AP oder Mesh

Die Entscheidung kann dir niemand abnehmen. Ich persönlich halte nicht viel vom Mesh-Hype, weil sich die Roaming-Szenarien im Heimbereich doch eher in Grenzen halten, zumindest bei mir. Roaming wird dann richtig interessant, wenn man beispielsweise VoIP-via-WLAN macht und mit dem Telefon durch das Haus rennt. VoIP stellt hohe Ansprüche an die Stabilität der Verbindung und somit kann ein Roaming-Vorgang, der länger als "kurz" dauert, das Gespräch abbrechen. Gute Systeme roamen in Bruchteilen einer Sekunde, weil sich die Session des Clients von AP zu AP durchgereicht wird, bei schlechten Setups (zB Mischmasch an Herstellern) braucht es bis zu 10 Sekunden.... Dafür ist dann schnelles Roaming relevant, aber für Smartphone und Co in meinen Augen eher weniger. Dabei geht es dann eher darum, dass sie an einem AP "kleben bleiben" und nicht so sehr am Roaming-Speed.

Ein echtes Mesh umfasst nicht nur Roaming zwischen den Clients und den Nodes (allgemeiner Begriff für Repeater und APs im Mesh), sondern auch zwischen den Nodes selbst. Das heißt die Uplinks zwischen Repeatern können dynamisch wechseln, wenn festgestellt wird, dass dieser Uplink schlecht/langsam ist. Das beherrscht so gut wie kein "Mesh"-System am (Consumer-)Markt, Pseudo-Meshs eben.
 
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1stSlave schrieb:
entweder aktuelle Hardware reicht aus oder es kommt was ordentliches rein.
Das schöne ist: Du kannst es ausprobieren und hast in #14 sogar ne Anleitung dazu. Kostet erstmal nur Arbeit und Zeit. Wäre doch schade, das TP-LINK Monster ungenutzt zu lassen. Der kann schon was!
 
@bender_ , @Raijin

Was erzählt ihr blos....
Das sogenannte "pseudo" mesh ist wesentlich besser als ihr behauptet.

Mit meinem mesh kann ich einen Download starten und mich dann unterbrechungsfrei durch das Haus bewegen. Ich werde jeweils mit dem besseren Repeater Verbunden während der download weiter läuft.

Gerne kann ich auch ein anderes Szenario testen.

Ich bin der Meinung, mit der aktuellen Hardware des TE ist dies nicht möglich.

Man muss sich nur die Frage stellen, was das eingene WLAN überhaupt leisten soll.

Darauf hoffen, dass die Endgeräte einigermaßen das Roaming beherrschen oder will man mit zb wlan mesh steering dem Roaming unter die Arme greifen.


"Im Gegensatz zu WLAN-Roaming kann die FRITZ!Box ab FRITZ!OS 7.10 aktuelle WLAN-Geräte per WLAN Mesh Steeringunterbrechungsfrei in das optimale Funknetz steuern.

WLAN-Roaming wird nicht von jedem WLAN-Gerät unterstützt. Informationen zum Funktionsumfang anderer WLAN-Geräte erhalten Sie beim jeweiligen Hersteller."
https://avm.de/service/fritzbox/fri...Was-ist-WLAN-Roaming-und-wie-funktioniert-es/
 
Du kannst natürlich dem AVM Marketing glauben oder dich mit der Technik dahinter beschäftigen. Ich hab zweiteres gemacht und es versucht in einfachen Worten zu erklären, wie das AVM Mesh technisch funktioniert. Beim Vergleich wirst Du feststellen, wo das Marketing die Schwächen verschweigt oder verharmlost. Das ist auch völlig legitim, da AVM ja was verkaufen will.
Fast Transition und seamless handover gibt's halt noch nicht. Wird aber sicher dann in der nächsten Generation als Mesh 2.0 für Furore bei den Marketingfuzzis sorgen.
Ergänzung ()

testwurst200 schrieb:
Ich bin der Meinung, mit der aktuellen Hardware des TE ist dies nicht möglich.
Doch. Denn auch ohne Mesh funktioniert Client Roaming. Schon immer. Umso besser, wenn man die APs vernünftig eingestellt hat.
 
Avm Geräte sind natürlich keine profi Geräte aber trotzdem können die mehr als hier behauptet wird.

