ihn nur ein böses Wort der gierigen BWLer und gehört nicht zu seinem Sprachgebrauch, wer muss schon den Cash Flow wissen, hauptsache es werden ordentliche Produkte gebaut...

Du sprichst mir aus der Seele. Wenn der Staat mal anfängt sein Steuersystem sinnvoll zu überarbeiten wie es z. B. in Österreich oder Schweiz ist dann verlieren sehr viele Begriffe von einen Tag auf den anderen ihre Daseinsberechtigung.
 
KoreaEnte schrieb:
Cash Flow ist für ihn nur ein böses Wort der gierigen BWLer und gehört nicht zu seinem Sprachgebrauch, wer muss schon den Cash Flow wissen, hauptsache es werden ordentliche Produkte gebaut...

Ich behaupte ja nicht dass er sie kennen muss oder benutzen muss. Mich interessiert es was in der Vorlesung gelehrt wurde.

OK was ist wenn dein ordentliches Produkt unter sehr ineffizienten Umständen entsteht? Sprich viel Ausschuss oder sonst was. Andere würden das gleiche Produkt effizienter herstellen und somit das Produkt günstiger anbieten als du.
 
LordArgaron schrieb:
Sprich viel Ausschuss oder sonst was. Andere würden das gleiche Produkt effizienter herstellen und somit das Produkt günstiger anbieten als du.

Naja... so schlicht und einfach ist es nicht. Wenn man etwas entwickelt dann denkt man es bis zum Schluss durch und setzt alle Mittel ein die zur Verfügung stehen. Es ist nicht so das man später merkt das man sein Produkt doch wesentlich effizienter gestalten kann. Solche Fehler kann man sich heutzutage nicht oft erlauben. Dann rollen sehr schnell die Köpfe
 
darkfate schrieb:
Ja
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Nein. Ich finde sie einfach überflüssig.
Ergänzung ()

Du sprichst mir aus der Seele. Wenn der Staat mal anfängt sein Steuersystem sinnvoll zu überarbeiten wie es z. B. in Österreich oder Schweiz ist dann verlieren sehr viele Begriffe von einen Tag auf den anderen ihre Daseinsberechtigung.

Es gibt unmengen an ordentlichen Produkten die den Markt nicht überlebt haben. Ein ordentliches Produkt ist kein garan dafür Gewinne zu machen oder sonst was. Es gibt eine Menge Faktoren die ebenso stimmen müssen.
 
LordArgaron schrieb:
Es gibt unmengen an ordentlichen Produkten die den Markt nicht überlebt haben. Ein ordentliches Produkt ist kein garan dafür Gewinne zu machen oder sonst was. Es gibt eine Menge Faktoren die ebenso stimmen müssen.

Da binn ich aber auf deine Beispiele gespannt. Einfach so etwas zu behaupten ist nicht sonderlich hilfreich wenn keinerlei Beispiele zugrundegelegt sind. Ich bitte also dringlichst um Nachweise dieser Behauptungen.
 
darkfate schrieb:
Naja... so schlicht und einfach ist es nicht. Wenn man etwas entwickelt dann denkt man es bis zum Schluss durch und setzt alle Mittel ein die zur Verfügung stehen. Es ist nicht so das man später merkt das man sein Produkt doch wesentlich effizienter gestalten kann. Solche Fehler kann man sich heutzutage nicht oft erlauben. Dann rollen sehr schnell die Köpfe

Ebenso will ich sehen wie du mit deiner Wirtschaftlichkeitsanalyse anständige Investoren finden willst. in der Feasibility Phase wird man keine Probleme haben eine Wirtschaftlichkeitsrechung aufzustellen.
 
byte56 schrieb:
Jeder der nicht weißt was er studieren möchte, studiert BWL. ... BWL hat auch in Unternehmen an guten Ruf verloren.
Momentan werden solche Leute Lehrer^^
Da in den meisten Unternehmen BWLer in der Führung sind und auch Personalchefs sehr oft BWLer sind gehe ich mal davon aus, dass die ihren eigenen beruf nicht verabscheuen und auch nicht solche, die den Beruf ergreifen wollen.