Habe zu Testzwecken gestern Abend meinen 1750e repeater aus dem mesh entfernt da ich die getätigten Behauptungen überprüfen wollte. Ssid, pw sind gleich geblieben.

Zitat meine frau von heute morgen ohne das ich den Test erwähnt habe: "andauernd kein Internet"
 
Deshalb kommt das Mesh Versprechen ja auch so gut an. In vielen Fällen funktioniert die automatische Konfiguration der APs ganz gut. Und das wiederum kommt bei Kunden, die sich nicht mit Details zu ihrem Netzwerk beschäftigen wollen gut an. Funktionieren die Automatismen aber nicht wie gewünscht, kann man sich mangels Verständnis der Funktionsweise auch schwer selbst helfen.
Dein Test hat leider wenig Aussagekraft, wenn Du weder Einstellungen zu Kanälen, Frequenzbändern, Sendeleistungen und Standards benennst noch Endgeräte oder sonstige Netzwerkinfrastruktur.
Auch wenn Du dich mit deinem Test bestätigt siehst, das AVM Mesh ist und bleibt zu 100% Client Roaming basiert. Es sind nur zusätzlich ein paar wenige dynamische Steuerungsmöglichkeiten der APs vorhanden, auf die Du keinen Einfluss hast und die das Client Roaming beeinflussen.
Das AVM Mesh leistet daher kaum mehr, als man nicht durch einmalig sorgfältig durchgeführte manuelle Konfiguration der APs und Clients hinbekommen kann.

Edit:
Gerade noch was entdeckt:
testwurst200 schrieb:
"Im Gegensatz zu WLAN-Roaming kann die FRITZ!Box ab FRITZ!OS 7.10 aktuelle WLAN-Geräte per WLAN Mesh Steeringunterbrechungsfrei in das optimale Funknetz steuern.
Im verlinkten Artikel zur Erklärung von WLAN Mesh Steering taucht der Begriff "unterbrechungsfrei" plötzlich nicht mehr auf. Im Prinzip wird die selbe Funktionalität erläutert, die ich versucht habe in #16 sachlich darzustellen. Mit dem Unterschied, dass sie aus Sicht des AVM Marketings verfasst wurde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab das auch schon in anderen Threads kund getan. In der Praktischen Anwendung kann ich mich mit dem AVM Mesh (pseudo oder nicht oder wie auch immer man es nennen möchte) auch durch das ganze Haus bewegen und einen Download fortsetzen oder ein Video angucken während der WLAN Balken auf dem Handy oder Tablet fröhlich auf und ab springt. Wieso das so funktioniert und was die technischen Hintergründe sind ist mir als Nutzer erstmal vollkommen egal. Wichtig ist nur es funktioniert einfach. (Wichtig ich habe meine "Repeater" alle per LAN angebunden. Die arbeiten also alle wie APs)

Klar wird ein AVM System für den technikafinen Nutzer der tiefgreifende Netzwerkeinstellungen sucht und sich mit Funkfrequenzen und Kanälen auseinandersetzen möchte nicht unbedingt der heilige Gral werden.

Aus meiner Erfahrung heraus kann ich aber sagen dass sich 99% aller Nutzer aber eben nicht tiefer mit der Materie beschäftigen wollen. Und da schafft es AVM mit einstecken, Knopf drücken und fertig schon ganz gut die Massen zu befriedigen. Klar ist das für einige gerade in einem Computer Forum absolute Blasphemie.

Aber nicht jeder hat die nötige Energie, Zeit, Lust oder auch den Grips sich mit komplizierten Sachen zu beschäftigen. Ich komme von Ubiquiti AC Pros. Die funktionieren gut. AVM pseudo Mesh funktioniert in meiner Situation aber besser.
 
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@bender_
Ich glaube jetzt einfach mal alle Behauptungen und stelle eine Frage

Denkst du der TE kann sein wlan wieder optimieren falls sein ausgewählter kanal nach einiger zeit "überfüllt" ist?
Denkst du er kommt überhaupt zu dieser Diagnose?
1stSlave schrieb:
Wenn ich umstelle dann was ordentliches kein Gebastel. Wie kann ich schauen welches Wlan auf welchem Band läuft? Um Störungen zu vermeiden.

Das ist jetzt nur beispielhaft um zu verdeutlichen, dass einstecken und Knopf drücken doch die bessere Variante sein kann :)

Um mal etwas anderes als avm zu nennen
Das Netgear orbi System soll auch ganz gut sein
 
Humptidumpti schrieb:
Und da schafft es AVM mit einstecken, Knopf drücken und fertig schon ganz gut die Massen zu befriedigen.
Das ist ja auch vollkommen okay.
Ich möchte aber kurz daran erinnern, dass @testwurst200 angefangen hat, die Klarstellungen von mir und @Raijin zu seinem Verständnis der Funktionsweise des AVM Mesh in Frage zu stellen. Deshalb fühlte ich mich berufen mit ein paar Mythen aufzuräumen. Nichts für ungut.
testwurst200 schrieb:
Denkst du der TE kann sein wlan wieder optimieren falls sein ausgewählter kanal nach einiger zeit "überfüllt" ist?
Nein. Kann er nicht. Das ist aber auch kein wirkliches Problem. Seit Wi-Fi 4 sind im Standard bereits brauchbare Techniken für Koexistenz und gegen Bufferbloat integriert. Die von dir wahrscheinlich gemeinten "Probleme" gelten in signifikanter Ausprägung nur für 802.11g und älter.
Da es eh kaum noch Geräte gibt, die nicht mindestens Wi-Fi 4 unterstützen, ist dieses "Kanalproblem" halb so wild, wie es oft noch dargestellt wird und wirkt sich eigentlich nur noch auf den erzielbaren Durchsatz aus, führt aber - unter üblich auftretenden Bedingungen - nicht zu Abbrüchen oder eingeschränkter Verfügbarkeit.
Im Gegensatz dazu wird ein AVM Gerät unter Umständen einen Kanalwechsel erzwingen. Daraus resultiert sicher ein kurzer Verbindungsabbruch und vielleicht eine Verbesserung des erzielbaren Durchsatzes.
Was jetzt besser ist? Schwer zu beantworten...
testwurst200 schrieb:
Denkst du er kommt überhaupt zu dieser Diagnose?
Vielleicht. Auf jeden Fall eher als jemand, der sich darauf verlässt, dass die Dinger mit dem Ausrufezeichen schon das Richtige tun werden. ;)
testwurst200 schrieb:
Das ist jetzt nur beispielhaft um zu verdeutlichen, dass einstecken und Knopf drücken doch die bessere Variante sein kann :)
Aber auch Geld kosten.
Meiner Ansicht nach hat er bereits nen ordentlichen Fuhrpark an Hardware zur Verfügung, die sich mit ein wenig Aufwand zu einem brauchbaren WLAN kombinieren lassen, das alle seine bisher formulierten Anforderungen erfüllt.
 
Zuletzt bearbeitet:
bender_ schrieb:
UG:
UPC Router
Gastnetz: aus
2,4er Kanal: 11
5er Kanal: 44

EG:
möglichst zentral das TP-Link Monster aufstellen
Gastnetz: ein
2,4er Kanal: 3
5er Kanal: 36
2,4er Gast Kanal: 11
5er Gast Kanal: 100

OG oder DG:
möglichst zentral den Netgear
Gastnetz: aus
2,4er Kanal: 11
5er Kanal: 44

Hast du mit Absicht die Kanäle gemischt (eigenen/Gast)?
 
Ja. Ich dachte der TP Link mit seinen x Streams kann das. Hab aber nicht genau recherchiert
 
Der TP kann die Kanäle umstellen aber die Frage ist ob du absichtlich für mein Eigenes im UG und DG Kanäle 11/44 nimmst und dieselbe Kanäle dann im EG für Gäste nimmst
 
Ja. Im 2,4er gibt's nur 2 überlappungsfreie Kanäle bei 40 MHz, 3 und 11. Das 5er Gast hat Kanal 100.
UG und OG/DG sollten sich möglichst nicht überlappen. Vielleicht musst Du dazu die Sendeleistung an den APs etwas reduzieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wäre es nicht besser wenn mein eigener Kanal auf allen Etagen immer gleich wäre?

Also UG, EG, DG
11+44

und Gast
3+36
 
Nein. Damit störst Du dein eigenes WLAN.
 
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