NiThDi schrieb:
Kommt drauf an, ob du lieber ein bisschen selbst mit denkst, oder dich im Sutdium nur vollquatschen lassen willst. Zweitens wäre das BWL Studium :)
Ne also mal im Ernst, ich muss LEIDER auch 3 Semester lang BWL machen und es ist einfach absolut langweilig.
Viele Veranstaltungen sind trocken. Das gibt es in jedem Bereich (zumindest überall, wo es auch Mathe gibt^^). Auch bei einem BWL Studium muss man manchmal mitdenken und nicht nur auswendig lernen. Privatrecht ist zum Beispiel eine dieser Veranstaltungen, wo man nicht mit purem Auswendiglernen weiter kommt.

darkfate schrieb:
Nein Eben nicht. Jeder halbwegs seriöse Wissenschaftler hat schon längst zugestimmt das der klassische Mittelstandsbetrieb das beste ist was die Wirtschaft haben kann. Diesen kann aber auch ein Meister/Ingenieur führen oder jemand der Ahnung vom Beruf hat.
Jeder halbwegs seriöse Wissenschaftler wird dir da wiedersprechen. Man braucht teilweise große Firmen. Wie soll ein flächendeckendes Telekommunikationsnetz oder Handynetz geschaffen werden, wenn man nur 300 Mitarbeiter und 50Mio € zur Verfügung hat?
Wie willst du Millionen oder gar Milliarden in die Weiterentwicklung von Motoren stecken, wenn dein Jahresumsatz bei wenigen Millionen liegt?

darkfate schrieb:
Rechnungswesen lasse ich nicht gelten.
Ich habe 6 Jahre Rechnungswesen hinter mir.
Da ist absolut nichts anspruchsvolles dabei.
Ich kenn einen, der Maschinenbau an der Schule als LK hat. Der meint jetzt auch er habe das allumfassende Wissen und könnte sich das halbe Maschinenbaustudium schenken...

darkfate schrieb:
Na dann sag mir mal wer die ganzen Krisen bisher ausgelöst hat
Dann sag mir mal wem wir es (unter anderem) zu verdanken haben, dass wir überhaupt so weit sind?

e-ding schrieb:
Darüber können viele "Tekkis" zwar nur lächeln aber ersetzen können sie einen BWLer in der Regel nicht.
Ich kenn viele, die einen BWLer ersetzen könnten. Da wären Wirtschaftsinformatiker, Wirtschaftsingenieure und Wirtschaftsmathematiker als Beispiel zu nennen^^

darkfate schrieb:
Jedes Jahr das man in Bildung investieren will, muss wohlüberlegt sein. Heutzutage würde ich mich sogar vom Bund und vorm Hiwi drücken. 6 Monate bei 2500€ = 15.000 € die da einem durch die Lappen gehen.

Für einen normalen Arbeiter ist es sicherlich viel Geld.
Ich schwanke gerade, ob du ein guter BWLer wärst oder nicht. Einerseits hast du die Arroganz, die BWLer angeblich aus macht (stimmt oft nicht. Ich kenne wesentlich mehr arrogante Mathematiker, Informatiker und Maschinenbauer, als BWLer), andererseits scheinst du zwischen Brutto und Nettolohn nicht unterscheiden zu können.
2500€ Brutto= ~1300€ Netto (alleinstehend, ohne Kinder), 300€ Netto beim Bund.
Von den 1300€ müssen noch ne Wohnung und Essen bezahlt werden. Von den 300€ nicht.
Es kommt man Ende so ziemlich auf das Gleiche raus.

MasterSepp schrieb:
Ich werd jetzt nicht mit BWL bashen obwohl ich schon Lust hätte weil naja geh halt an eine HS/Uni und guck dir die Leute ma an... ich wette du kannst die BWL'ler locker von den Informatikern/Ingenieuren unterscheiden ;).
Ich halte dagegen. Viele BWLer sind nicht von VWLern, IBSen, Lehrämtlern oder auch (erschreckt euch jetzt bitte nicht) Maschinenbauern zu unterscheiden.

darkfate schrieb:
Wieso muss dann die Mathelastigkeit immer wieder angesprochen werden. Diese Aufgaben (Optimierungsprobleme) sind mit Mathe Grundkurs locker zu lösen.
Das stimmt nicht. Könnte jetzt nen paar Aufgaben holen, die kein durschnittlicher Mathe Grundkursler lösen kann (,aber ich will meinen Bruder nicht aufwecken^^). Und es wird so oft angesprochen, weil viele wegen Mathe ihr BWL Studium nicht schaffen.

darkfate schrieb:
Ich frage mich ob man als Rechtsanwalt nicht der bessere BWLer ist. Was meint ihr?
Nein.

darkfate schrieb:
Also identisch wie bei uns. Ich finde das die drei Jahre die man Abitur macht und solche sinnvollen Fächer wie Französisch,Sport,Kunst,Sozialkunde etc. hat total verschwendet sind. Nach drei Jahren die so eine Ausbildung dauert hat man mittlerweile eine Programmiersprache (gut) drauf und etliche Scriptsprachen (Python etc.) gelernt. Ganz zu schweigen von Hausfrauenhtml und Grundwissen in Linuxsystemen. Wozu also bitte das Abitur? Welche höheren Themen sind in diesen Azubiberufen von nöten?

Wirtschaftlichkeitsrechnung? Gehört das nicht auch dazu? Also selbst wir als *hust* Ingenieure hatten so etwas.
Die Abiturienten, die ich kenne und eine solche Richtung nach Ihrem Abi eingeschlagen haben konnten das auch.
Warum heißt es wohl Allgemeine Hoschulreife? Weil es eben nicht auf XY spezialisiert ist.

Ne Bekannte von mir (IBSe) hat eine Weiterbildung gemacht, bei der sie solche Sachen wie Werkstoffkunde gemacht hat. Wenn du sie aber nach den Eigenschaften eines austenitischen Stahls fragst wird sie dir keine gute Antwort geben können.
Beim Maschinenbau Studium hat man auch Physik und Chemie als Fächer. Dadurch kannst du aber noch lange keinen Physiker oder Chemiker ersetzen.
Nicht alles, was sich gleich anhört ist auch gleich.

KoreaEnte schrieb:
hauptsache es werden ordentliche Produkte gebaut...
und wer sorgt dafür, dass du sie auch bezahlen kannst? Ingenieure sind Spielkinder, die Grenzen brauchen.
Wenn du einem Ingenieur sagst, dass du ne Schaukel im Garten haben möchtest und er unbegrenzte Mittel hat, dann erhältst du eine, die sich selbst über einen Elektromotor beschleunigt und das selbst, wenn ein Elefant auf ihr sitzt (das ist keine Übertreibung).



BWLer werden gebraucht. Als weniger nötig empfinde ich zum Beispiel: Theologen, Kirchenmusiker, Tanz, Schauspiel (aber nützlich sind für manche auch diese Studiengänge)

Wer BWL lernt und gut ist bekommt einen Job (außer man möchte ins Marketing. Das will fast jeder BWLer und daher muss man da schon sehr gut sein).

BWLer sind nicht so schlimm wie ihr Ruf und wer welche kennt, der weiß das auch. Wer aber lieber Abends am Stammtisch sitzt und mit seinem Halbwissen zeigen will, dass keiner außer er/sie Ahnung von allem hat, der ist a) dumm b) frustriert, weil er es selber zu nichts gebracht hat (oder weil ein BWLer ihm gezeigt hat, dass sein Arbeitsplatz unsinnig war) oder c) braucht ein Feindbild.
 
Seltsam, wie viele Leute sich hier doch aufplustern, aber vom Tuten und Blasen nicht die Bohne Ahnung haben ! 3ster ist mit solche einer Diskussion überhaupt nicht gedient und es ist in höchstem Masse unfair, dass man ihn, der offen und ehrlich nach einer Beurteilung eines BWL-Studiums gefragt hat, um sich bezüglich seiner beruflichen Zukunft zu orientieren, mit derartigem Unsinn überzieht !

Ich möchte 3ster deshalb raten, nicht so viel auf andere zu hören, sondern seinen eigenen Vorstellungen und seiner inneren Stimme bezüglich seiner Wünsche und Neigungen mehr zu vertrauen, als den vielen Köchen, die letztlich nur den Brei verderben !

Vor diesem Hintergrund ist es eigentlich auch egal, was jemand studiert; jeder weiß von sich selbst, ob er eher wirtschaftlichen Themen, technischen oder sonstigen geistes- oder naturwissenschaftlichen Themen zugeneigt ist ! Ich gehe einmal davon aus, wenn 3ster von sich aus nach BWL fragt, dann hat er schon eine gewisse Priorität für sich gefunden; und wenn er dann zum BWL Studium konkrete Informationen sucht, sollte man die ihm auch geben, anstatt hier einen Grundsatzstreit zu initiieren.

Deshalb an @3ster Folgendes:

Selbst BWLer, empfehle ich Interessenten für dieses Studium meist, dass sie sich, wenn ihnen die streckenweise Beschäftigung mit trockener Materie nicht sehr liegt, lieber für ein Studium entscheiden sollten, das möglicherweise einen technischen Bezug hat, also ein Wirtschaftsingenieurstudium oder gleich ein vollzügig technisches Studium. Wem es aber nichts ausmacht, sich auch mit vielen theoretischen Themen auseinanderzusetzen, ist im BWL-Studium sicherlich nach wie vor gut aufgehoben.

Klar musst Du Dir darüber sein, dass das Grundstudium tatsächlich weniger Forschung und Lehre huldigt, als etwa durch die viel zitierten Anforderungen in Mathe und ähnlichem zu versuchen, die Spreu vom Weizen zu trennen; wer in der Schule zuvor einigermaßen in Mathe mitgekommen ist, braucht sich aber auch vor der Mathematik im Grundstudium nicht zu fürchten; im Hauptstudium wie im späteren Berufsleben braucht man die Mathematik in den wesentlichen Fächern dann nicht mehr oder kaum noch !

Das Grundstudium gibt aber die Chance, sich intensiv über die Möglichkeiten im Hauptstudium zu orientieren; und diese sollte man dann auch nutzen, weil BWL wie eigentlich kein zweites Studium im Hauptgang die Möglichkeit einer Spezialisierung gibt, mit der man später in fast allen Lebensbereichen tätig werden kann ! Den Bogen kann man dann sogar soweit spannen, dass man von sozialen Berufen, beispielsweise in Entwicklungsländern oder der Entwicklungshilfe über selbständige Tätigkeiten, in der Führung von kleinen bis großen Unternehmen in Produktion, Forschung oder Finanz- und Steuerwesen, auch in der Politik, bis hin zu internationalem vielfältigen Engagement und Management fast überall tätig werden kann; will heißen, seine Neigungen in vielfältigster Weise verwirklichen kann.

Wenn Du also bereit bist, die Ochsentour des Grundstudiums durchzustehen, kann man sagen, dass Dir danach die ganze Welt offen steht !

Persönlich möchte ich Dir noch empfehlen, egal was Du studierst, plane, wenn irgend möglich und so früh wie möglich im Rahmen Deines Studiums ein Teilstudium im Ausland ein; ich selbst hatte das Glück, im Rahmen meines BWL Studiums zwei Auslandssemester an der New York University zu verbringen, wo einer meiner Lehrer der spätere President der Federal Reserve, Alan Greenspan, war, und ich kann Dir nur sagen, ein reichhaltigere Erfahrung und interessantere Phase Deiner Ausbildung als während eines solchen Auslandsstudiums, kannst Du in Deinem Leben kaum machen.

Deshalb mein Ratschlag, wenn Deine Entscheidung feststeht und Du Dich für ein Studium entschieden haben wirst, informiere Dich von Anbeginn bei den entsprechenden Organisationen, die ein Auslandsstudium fördern, über die bestehenden Möglichkeiten; und sollte Deine Entscheidung für ein BWL-Studium schlussendlich vielleicht feststehen und/oder Du noch weitere Fragen hast oder Informationen brauchst, dann kannst Du mich auch gerne und jederzeit über PN kontaktieren !
 
Zuletzt bearbeitet:
Sorry 3ster,
die Diskussion gehört hier nicht rein. Wie gesagt poste doch am besten warum du denkst dass du BWL studieren willst, was dich daran interessiert und ob du vielleicht schon einen Berufswunsch, bzw -richtung hast.
 
BWL ist ein recht breites Studium, man hat später viele Möglichkeiten der Spezialisierung bzw. muss sich sogar Spezialisieren, da man alle Felder eh nicht abdecken kann.

Aber das ist auch ok, da nicht jeden alles interessiert.
 
Nun, meine Lieben, wenn 3ster hier die Frage "an alle BWL-Studenten" stellt, ob das Studium für ihn geeignet sei, dann ist das ungefähr so, als wenn ich "an alle Christen" die Frage stellte, ob ich in der christlichen Kirche gut aufgehoben wäre.

Denn zum BWL-Studium braucht man bestimmte Glaubenssätze und Ideologien, die im Studium nicht hinterfragt werden und als "Axiome" hingestellt werden.

Dies ist aber nicht wissenschaftlich.

Lieber 3ster, lies Dir mal z.B. folgende Artikel durch:

http://www.woz.ch/artikel/inhalt/2008/nr48/Risk%20Development/17204.html

http://www.sozialoekonomie-online.de/ZfSO-158-159_Rost.pdf

http://www.humane-wirtschaft.de/01-2009/kremer_volkswirtschaftslehre.pdf

Über viele dieser alternativen Sichtweisen wird im BWL-Studium nämlich NICHT gesprochen, höchstens in einem späteren Semester mal zwischendurch kurz als "Kuriosum"...

Daß erfolgreiche BWL-Studenten, die hier antworten, das natürlich gaaaanz anders sehen, ist klar...

LG,
Hasenbein
 
@ Hasenbein:

Wie Du zu dieser Sichtweise kommst, bleibt mir recht fraglich ! Insbesondere scheinst Du ja VWL mit BWL zu verwechseln oder alles in einen großen Topf zu werfen und durcheinander zu rühren ! Vielleicht solltest Du doch erst mal mit Schumpeter anfangen, bevor Du Dich hier völlig unqualifiziert äußerst !

Was die ganzen mathematischen mikro- oder makroökonomischen Theorien der Volkswirtschaft betrifft und was man von ihnen hält (ich jedenfalls gar nix !) muss man mit der Perspektive auf BWL überhaupt nicht klären; und dass es an unseren Massenbetriebsuniversitäten heute kaum mehr um Forschung geht, muss man auch irgendwie hinnehmen, ansonsten müsste man wohl 70 bis 80 Prozent der Studenten aus den Unis hinausfegen, die das auch gar nicht wollen ! Die universitäre Lehre ist zum fast reinen Schulbetrieb verkommen, man mag das bedauern, aber in Hinblick auf einen jungen Menschen, der sich jetzt orientieren will, was er studieren könnte, um eine solide Grundlage für eine mehr oder weniger spezielle Berufsausübung zu bekommen, bleibt ein solches Unterfangen müssig und völlig fehl am Platze !

Wir müssen mit den Systemen leben, in die wir hineingeboren wurden, und können höchstens versuchen, sie graduell zu verändern ! Wenn Du da anderer Meinung bist, dann könntest Du auch versuchen, morgen den Hunger auf der Erde zu beseitgen oder die Energieknappheit oder die Erderwärmung oder was auch immer; wir haben viele selbstgemachten Probleme auf dieser Erde, die die Zukunft der Menschheit bedrohen; aber durch Träumerei oder Illusionisten werden wir zu deren Lösung auch nix beitragen !
 
Zuletzt bearbeitet:
Und Du, eulekerwe, scheinst trotz näherer Beschäftigung mit der Materie noch nicht begriffen zu haben, daß "VWL" und "BWL" gar nicht trennbar sind. Eine isolierte Beschäftigung mit dem einen oder anderen macht überhaupt keinen Sinn.

Dem Phänomen "Elefant" kommt man kein Stück näher, indem man sich nur mit dem Aspekt "Rüssel" oder "Stoßzahn" beschäftigt. Und "Stoßzahn" macht nur vor dem Hintergrund "Elefant" überhaupt als Begriff Sinn; würde man über "Elefant" nichts wissen und nur einen Stoßzahn finden, würde man ihn evtl. "komisches krummes weißes Ding, das spitz zuläuft" nennen.

Diese derartige Trennung in "Fachbereiche" ist doch nur deswegen, weil man im Laufe der Jahrzehnte alles dermaßen verkompliziert hat, daß man die Notwendigkeit einer Spezialisierung sah. Um in Sachen Ökonomie jedoch etwas wirklich zu verstehen, muß man das Ganze sehen, sonst kann man im jeweiligen Spezialgebiet gar nicht zu sinnvollen bzw. praktisch gültigen Schlußfolgerungen kommen.

Dies gilt in besonderem Maße in der globalisierten Welt.

Ich bin mitnichten "Träumer" oder "Illusionist" (typischer Vorwurf von so Wirtschaftsfuzzis gegenüber eigenständig denkenden Menschen...), sondern ich sehe, daß das Gesamtwirtschaftssystem schlimme Folgen für alle hat und daß es viel mehr Widerstand dagegen geben muß sowie alternative Wirtschaftsmodelle (z.B. zinslose Geldsysteme, denn die ganze Finanzmisere der letzten Jahre beruht letztlich nur auf der Existenz des Zinses, die für ein funktionierendes Wirtschaftssystem in keinster Weise nötig ist!).

LG,
Hasenbein
 
@hasenbein Kein Zins aber dafür Geldentwertung? Das "System" wirst du der breiten Wählerschaft aber nicht vermitteln können, denn dafür sparen die Deutschen einfach viel zu gerne. Du kannst zu dem Thema ja gerne mal einen neuen Thread eröffnen, denn hier ging es ja eigentlich um was ganz anderes ;)
 
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